Afghanistan: Neue Heimat für Binnenvertriebene

Eine Gruppe junger Afghanen spielt mit einem Ball © GIZ

14.03.2017 – Viele Afghanen fliehen in andere Regionen des Landes, doch dort erwartet sie oft Perspektivlosigkeit. Im Norden des Landes bessert sich ihre Lage nun.

Faiz Mohammad stand vor dem Nichts. Als die Taliban 2012 in sein Dorf südlich von Mazar-e Sharif einfielen, flüchtete er mit seiner Familie in die nahe gelegene Provinzhauptstadt. Mohammad teilt das Schicksal vieler Menschen in seiner Heimat: Infolge von gewaltsamen Konflikten sind seit 2004 mehr als eine Million Afghanen innerhalb ihres Landes vertrieben worden. Doch auch an ihren neuen Wohnorten stoßen sie häufig auf Ablehnung. Wie sie sich dort eine Existenz aufbauen sollen, wissen sie nicht.

Im Norden des Landes bekommen die Binnenvertriebenen nun Unterstützung. Im Auftrag des Auswärtigen Amts hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH viele von ihnen mit dem Wichtigsten ausgestattet. Neben Trinkwasserbrunnen, sanitären Einrichtungen und zwei Grundschulen hat sie als Partner des afghanischen Ministeriums für Flüchtlinge und Repatriierung für mehr als 800 Familien Lehmhäuser errichtet – insgesamt hat das Vorhaben etwa 40.000 Personen erreicht. Zudem organisiert sie Fortbildungen und ermöglicht den Menschen, beispielsweise als Handwerker Geld zu verdienen. Bisher haben allein 6.000 Menschen an Trainings teilgenommen, die Hilfe zur Selbsthilfe bieten und die Chance auf eine Anstellung erhöhen. 

Wie es Faiz Mohammad und seiner Familie heute geht, erzählt eine Reportage aus dem GIZ-Magazin „akzente“.