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Biodiversität: wichtiger Faktor für das menschliche Wohlergehen

01.12.2016 – Vom 4. bis 17. Dezember findet im mexikanischen Cancún die 13. Internationale Konferenz zum Schutz der Biologischen Vielfalt statt.

Der Erhalt der Biodiversität ist wichtig für das Leben und Wohlergehen der Menschen. Das ist Thema der am Sonntag in Mexiko beginnenden 13. Vertragsstaatenkonferenz der „Konvention über die biologische Vielfalt“, dem wichtigsten verbindlichen internationalen Abkommen zum Schutz von Biodiversität. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH arbeitet seit mehr als 30 Jahren zu Biodiversitäts-Themen, aktuell werden im Auftrag der deutschen Bundesregierung über 100 Projekte umgesetzt.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und gemeinsam mit der Zentralamerikanischen Kommission für Umwelt und Entwicklung (CCAD) hilft die GIZ zum Beispiel, die zehn Millionen Hektar große Tropenwaldregion Selva Maya im Grenzgebiet zwischen Belize, Guatemala und dem Südosten Mexikos besser zu schützen. Die außerordentliche Artenvielfalt wird durch illegale Abholzung, Erdölförderung und Handel mit Flora und Fauna bedroht. Eines der Projektziele ist daher, Einkommensalternativen für die ländliche Bevölkerung zu schaffen. Zum Beispiel wurde die Ramón-Nuss, früher eine der wichtigsten Nutzpflanzen der Maya, als Produkt mit hohem Potenzial identifiziert. Die GIZ unterstützt unter anderem lokale Gruppen bei der effizienten Vermarktung der einzelnen Maya-Nuss-Produkte wie Mehl, Backwaren oder Getränke. Die Produktion von Honig, Kakao und Kautschuk aus dem Regenwald bietet der lokalen Bevölkerung ebenfalls neue Perspektiven. Entlang der jeweiligen Wertschöpfungsketten erzielen damit bisher knapp 600 Familien ein nachhaltiges Einkommen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unterstützt die GIZ außerdem die mexikanische Kommission für Naturschutzgebiete dabei, den Nutzen von Naturschutzgebieten – sowohl für das menschliche Wohlergehen als auch die wirtschaftliche Entwicklung –festzustellen und darüber zu informieren. Das Projekt ist Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Eines der fünf Pilotschutzgebiete ist das Biosphärenreservat des Monarchfalters (Mariposa Monarca); jeden Herbst fliegen Millionen von Schmetterlingen aus Kanada und den USA zur Überwinterung dorthin. Das Naturphänomen zieht jährlich mehr als 200.000 Touristen an und ist gerade in der Wintersaison eine wichtige Einkommensquelle für die Region – laut Schutzgebietsverwaltung sind die Einkünfte der umliegenden Dörfer zu über 50 Prozent von den wirtschaftlichen Aktivitäten rund um den Monarchfalter abhängig. Wegen der seit mehreren Jahren rückläufigen Falter-Population baut man Ökotourismus-Angebote weiter aus.