„Forum Nachhaltiger Kakao“ gegründet

Gründungsurkunde des Forum Nachhaltiger Kakao

Schokolade – wer isst nicht hin und wieder gern ein Stückchen? Doch ein Blick auf die Produktionsbedingungen im Kakaoanbau stimmt manchmal nachdenklich.

Die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der Kakaobauern sind in vielen Anbauländern verbesserungsbedürftig. Obwohl Kakao meist ihre Haupteinnahmequelle darstellt, können die Familien oft kaum davon leben.

Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft arbeiten Hand in Hand

Dieser Situation möchte das „Forum Nachhaltiger Kakao“ entgegenwirken, das am 13. Juni 2012 in Berlin gegründet wurde. Das Forum ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, Zivilgesellschaft und deutscher Wirtschaft. Das Sekretariat der Initiative liegt bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die die Aktivitäten des Forums koordiniert und die relevanten Akteure aus Deutschland mit denen aus den Produktionsländern sowie internationalen Initiativen zusammenbringt. „Das ‚Forum Nachhaltiger Kakao‘ möchte die Lebensumstände der Kakaobauern verbessern“, erklärt Elena Rueda, die das Sekretariat leitet. „So wollen wir beispielsweise vermitteln, wie sie Kakao produktiver, sozialer und zugleich umweltverträglich anbauen, Marktanforderungen erfüllen und somit ein stabiles Einkommen sichern können.“

Eine klassische Win-Win-Situation

Doch nicht nur die Kakaobauern profitieren von den Aktivitäten des Forums, wie Bundesminister Niebel anlässlich der Gründung betonte: „Die Nachfrage nach hochwertigem Kakao steigt, für die Süßwarenindustrie geht es also auch darum, ihre Rohstoffversorgung zu sichern und mangelnde Erträge, schlechte Produktionsmethoden oder hohe Nachernteverluste zu verhindern.“

Bereits 68 Mitglieder

„Die Akteure im deutschen und internationalen Kakaosektor haben großes Interesse, dass das Forum schnell arbeitsfähig wird“, so Rueda. Von der Gründungssitzung bis heute unterschrieben 68 Teilnehmer die Beitrittserklärung, darunter zahlreiche Akteure aus der Zivilgesellschaft sowie namhafte Unternehmen aus Industrie und Handel. „Mit ihrem verstärkten Engagement gehen die Hersteller und Händler auch auf die Wünsche ihrer Kunden ein“, so Bundesministerin Ilse Aigner. „Für die Verbraucherinnen und Verbraucher werden soziale und ökologische Fragen immer wichtiger“.

Wenn es nach den Konsumenten geht, soll der bittere Nachgeschmack also künftig ausschließlich kulinarischer Natur sein. Das „Forum Nachhaltiger Kakao“ trägt seinen Teil dazu bei. Die Bundesregierung sowie der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL) und Einzelunternehmen haben die Finanzierung bis Ende 2014 zugesagt. Danach soll sich die Initiative durch Mitgliedsbeiträge selbst tragen.

Ein Beitritt zum ‚Forum Nachhaltiger Kakao‘ ist jederzeit möglich. Kontaktieren Sie dazu bitte Frau Elena Rueda.

Weitere Informationen