28.11.2017

Aus der Praxis der GIZ: Kolumbien – Wie steht es um den Frieden?

Vor einem Jahr unterzeichneten die kolumbianische Regierung und die FARC, die älteste und größte Guerrillabewegung Südamerikas, nach vierjährigen Verhandlungen ein Friedensabkommen. Die FARC legte ihre Waffen nieder und stellte sich als Partei neu auf. In den Verhandlungen mit der zweitgrößten Guerrilla, der ELN, konnte ebenfalls ein Waffenstillstand erreicht werden und auch die Paramilitärs kündigten jetzt ihre Bereitschaft zur Entwaffnung an. Gabriele Heuser vom rbb Inforadio diskutiert mit Anja Heuft, Leiterin des GIZ-Projektes ProPaz („Für den Frieden“) über derzeitige Entwicklungen vor Ort und die Maßnahmen, welche die GIZ im Auftrag der Bundesregierung ergreift, um den Friedensprozess voranzutreiben.

In Kolumbien herrscht trotz Ressourcenreichtums und eines stetigen Wirtschaftswachstums extreme soziale Ungleichheit. Seit mehr als 50 Jahren befeuern die daraus resultierenden Spannungen in der Gesellschaft einen bewaffneten Konflikt, in dem es vor allem um Landrechte geht und der bereits mehr als 8,5 Millionen Opfer forderte – darunter Vertriebene, Verletzte und Ermordete. Präsident Juan Manuel Santos wurde für seine Bemühungen im Friedensprozess mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Dennoch hat die Friedenspolitik der Regierung noch einen weiten Weg vor sich. Mit dem Projekt ProPaz unterstützt die GIZ die Friedenskonstruktion in Kolumbien – insbesondere die historische Aufarbeitung und die Übergangsjustiz.

Das Gespräch zwischen Gabriele Heuser und Anja Heuft über den derzeitigen Stand des Friedensprozesses in Kolumbien wird aufgezeichnet und in Ausschnitten im Rahmen der Sendereihe „Weltsichten“ voraussichtlich am 03.12.2017 im Programm vom Inforadio (rbb) ausgestrahlt. Darüber hinaus sind die Sendungen abrufbar unter: http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/weltsichten/giz/giz.html.

Veranstaltungsort/-zeit

GIZ Haus  Berlin
Reichpietschufer 20
10785 Berlin

28. November 2017, 19:00 – 21:00 h