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Afghanistan: Chancen durch Wirtschaftsförderung und Ausbildung

04.10.2016 – Die Menschen in Afghanistan brauchen Arbeit, damit sie ihre Familien versorgen und ihre Kinder zur Schule schicken können. Dabei unterstützt die GIZ im Auftrag der Bundesregierung.

Im Auftrag der Bundesregierung arbeitet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Afghanistan daran, Perspektiven für die Menschen zu schaffen. Zum Beispiel unterstützt sie kleine und mittlere Unternehmen dabei, die Qualität ihrer Produkte zu steigern und sie besser zu vermarkten. „In kleinen und mittleren Unternehmen lassen sich oft mit einfachen Mitteln Wachstum und damit auch zusätzliche Arbeitsplätze schaffen“, sagt Robert Kressirer, Landesdirektor der GIZ in Afghanistan.

So geschehen in einer Molkerei in Mazar-e Sharif, einer Stadt im Norden Afghanistans. Hier hat die GIZ dabei unterstützt, dass neben Milch auch Produkte wie Joghurt, Quark und Sahne verarbeitet und in der ganzen Stadt verkauft werden können. Mit den neuen Geschäftsfeldern entstanden neue Arbeitsplätze. Ahmad Seyar Muqim ist einer der Menschen, die davon profitieren. Zur Überwachung des Produktionsablaufs und für die Qualitätskontrolle musste ein Produktionsleiter eingestellt werden. Muqim erhielt von der GIZ eine Fortbildung, um das notwendige Knowhow für diese Stelle zu erlangen. Seine Perspektive war nicht immer so gut, denn auch 15 Jahre nach Ende der Taliban-Herrschaft ist die wirtschaftliche Situation in Afghanistan schwierig. „Ich wollte nach Deutschland gehen, um Arbeit zu finden. Aber durch die Arbeit verdiene ich jetzt hier genug Geld, um meine Familie zu ernähren“, sagt der junge Familienvater.

Damit die Menschen im Land eine gute Anstellung finden können, brauchen sie eine gute Ausbildung. „Hier unterstützen wir mit unserer Arbeit seit 2002“, so GIZ Landesdirektor Kressirer. Die GIZ hat bis heute in Afghanistan 120 Schulen und Universitäten errichtet. Es gehen Millionen mehr Kinder in die Schulen als 2002, allein mit deutscher Unterstützung haben mehr als 1,2 Millionen Jungen und Mädchen im Norden des Landes die Schule besuchen können. Die GIZ fördert zudem die Aus- und Fortbildung von Afghanen und Afghaninnen in vielen verschiedenen Bereichen, vom Handwerker bis zum Juristen bereits über eine halbe Millionen Mal.