"Pakistan braucht Profis"

Training für Berufsschullehrer

Gut zu wissen...

Um auch Berufsschullehrer die neuen Ausbildungsinhalte in Pakistan vorzubereiten, wurde eine Kooperation zwischen pakistanischen Hochschulen und der Technischen Universität Kaiserslautern ins Leben gerufen. In einem ersten Durchgang haben bereits 85 Fachkräfte aus verschiedenen Branchen eine pädagogische Zusatzausbildung erworben, mit der sie als Lehrer ihr Fachwissen vermitteln können. An der Universität Karachi wird der Studiengang nun repliziert.

Da die neue Generation Berufsschullehrer noch nicht fertig ausgebildet ist, haben parallel 8.500 Berufsschullehrer an einem Weiterbildungsprogramm teilgenommen, um die Ausbildungsqualität an den Trainingsinstituten schon jetzt zu steigern. Da viele Berufsschullehrer zwar fachlich qualifiziert sind, aber keine pädagogischen Kenntnisse haben, lag der Schwerpunkt der Weiterbildung auf Methodik und Pädagogik. Die Lehrer lernten außerdem, ihr neues Wissen an andere Kollegen weiterzugeben. Auf diese Weise kann sich der positive Effekt multiplizieren und hat dann einen erheblichen Einfluss auf die Verbesserung der Unterrichtsqualität.

Erklärtes Ziel der Kompetenzinitiative ist es, die Wirtschaft bei der Berufsvorbereitung stärker in die Pflicht zu nehmen. Dabei steht die deutsche duale Ausbildung Modell. Sie wurde an die pakistanischen Anforderungen angepasst, Kern ist die Verbindung von Theorie und Praxis. Es beteiligen sich bereits 140 nationale und internationale Unternehmen in Lahore und Karatschi. 800 Nachwuchskräfte haben bereits an acht Ausbildungsgängen teilgenommen. Sie wurden beispielsweise zu Elektrikern, Mechatronikern und Logistikern ausgebildet. Begleitendes Training wie Computerkurse und Bewerbungsschulungen gehören ebenfalls zum Ausbildungspaket. Die Initiative dient als Modell für den Ausbau eines dualen Ausbildungsweges, den Trainingseinrichtungen und Betriebe gemeinsam gestalten.