Grüne Moscheen Marokko © GIZ

Grüne Moscheen und mehr: Marokko ist Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz

04.11.2016 – Vom 7. bis 18. November findet die Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Marrakesch statt. Das Gastgeberland hat ehrgeizige Klimaziele.

Marrakesch ist ab Montag Gastgeber der 22. Klimakonferenz der Vereinten Nationen. Thematisch widmet sich der diesjährige Klimagipfel vor allem der Minderung und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Das Gastgeberland Marokko ist selbst stark davon betroffen – längere Dürreperioden und heftige Unwetter treten immer häufiger auf und bedrohen die Existenz der größtenteils von der Landwirtschaft lebenden Bevölkerung.

Das nordafrikanische Land hat deshalb eine ambitionierte Umwelt- und Klimaschutzgesetzgebung verabschiedet: Bis 2030 will es 52 Prozent seines Energiebedarfs mit grünem Strom decken und die Treibhausgas-Emissionen um 32 Prozent verringern. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt Marokko dabei.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hilft die GIZ zum Beispiel dabei, die Moscheen des Landes mit energieeffizienter Technik auszustatten. In 40 Moscheen sind diese Arbeiten bereits abgeschlossen. Durchgeführt werden diese Modernisierungsarbeiten von marokkanischen Unternehmen – ein interessantes Finanzierungskonzept dient als Basis: „Die Firmen investieren in die energetische Modernisierung der Moscheen und refinanzieren ihre Arbeit mit den erzielten Energieeinsparungen“, so der Projektleiter Jan-Christoph Kuntze. „Je effizienter die Gebäude sind, desto höher ist ihr Verdienst.“

Energieunternehmer wie Yassine Alj, dessen Betrieb für das Projekt tätig ist, profitieren nachhaltig – und schaffen Arbeitsplätze: „Wir konnten unsere Arbeit im Bereich Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden verbessern und somit international konkurrenzfähiger werden. Dadurch konnten wir neue Ingenieure und Techniker einstellen.“