Eingriffe in ländliche Systeme – Forschungs- und Entwicklungsarbeit in pastoralen Gemeinschaften in Afar, Äthiopien

06.07.2017 | Bonn

Veranstaltungsreihe „Forschung trifft Entwicklung: Dürreresilienz in Sub-Sahara Afrika“ vom 06.04.2017 bis zum 13.07.2017

In der Geschichte der Menschheit hat sich nomadischer Pastoralismus zu einer spezialisierten Form der Einkommenserzielung und Landnutzung entwickelt, die optimal an die harschen Bedingungen arider und semiarider Umgebungen angepasst ist. Als Reaktion auf die unterschiedlich verfügbaren Ressourcen bauen pastorale Landnutzungssysteme auf die Mobilität von Beweidungsmustern und eine speziell segmentierte Sozialstruktur. Heutzutage steht die pastorale Welt jedoch von vielen Seiten unter Druck - durch Dürren, die Verschlechterung des Weidelands und wirtschaftliche Zwänge. In der Podiumsdiskussion werden Ursachen und Auswirkungen der verschlechterten Bedingungen für Pastoralismus am Beispiel des Volks der Afar in Äthiopien untersucht und neue Ansätze zur Einkommenssicherung beleuchtet.

Dr. Elisabeth van den Akker, GIZ-Projektkoordinatorin in Addis Abeba, stellt eine Auswahl der laufenden Entwicklungsaktivitäten in Afar vor. Die Sozialgeographin Dr. Simone Rettberg verfügt über umfassende Forschungserfahrung in der Region und berichtet über den aktuellen Wandel des Pastoralismus. Mohamed Detona als Afar spricht darüber, wie sein Volk Veränderungen wahrnimmt. In der Podiumsdiskussion sollen verschiedene Blickwinkel, Erfahrungen und Meinungen diskutiert und Schnittstellen zwischen Entwicklungshilfe, Forschung und der Beteiligung der Stakeholder aufgezeigt werden. In den Beiträgen werden u.°a. folgende Fragen angesprochen: Wie ist die Veränderungsdynamik in Trockengebieten und im Pastoralismus zu interpretieren? Was wollen die lokale Bevölkerung und die Stakeholder erreichen? Wie kann man sie in ihren Bemühungen unterstützen? Welche Rolle spielen Landrechte, Bevölkerungswachstum und Aufstockungsstrategien? Was können Wissenschaft und Praxis voneinander lernen?

Diskussionsteilnehmer:
Detlef Müller-Mahn (Universität Bonn)
Elisabeth van den Akker (GIZ)
Simone Rettberg (SLE Berlin)
Mohamed Detona (Universität Bayreuth)

Veranstalter:
UNCCD, BMZ, Universität Bonn, DW, DIE, GIZ, KfW, ZEF

Die Reihe findet in englischer Sprache statt.


Die Termine im Einzelnen:

06.04.2017 – Auftaktveranstaltung: Dürreresilienz in Subsahara Afrika und ihre Bedeutung für Ernährungssicherung, Konflikte und Migration

24.04.2017 – Dürreresilienz durch umfassende Frühwarnsysteme verbessern

11.05.2017 – Dürreresilientes Saatgut: Unnötiger Forschungsaufwand oder wichtiger Faktor in der Dürrebekämpfung?

31.05.2017 – Sozialschutz – Ein wichtiger Aspekt der Dürreresilienz? Praktische Erfahrungen und Erkenntnisse aus Subsahara Afrika

27.06.2017 – Dürreresilienz der subsaharischen Landwirtschaft verbessern: Möglichkeiten und Herausforderungen von Bewässerung und Wassermanagement

06.07.2017 – Eingriffe in ländliche Systeme – Forschungs- und Entwicklungsarbeit in pastoralen Gemeinschaften in Afar, Äthiopien

13.07.2017 – Abschlussveranstaltung: Dürreresilienz in Subsahara-Afrika – Lernerfahrungen für gemeinsames Handeln



Veranstaltungsort und -zeit
Geographisches Institut
Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166
53115 Bonn

Donnerstag, 06. Juli 2017, 18:00 bis 20:00 Uhr

Kontakt

Ina Klemke (DIE)
socioeconomic@die-gdi.de

Anmeldung

Weitere Informationen und Anmeldung: 
socioeconomic@die-gdi.de