"Vorbereitung für EU-Kandidaten"

TAIEX – Informationsaustausch und technische Unterstützung für EU-Beitrittsländer

Die Generaldirektion Erweiterung der Europäischen Kommission rief 1996 das Programm TAIEX („Informationsaustausch und technische Unterstützung”) ins Leben. Es unterstützt EU-Kandidatenländer dabei, das nationale Recht an die EU-Gesetzgebung („Acquis communautaire“) anzugleichen.

Neben den Kandidatenländern sind auch die Staaten des westlichen Balkans, die Länder der Europäischen Nachbarschaftspolitik, Russland und die türkischzypriotische Gemeinschaft Begünstigte des TAIEX-Programms. In den letzten Jahren haben beispielsweise Kroatien und Montenegro, auch dank der Unterstützung durch TAIEX, den offiziellen Status von EU-Kandidatenländern zugesprochen bekommen.

Logistische Umsetzung

Um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, übernimmt die GIZ in Brüssel seit mehr als neun Jahren im Auftrag der Generaldirektion Erweiterung die gesamte logistische Umsetzung und die finanzielle Abwicklung der Veranstaltungen im Rahmen des Programms. Allein 2010 organisierte das 38-köpfige Team mehr als 2.000 Workshops, Seminare und Studienreisen. Die Seminare sollen den Mitarbeitern von Ministerien und Behörden in den begünstigten Ländern die Aspekte der EU-Gesetzgebung näherbringen, so dass Verfahren und Gesetzgebungen entsprechend dem jeweiligen Status eines Landes (EU-Beitrittskandidat o. a.) angepasst werden können.