EIne Zukunft für Syriens Kinder © GIZ

Eine Zukunft für Syriens Kinder

19.10.2016 – Am 24. Oktober ist der Tag der Vereinten Nationen. Olaf Kjørven erklärt, wie UNICEF minderjährige Flüchtlinge schützt und welche Rolle Partner wie die GIZ dabei spielen.

Kinder und Jugendliche sind von Flucht besonders betroffen: Unter 18-Jährige stellen nur rund ein Drittel der Weltbevölkerung, aber die Hälfte der Flüchtlinge. Fast 50 Millionen Kinder weltweit mussten ihr Zuhause verlassen. Diese Zahlen nennt die Kinderhilfsorganisation der Vereinten Nationen UNICEF in ihrem Anfang September 2016 veröffentlichten Bericht „Entwurzelt“. Vor diesem Hintergrund betont Olav Kjørven, Leiter der Abteilung für Public Partnerships bei UNICEF, den besonderen Schutzbedarf von Kindern – und wie wichtig die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen ist.

„Kinder stellen unter den Flüchtlingen eine stark gefährdete Gruppe dar“, so Kjørven bei einem Besuch der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Eschborn. „Die Flucht ist heimtückisch, Kinder und Jugendliche sind dabei einer ganzen Reihe von Bedrohungen ausgesetzt: der lebensgefährlichen Fahrt über das Meer, Kidnapping, Menschenhandel. Sie leiden außerdem unter Vernachlässigung und dem mangelnden Zugang zu Bildung.” In den Transit- und Zielländern ihrer Flucht seien sie zudem häufig Opfer von Ausgrenzung, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit. „Kinder sind Kinder“, so Kjørven. „Wir sollten alles in unserer Macht stehende tun, damit sie sich sicher fühlen und einen Ort finden, den sie ihr Zuhause nennen.“

UNICEF engagiert sich unter anderem in den Nachbarstaaten Syriens, die den Druck der Flüchtlingsbewegung aus dem Bürgerkriegsland besonders stark spüren. Dabei arbeitet die Hilfsorganisation auch mit der GIZ zusammen. „Wir können Syriens Kinder nicht allein retten”, so Kjørven. „Deshalb kooperieren wir eng mit Partnern: mit lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen, örtlichen Behörden und bilateralen Partnern wie der GIZ.“ So engagieren sich die GIZ und UNICEF beispielsweise in Flüchtlingslagern im Nordirak, stärken die Infrastruktur der Camps und organisieren Bildungsangebote. „Wir profitieren von den technischen Kenntnissen und der Expertise der GIZ – und ich denke, dass der GIZ auch unser Wissen nützt.“

Das vollständige Interview mit Olaf Kjørven finden Sie in der Referenz „Ein sicherer Ort für Flüchtlinge“.