Auftakt der deutschen Bewerbungskampagne für den Sitz des Grünen Klimafonds

Auftakt der deutschen Bewerbungskampagne für den Sitz des Grünen Klimafonds im Bonner Kunstmuseum.

Am Rande der UN-Klimaverhandlungen „Bonn Climate Change Conference“ startete die Bundesregierung im Bonner Kunstmuseum die deutsche Bewerbungskampagne für den Grünen Klimafonds.

Rund 200 Gäste, darunter Delegierte der Bonner UN-Verhandlungen sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus dem Raum Bonn und Umgebung folgten am 23. Mai der Einladung der Bundesregierung. Bei der Abendveranstaltung erlebten sie unter anderem die Erstausstrahlung des deutschen Bewerbungsfilms, der ein Grußwort von Bundeskanzlerin Angela Merkel enthält. Ferner wurde die Wanderausstellung „Climate – Change – Minds“ eröffnet, die acht Exponate von elf internationalen Künstlern vereint, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Aspekten des Klimawandels auseinandersetzen.

In einer Talkrunde diskutierten Professor Klaus Töpfer, einer der Fürsprecher und Unterstützer der deutschen Bewerbung, Karsten Sach aus dem Bundesumweltministerium und Christian Schoen, der die Ausstellung in Zusammenarbeit mit Serafine Lindemann organisiert hat, über das Potenzial, das in einem Grünen Klimafonds liegt. Töpfer betonte: „Es kommt nun darauf an, die Vision einer kohlenstoffarmen Entwicklung in die Tat umzusetzen.“

Paradigmenwechsel zu einer emissionsarmen und klimaresistenten Entwicklung fördern

In seiner Ansprache betonte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel: „Wir wollen einen Paradigmenwechsel zu einer emissionsarmen und klimaresistenten Entwicklung fördern. Dies ist eine Herausforderung für die internationale Gemeinschaft, die wir nur durch gemeinsame Aktionen bewältigen können. Dazu brauchen wir den Grünen Klimafonds: einen starken Fonds, einen effizienten Fonds, einen hoch wirksamen Fonds.“

Dass Bonn als Zentrum der deutschen Klima- und Entwicklungspolitik dafür ein idealer Standort ist, hob Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch in seiner Begrüßungsrede hervor: „Mit Bonn bieten wir eine Stadt mit umfangreicher internationaler Erfahrung, großer Gastfreundschaft und einer Vielzahl von Verbindungen und zukünftigen Partnern des Grünen Klimafonds an.“

Unterstützung der Taskforce der Bundesregierung durch die GIZ

Neben Deutschland haben sich Südkorea (Incheon), die Schweiz (Genf), Mexiko (Mexiko City), Namibia (Windhuk) und Polen (Warschau) um den Sitz des Grünen Klimafonds beworben. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt die Taskforce der Bundesregierung bei der Entwicklung und Umsetzung der Kampagne. Sie besteht aus Vertretern aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammen¬arbeit und Entwicklung, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Auswärtigen Amt, Bundesfinanzministerium und Bundeskanzleramt sowie der Stadt Bonn und dem Land Nordrhein-Westfalen.

Die Entscheidung über den Sitz des Fonds wird von einem 24-köpfigen Direktorium (Board) des Fonds vorbereitet und von der 18. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) Ende des Jahres in Katar verkündet.

Weitere Informationen

zur Bewerbung der Bundesregierung für Bonn als Standort des Grünen Klimafonds sowie zur Kunstausstellung finden Sie unter