Europäische Entwicklungstage: in Entwicklung investieren

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07.06.2017 – Bei dem internationalen Forum in Brüssel geht es um gute Ideen für eine nachhaltige Entwicklung und die Privatwirtschaft als Partner.

Debattieren, Lösungen entwickeln, erfolgreiche Ideen teilen – das ist der Dreiklang der European Development Days. Bereits zum elften Mal bietet die Veranstaltung eine Plattform für den Austausch über internationale Zusammenarbeit für eine nachhaltige Entwicklung. Unter dem Titel „Investing in Development“ geht es in Brüssel am 7. und 8. Juni 2017 vor allem um die Kooperation mit der Privatwirtschaft.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat die europäischen Entwicklungstage von Anfang an begleitet. In diesem Jahr organisiert das Bundesunternehmen unter anderem eine Debatte über das Potenzial der afrikanischen Jugend. Fachleute diskutieren, wie die wachsende junge Bevölkerung Perspektiven erhalten und zu mehr Wohlstand für den Kontinent beitragen kann. Weitere Themen sind beispielsweise Investitionen in erneuerbare Energien und eine nachhaltige Stadtentwicklung.

An einem eigenen Stand informiert die GIZ außerdem darüber, wie eine nachhaltige Gestaltung von Wertschöpfungsketten – also aller Arbeiten und Rohstoffe, die in ein Produkt einfließen – die Lebensumstände von Menschen verbessern kann. Am Beispiel des Anbaus und der Weiterverarbeitung etwa von Kakao und Cashewnüssen zeigt sie, wie sich Armut verringern und Ernährung sichern lassen. So wurden zum Beispiel in Afrika mehr als 440.000 Jobs rund um die Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung von Cashew-Nüssen geschaffen.

Die Organisatoren von der Europäischen Kommission erwarten rund 6.000 Teilnehmer aus 140 Ländern und Vertreter von 1.200 Organisationen. Dazu gehören Praktiker und Experten aus internationaler Zusammenarbeit, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Staatliche Einrichtungen sind ebenso vertreten wie Nichtregierungsorganisationen. Zu den Rednern zählen Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds, die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus.