Themenservice Tourismus: Nachhaltiges Reisen

Tempel von Sambor Prei Kuk, dem früheren Isanapura, Zentrum des Königreichs Chenla. Foto: Michael Meyer

Mit rund 16 Prozent haben Entwicklungsländer einen beachtlichen Anteil am weltweiten Reisemarkt – Tendenz steigend. Er bietet Millionen Menschen Beschäftigung, bringt aber auch Probleme wie zum Beispiel Naturzerstörung und einen hohen Ressourcenverbrauch auf Kosten der Bevölkerung mit sich. In 59 Projekten arbeitet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) daran, Tourismus so zu gestalten, dass er zum Erhalte der Natur beiträgt und den Menschen vor Ort zugutekommt. In diesem Themenservice stellen wir Beispiele vor, wie die GIZ nachhaltigen Tourismus unterstützt – in Regionen mit Massentourismus und in weitgehend unbekannten Gebieten, in denen es darum geht, die Natur- und Kulturschätzen überhaupt erst einmal zu erschließen.

Die GIZ ist auf dem Feld des nachhaltigen Tourismus mit vielen Akteuren in der Initiative „Global Partnership for Sustainable Tourism“ vernetzt. Deutschland ist – kurz nach der ITB – vom 25. bis 27. März 2013 Gastgeber der Jahreshauptversammlung dieser weltweiten Initiative mit 83 Mitgliedern (Staaten, Kommunen, Unternehmen der Tourismuswirtschaft, internationale Organisationen, Nichtregierungsorganisationen, EU-Staaten und Entwicklungsländer). Am ersten, öffentlichen Konferenztag leitet der Tourismus-Experte der GIZ, Klaus Lengefeld, eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Tourismus-Wachstum: Nachhaltig, grün und sozial ausgewogen?“

Information

Der Themenservice für Journalisten informiert zu einem aktuellen Thema oder Ereignis mit Bezug zur internationalen Zusammenarbeit. Er umfasst Bilder, Hintergründe und Interviews, stellt Projekte vor und liefert weiterführende Links. Zu jedem Thema vermitteln wir gerne Interviewpartner.

Die Texte und Fotos aus diesem Themenservice stehen Redaktionen zum honorarfreien Abdruck zur Verfügung.

Kambodscha: Antike Schätze

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch fremdsprachige Satzteile eingebaut (AVAIL® and Wefox™ are testing aussi la Kerning), um die Wirkung in anderen Sprachen zu testen. In Lateinisch sieht zum Beispiel fast jede Schrift gut aus. Quod erat demonstrandum. Seit 1975 fehlen in den meisten Testtexten die Zahlen, weswegen nach TypoGb. 204 § ab dem Jahr 2034 Zahlen in 86 der Texte zur Pflicht werden. Nichteinhaltung wird mit bis zu 245 € oder 368 $ bestraft.

Genauso wichtig in sind mittlerweile auch Âçcèñtë, die in neueren Schriften aber fast immer enthalten sind. Ein wichtiges aber schwierig zu integrierendes Feld sind OpenType-Funktionalitäten. Je nach Software und Voreinstellungen können eingebaute Kapitälchen, Kerning oder Ligaturen (sehr pfiffig) nicht richtig dargestellt werden. Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks.

Kambodscha: Antike Schätze
Eine Tempelstadt erwacht

Vor 16 Jahren wagten sich nur ein paar Historiker, Archäologen und Abenteuertouristen in den Dschungel zu der Tempelstadt Sambor Prei Kuk, deren erste Bauwerke aus dem 7. Jahrhundert stammen. Heute bemüht sich die Regierung von Kambodscha, dass dieser historische Schatz in die Welterbeliste der Unesco aufgenommen wird.

„Das Konzept zur Bewerbung basiert auf dem Entwicklungsplan der GIZ“, sagt Peter Bolster rückblickend. Für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hatte der Wahl-Berliner im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit kambodschanischen Partnern über fünf Jahre die Ärmel hochgekrempelt, um Touristen in die bitterarme und entlegene Region zu locken und neue Jobs zu schaffen. 2011 ist das Projekt nordöstlich der Stadt Kampong Thom offiziell ausgelaufen, lebt aber durch Ideen und Tatkraft Einheimischer weiter.

Die Tempelanlage wurde in den letzten Jahren touristisch viel besser erschlossen. „Etliche Familien in unseren Dörfern vermieten Zimmer, kochen für Gäste aus vielen Ländern“, sagt Siem Norm. Der 52-jährige Kommunen-Chef von sieben Dörfern in der Nähe von Sambor Prei Kuk unterhält sich mit zwei Kanadiern und ein paar jungen Männern, die mit Unterstützung der GIZ Englisch- und Tempelführer-Schulungen erhalten haben. Siem Norm fügt hinzu: „Auch Straßen und Wege sind nun besser.““

Ein großer Urwaldbaum spendet der kleinen Gruppe Schatten. In der Nähe überwuchern Wurzeln einen der vielen Tempel aus roten Steinen, die wie Vorläufer moderner Ziegel aussehen. Kunstvolle Steinmetzarbeiten mit Tieren, Herrschern und Göttern sind vielerorts noch gut zu erkennen. Früher hieß die Stadt Chenla und war die Metropole von Isanapura, damals ein prunkvolles Hindu-Königreich. In einem schlichten Freiluftrestaurant kocht ein Huhn im Topf. Eine Frau schält Papayas. Drei Khmer-Frauen sitzen auf der kleinen Veranda eines neuen Holzhauses mit Souvenirs, flechten wie ihre Urgroßmütter Körbe und Matten.

„Im August 1997, als ich das erste Mal hier war, gab es außer Ruinen und Urwald gar nichts.““ Das sagt Dr. So Sokuntheary von der knapp eine Autostunde entfernten Universität in Kampong Thom. Die Wissenschaftlerin nimmt seitdem an Ausgrabungen und Forschungsprojekten in der Tempelstadt teil. Sie betont: „Die GIZ und einheimische Partner haben sehr geholfen, die lange vergessene Region bekannter zu machen.“ Die Forscher haben bisher insgesamt 290 Tempel und archäologisch wertvolle Hügel entdeckt, gut 60 sind freigelegt und zu besichtigen.

Medien auch in Thailand und Deutschland berichteten in den letzten drei Jahren über Sambor Prei Kuk und das Home-Stay-Programm bei den Reisbauern. „Das hilft enorm“, sagt Peter Bolster, der nun im Ruhestand ist. „Die Einheimischen sind wissbegierig. Wir haben gut zusammengearbeitet.““

Heute ist das ein Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe. Dorfchef Siem Norm betont: „Unsere Bauern wissen nun, Tourismus bringt Geld, Kontakte und Freunde.“ Manche öffnen kleine Restaurants und verschönern Gästequartiere. Touristen können auch von Tempel zu Tempel radeln. Auch Koch- und Handwerkskurse, Fischen, Bootsfahrten, Wanderungen und Ausflüge mit Pferde- und Ochsenkarren sind im Angebot.

„Einer im Dorf kann immer Englisch, aber wir verständigen uns auch mit Lächeln und Gestik“, sagt ein Bauer in der Siedlung Chheu Teal. Sein Gästezimmer ist schlicht, das Wasser zum Waschen nicht heiß, das Essen immer frisch, aus eigener Produktion oder vom Nachbarn: Huhn, Schwein, Fisch, exotische Gemüse und Früchte, deren Namen nicht alle im deutschen Wörterbuch zu finden sind.

Der Veranstalter Khiri Travel mit Büros in Thailand, Laos, Myanmar und Kambodscha offeriert mehrtägigen Familienurlaub in den Dörfern, half und hilft auch gemeinnützig beim weiteren Aufbau und beim Marketing für diesen nachhaltigen Tourismus. Für Urlauber werden auch Besuche in Schulen und Farmen, bei Handwerkern und Festen organisiert. „Im Jahr 2012 haben etwa 27.500 Touristen die Tempelanlage besucht, über die Hälfte aus dem Ausland“, sagt Linda Oum, stellvertretende Khiri-Chefin in Kambodscha. Vor knapp zehn Jahren waren kaum 2000 Gäste in Sambor Prei Kuk.

Mit der renommierten Welterbeauszeichnung dürfen sich in Kambodscha bisher nur die Anlagen von Angkor Wat, eine der größten Touristenattraktionen Südostasiens, und der Preah Vihear Tempel nahe der Grenze zu Thailand schmücken. Ob Sambor Prei Kuk Anerkennung von der Unesco findet, ist offen. Diese verborgenen Tempelstadt ist nicht so prunkvoll wie Angkor Wat, dafür deutlich älter. Ausländische Gäste kamen schon vor vielen Jahrhunderten über den Mekong und seine Nebenflüsse nach Sambor Prei Kuk, zum Beispiel Kaufleute aus China.

Michael Meyer

Mosambik: Taucherparadies

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Mosambik: Taucherparadies
Schau mir in die Augen, Großer

Unkontrollierte Fischerei, rücksichtslose Urlauber und gleichgültige Behörden können Umwelt und Einkommen der Einheimischen gefährden. In Mosambik unterstützen Deutsche an der Küste den Aufbau eines nachhaltigen Tourismus.

Riesige Walhaie und mächtige Mantarochen gleiten nahe der Oberfläche durch blaugrünes Wasser. Aufgeregt ziehen Touristen auf einem Ausflugsboot ihre Flossen an, setzten die Masken auf. Der Himmel strahlt in Hellblau, durchwirkt von weißen Tupfern der Lämmerwölkchen. Fischer wiegen ihren Fang aus dem Indischen Ozean. Palmenblätter rascheln in leichter Brise. Jung und Alt, Schwarz und Weiß vergnügen sich am Sandstrand, über und unter Wasser.

Es könnte so paradiesisch sein am Praia do Tofo und anderen Stränden in Mosambik. Wenn da nicht die Konflikte wären, die es überall auf der Welt gibt, die in dem südostafrikanischen Land aber besonders ausgeprägt sind. Schnellboote und Jet-Ski-Fahrer düsen übers Wasser. Das ärgert Umweltschützer und viele Einheimische. Fischer, die die Tiere nur töten, um deren Flossen abzuschneiden und teuer an Chinesen zu verkaufen, schüren Wut und Vorurteile. Behördenmitarbeiter sind oft korrupt, kümmern sich zu wenig um Umweltschutz.

Frank Weetjens und sein kleines Team sollen das unter einen Hut und alle Betroffenen an einen Tisch bringen sowie helfen, die Umwelt zu bewahren und eine nachhaltige Tourismuswirtschaft aufzubauen. Der 51-Jährige ist Mitbegründer des sechs Jahre alten nationalen Taucherverbandes AMAR, der sich vor allem Meeres- und Küstenschutz auf die Fahne geschrieben hat.

Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) hat den Belgier an den Verband vermittelt. CIM ist eine Arbeitsgemeinschaft Bundesagentur für Arbeit und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH und im Auftrag der Bundesregierung tätig.

„Wir versuchen, die Interessen der Fischer und der Tauchbranche in Einklang zu bringen“, sagt Weetjens, der über 15 Jahre Afrika-Erfahrung hat. „Das ist ein langer Prozess, aber es gibt Fortschritte. Unser Wort hat immer mehr Gewicht. Tauchschulen, Kommunen, Meeresschutzbehörde und Fischer arbeiten mit uns enger zusammen“, berichtet der Belgier. AMAR sei nun von der Regierung als offizieller Vermittler anerkannt.

Zerstörter Lebensraum und wegbleibende Tiere vertreiben auch die Touristen. „Das ist heute auch den meisten Küstenbewohnern und Fischern klar“, sagt Claudio Zunguze. Der 31-Jährige ist technischer Assistent bei AMAR, hier an der Küste aufgewachsen und kennt die Region um die Provinzhauptstadt Inhambane, die gleichnamige Bucht sowie nahe Strand- und Tauchreviere so gut wie kaum ein anderer.

Der junge Mann aus Mosambik, aber auch Frank Weetjens, hatten unvergessliche Erlebnisse unter Wasser. Der Belgier schildert: „Es war vor wenigen Wochen. Ein Walhai und ich schwammen wohl zehn Minuten einträchtig zusammen, meist nur einen Meter voneinander entfernt. Das Tier schaute mich immer wieder neugierig an. Seine Augen waren wie bei allen Walhaien winzig. Er blieb total relaxt, wog vielleicht sechs Tonnen, war schätzungsweise acht Meter lang. Wenn ich tiefer tauchte, verdeckte der massige Körper das Licht der Sonne. Es war ein sehr bewegender Moment in meinem Leben.“ Doch solche Begegnungen werden in Mosambik seltener.

In der internationalen Taucherszene gilt das Land als eine der besten Destinationen, aber nicht mehr als Geheimtipp. Es gibt kaum einen Platz auf der Welt, wo Walhaie, Mantas und auch Buckelwale öfter zu beobachten sind. Doch im Vergleich zu 2003 und 2006 sehen Einheimische und Touristen an diesem Küstenabschnitt inzwischen deutlich weniger Walhaie und große Mantas. Diese Rochen haben eine Flügelweite von bis zu sechs Metern und sind ebenso sanfte Riesen, die Plankton einsaugen und sich von Kleinstgetier ernähren.

Das AMAR-Team hat schon schwere Konflikte gelöst: Zwei Gruppen rivalisierender Fischer stritten erbittert um Fanggebiete. Dabei kappten sie auch Bojen, mit den Tauchanbieter Riffe markierten. Weetjens betont: „Alle haben sich an einen Tisch gesetzt und geredet. Eine gemeinsame schriftliche Vereinbarung wird nun von allen akzeptiert.“

Umweltbewusstsein und Naturschutz wird auch in den Schulen von Mosambik mehr zum Thema. Die GIZ unterstützt AMAR mit ihrem Know-how. Dazu zählen auch Alternativen zum Fischfang. Auf den Philippinen zum Beispiel werden Fischer zu Meeresgärtnern und produzieren spezielle Algen, die in der Kosmetikbranche gefragt sind. Doch so weit ist es in Mosambik noch nicht. „Wir sind aber auf dem richtigen Weg“, sagt Experte Weetjens.

Laos: Tourismus und Gemeindeentwicklung

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch fremdsprachige Satzteile eingebaut (AVAIL® and Wefox™ are testing aussi la Kerning), um die Wirkung in anderen Sprachen zu testen. In Lateinisch sieht zum Beispiel fast jede Schrift gut aus. Quod erat demonstrandum. Seit 1975 fehlen in den meisten Testtexten die Zahlen, weswegen nach TypoGb. 204 § ab dem Jahr 2034 Zahlen in 86 der Texte zur Pflicht werden. Nichteinhaltung wird mit bis zu 245 € oder 368 $ bestraft.

Genauso wichtig in sind mittlerweile auch Âçcèñtë, die in neueren Schriften aber fast immer enthalten sind. Ein wichtiges aber schwierig zu integrierendes Feld sind OpenType-Funktionalitäten. Je nach Software und Voreinstellungen können eingebaute Kapitälchen, Kerning oder Ligaturen (sehr pfiffig) nicht richtig dargestellt werden. Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks.

Laos: Tourismus und Gemeindeentwicklung
Kulturlehrer für ausländische Gäste

Jährlich reisen etwa 15.000 ausländische Touristen nach Phongsaly, einer schwer zugänglichen Region im Norden von Laos. Sie kommen zum Wandern in der wilden, immergrünen Berglandschaft, lassen sich von der kulturellen Vielfalt faszinieren oder unternehmen abenteuerliche Fluss-Bootsfahrten.

In Phongsaly leben 200.000 Menschen in 600 Bergdörfern. 28 ethnische Gruppen prägen die Region. Viele Ortschaften sind nicht an das Straßennetz angeschlossen. Trotz schwieriger Anreise hat sich im Tourismus seit 2008 einiges entwickelt. Eine der Attraktionen in der Provinz ist das Ethnische Museum. Dort können sich Touristen über die Einwohner, ihr Leben und ihre Kulturen informieren und so bewusster wahrnehmen, was sie auf ihrer Reise erleben. Auch die Bewohner der Provinz haben durch die Ausstellung ihre sehr unterschiedlichen Traditionen besser kennen- und schätzen gelernt. Eine weitere Besonderheit ist das Tee-Dorf Komaen mit einem 400 Jahre alten Teegarten, durch den ein Wanderweg führt. Gäste können sich eine Ausstellung über die Geschichte des Gartens und den Teeanbau ansehen und traditionelle Tee-Spezialitäten einkaufen. Maßgeblich an dieser Entwicklung mitgewirkt hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Laos arbeitet. Die Entwicklungshelferin Carine Pin hat das staatliche Provinz-Tourismusbüro dabei unterstützt, ein Konzept für einen gemeindebasierten Tourismus zu erarbeiten, Reiseangebote zu entwickeln und professionell zu vermarkten.

Die 35-Jährige Ethnologin aus der Schweiz lebt seit fünf Jahren in Laos, seit drei Jahren in Phongsaly. Die Expertin für Gemeindeentwicklung hat auch schon in Mosambik gearbeitet. „Die Fähigkeiten der Menschen und ihre Handlungskompetenz zu stärken betrachte ich als das Wesentliche meiner Arbeit“, sagt Carine Pin. Als sie nach Laos kam, gab es noch wenige Touristen in Phongsaly. Sie hat viel Basisarbeit geleistet. Es gibt nun aktuelles Informationsmaterial und Karten. Die meisten Gäste kommen zum Wandern, daher hat das Tourismusbüro zusammen mit Gemeinden elf Wanderrouten ausgearbeitet und für die gesamte Provinz gültige, faire Preise eingeführt. Die Touren führen durch den Dschungel und über Reisfelder in Bergdörfer, wo Touristen bei Gastfamilien übernachten können. Informationen gibt es im Internet, buchen kann man per E-Mail oder über einen der Reiseveranstalter, mit denen das Tourismusbüro zusammenarbeitet. Ein Gepäcktransport steht zur Verfügung und es können Mountainbikes gemietet werden. Um das Angebot laufend zu verbessern, verteilt das Tourismusbüro Bewertungsbögen an die Gäste. Die 26 teilnehmenden Gemeinden profitieren vielfältig vom Tourismus. Familien verdienen ein Einkommen, indem sie Unterkünfte, Verpflegung und traditionelle Massagen anbieten oder Gäste auf Wanderungen begleiten. Ein Teil des Einkommens geht in die Dorfkasse oder in Dorfentwicklungsfonds, aus denen zum Beispiel die Pflege der Wanderwege finanziert wird.

Der Nutzen des Tourismus für die Bevölkerung stand für Carine Pin von Anfang an im Vordergrund. „Es geht um mehr als Einkommen. Entscheidend ist, dass die Menschen aktiv werden, und nicht als kuriose Objekte betrachtet werden“, betont die Beraterin. Viele Trainings und Besprechungen waren nötig, denn im Tourismusbüro arbeiteten keine Fachkräfte. Heute hat das Büro eine Datenbank, professionell gestaltete Broschüren und die Mitarbeiter sind für die Kommunikation mit Touristen geschult. Künftig wird es mehr gut ausgebildete Fachkräfte geben. „Die ersten Absolventen des Tourismus-Studiengangs haben letztes Jahr ihren Abschluss gemacht“, berichtet Carine Pin.

Die Arbeit mit der Bevölkerung ist der Schweizerin besonders ans Herz gewachsen. „Die Menschen in den Dörfern hatten zuvor noch nie Touristen gesehen – heute bieten sie ihnen Unterkünfte, Verpflegung, Ausflüge und ihre Produkte an“, freut sie sich. Und sie lassen die Gäste an ihrem Leben teilhaben, geben ihnen Einblick in ihre Kulturen. „Die Menschen sind Kulturlehrer, sie zeigen den Gästen ihr tägliches Leben. Zum Beispiel gibt es einen Entdeckertag, an dem Frauen der Akha-Kultur Gäste zu ihren Feldern und Gärten führen, ihnen zeigen, wie sie Gemüse, Waldfrüchte und Medizinpflanzen ernten. Anschließend wird das Mittagessen zusammen gekocht. So bekommen die lokalen Kenntnisse einen Wert und Frauen nehmen eine neue Rolle im Dorf ein“, erzählt Carine Pin.

Carine Pin unterstützt die Frauen dabei, ihr Kunsthandwerk weiter zu entwickeln. Neben den traditionellen Trachten nähen und besticken sie zum Beispiel kleine Figuren, Eidechsen und Vögel, die bei Touristen sehr beliebt sind. So sind auch immer mehr Mädchen motiviert, das Nähen zu lernen. Ihre Produkte werden auf Vermittlung von Carine Pin auch in einem Kunsthandwerk-Laden in der von Touristen häufig besuchten Stadt Luang Prabang verkauft. „Das läuft jetzt von alleine“, freut sich die Entwicklungshelferin. Die gute Resonanz auf ihre Produkte lässt die Frauen mutiger werden. „Nach drei Jahren Zusammenarbeit hat die Gruppenleiterin ein Bankkonto eröffnet“, erzählt Carine Pin. „Das gewonnene Selbstbewusstsein und die Eigenständigkeit lassen sich auf alle Lebensbereiche übertragen.“ Vier Akha-Frauen haben ihre Produkte sogar in der Hauptstadt Vientiane auf dem landesweiten Kunsthandwerk-Festival präsentiert. Sie kamen erstmals in ihrem Leben in die Stadt – nach stundenlagen Fußmärschen und zweitägiger Busfahrt. „Ich musste viel Überzeugungsarbeit leisten, bis die Ehemänner ihre Frauen reisen ließen“, sagt Carine Pin. Mit ihren kunstvoll bestickten Trachten waren die Akha die Stars des Festivals. Ihre Produkte werden inzwischen sogar in Australien in einem Internet-Shop angeboten. „Stolz kamen die Frauen nach Hause zurück, mit einem zusätzlichen Einkommen in der Tasche und reich an Erfahrung. Und für ihre Heimatregion war das Festival eine sehr gute Werbung“, freut sich Carine Pin, die ihren Einsatz in Phongsaly Ende April 2013 abschließen wird.

Weitere Informationen
Reiseregion Phongsaly (Englisch)

Karibik: Energieeffizienz in Hotels

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch fremdsprachige Satzteile eingebaut (AVAIL® and Wefox™ are testing aussi la Kerning), um die Wirkung in anderen Sprachen zu testen. In Lateinisch sieht zum Beispiel fast jede Schrift gut aus. Quod erat demonstrandum. Seit 1975 fehlen in den meisten Testtexten die Zahlen, weswegen nach TypoGb. 204 § ab dem Jahr 2034 Zahlen in 86 der Texte zur Pflicht werden. Nichteinhaltung wird mit bis zu 245 € oder 368 $ bestraft.

Genauso wichtig in sind mittlerweile auch Âçcèñtë, die in neueren Schriften aber fast immer enthalten sind. Ein wichtiges aber schwierig zu integrierendes Feld sind OpenType-Funktionalitäten. Je nach Software und Voreinstellungen können eingebaute Kapitälchen, Kerning oder Ligaturen (sehr pfiffig) nicht richtig dargestellt werden. Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks.


Karibik: Energieeffizienz in Hotels
Energiepreise – Ärger für Insulaner und Touristen

Karibik-Touristen freuen sich über Sonne und Wind zum Relaxen, Bräunen und Surfen. Doch zur Energiegewinnung werden diese Naturkräfte wenig genutzt. Etliche Hotels gehen mit gutem Beispiel voran, andere sind Verschwender. Das ist ein Ärgernis. Doch es gibt Fortschritte.

Etwa 95 Prozent der Haushalte der Karibik haben einen Stromanschluss, international ein guter Wert. Doch während der Rezession sitzen tausende Insulaner abends bei Kerzenschein. Der Fernseher läuft nicht. Der Strom ist abgeschaltet, weil die Rechnung nicht mehr bezahlt werden kann.

Pilworth Bussano und seine sechsköpfige Familie auf dem britischen Anguilla haben keinen Anschluss. Er sagt: „Ich müsste über 2000 Dollar für die letzten zwei oder drei Masten und Leitungen zu meinem Haus zahlen. Das Geld habe ich nicht.“ Die Energiekosten in der Karibik sind meist noch höher als in Deutschland, liegen weltweit mit an der Spitze. Bei den Hotels und Restaurants schlägt sich das deutlich in den Preisen nieder.

Seit über zehn Jahren fördert die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag der Bundesregierung mit Partnern aus EU und der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) den verstärkten Einsatz von Wind, Sonne, Wasserkraft, Erdwärme und Biomasse. „Diese Energiequellen sind auf den Inseln reichlich vorhanden, werden aber bisher zu wenig genutzt“, sagt Thomas Scheutzlich, Berater des Karibikprogramms für Erneuerbare Energien in St. Lucia.

Gründe sind hemmende Monopole, Investitionshürden, zu wenig finanzielle Mittel und Know-how sowie zu viel Bürokratie, beklagen auch Verantwortliche der Tourismusindustrie. Doch etliche Eigentümer von Bars, Restaurant und Hotels müssen sich an die eigene Nase fassen. Energiesparen und -effizienz ist vielerorts noch ein Fremdwort. Das sieht auch die Caribbean Hotel & Tourism Association (CHTA) so.

Doch GIZ und CHTA haben in einem gemeinsamen Programm vielen Hotels quer durch die Karibik in den letzten Jahren zu Einsparungen von insgesamt mehreren Millionen Dollar verholfen. Kontrolleure fanden viele Schwachstellen: Veraltete Klimaanlagen, stromfressende Lampen und Warmwasseranlagen, fehlende Energiesparpläne und mangelndes Umweltbewusstsein bei Personal und Gästen. Die CHTA betont: Durch weniger Kosten werden die Hotels wettbewerbsfähiger. Das ist auch dringend nötig. Denn die Konkurrenz in Asien, Nahost und Lateinamerika schläft nicht.

Umweltbewusste Touristen signalisieren morgens klar, dass sie kein neues Handtuch brauchen. Trotzdem bekommen sie häufig mittags im Hotel ein frisches. „Das ärgert mich jedes Mal““, sagt Thomas Scheutzlich. Eine gute Lösung als Energiesparer seien Plastikkarten-Türschlüssel mit Chip, die im Zimmer in einen Schlitz gesteckt werden müssen, um Zugang zu allen elektrisch betriebenen Geräten zu erhalten.

Natürlich gibt es seit Jahren Hotels, die mit gutem Beispiel vorangehen. Im Tamarind Tree“ auf Dominica kommt das heiße Wasser vom Solarkollektor, Handtücher werden nur auf Wunsch gewechselt, neue Energiesparlampen sind im Einsatz. Die Zimmermädchen prüfen, ob die Klimaanlage bei Abwesenheit der Gäste abgeschaltet ist. Miteigentümerin Annette Peyer Lörner sagt: „Unsere Touristen finden das gut.“

Anstrengungen, um mehr von Diesel, Schweröl und Erdgas loszukommen, machen zum Beispiel St. Vincent und Dominica. Die besinnen sich wieder verstärkt auf Wasserkraft. „Auch hier helfen GIZ und Partner“, sagt Experte Scheutzlich. Und in Guyana habe ihm der Ministerpräsident versichert, dass es nun bald ernst wird mit einem größeren Wasserkraftwerk. Was Warmwasser betrifft, ist Barbados beispielhaft. Immer mehr Haushalte zapfen vom Dach aus die Sonne an. Die Regierung unterstützt dies finanziell und genehmigt nur noch Neubauten mit Solarkollektor.

Michael Meyer


Weitere Informationen
Carribian Renewable Energy Development Programme

Albanien: Bergtourismus

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch fremdsprachige Satzteile eingebaut (AVAIL® and Wefox™ are testing aussi la Kerning), um die Wirkung in anderen Sprachen zu testen. In Lateinisch sieht zum Beispiel fast jede Schrift gut aus. Quod erat demonstrandum. Seit 1975 fehlen in den meisten Testtexten die Zahlen, weswegen nach TypoGb. 204 § ab dem Jahr 2034 Zahlen in 86 der Texte zur Pflicht werden. Nichteinhaltung wird mit bis zu 245 € oder 368 $ bestraft.

Genauso wichtig in sind mittlerweile auch Âçcèñtë, die in neueren Schriften aber fast immer enthalten sind. Ein wichtiges aber schwierig zu integrierendes Feld sind OpenType-Funktionalitäten. Je nach Software und Voreinstellungen können eingebaute Kapitälchen, Kerning oder Ligaturen (sehr pfiffig) nicht richtig dargestellt werden. Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks.

Albanien: Bergtourismus
Wanderparadies in den verwunschenen Bergen

Der Tourismus macht schon heute zehn Prozent der albanischen Wirtschaft aus, das Potenzial ist weit größer. Albanien verfügt über beeindruckende Naturschönheiten und ein reiches kulturelles Erbe. Griechen, Osmanen, Franzosen und andere Völker haben ihre Spuren im Land hinterlassen.

In Albanien kommen Touristen mit verschiedensten Interessen auf ihre Kosten: Sonnenhungrige genießen die Sandstrände am Mittelmeer, Kulturinteressierte besuchen antike Ruinen und historische Monumente zum Beispiel aus osmanischer Zeit sowie alte orthodoxe Kirchen. Die Berge im Norden entwickeln sich bei Mitteleuropäern zu einem beliebten Wander- und Klettergebiet – zum Beispiel in dem Dorf Theth in den Albanischen Alpen. Es liegt im oberen Shala-Tal. Der Gebirgsbach treibt kleine Wasserkraftwerke und eine Mühle an. Das Dorf erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang des Talkessels, umgeben von hohen Zweitausendern.

Theth ist im Winter oft über Wochen von der Umwelt abgeschnitten. Eine der wenigen Familien, die den Bedingungen trotzen und das ganze Jahr über in Theth leben, ist die alteingesessene Familie Harusha. Familienoberhaupt Prek ist stolz darauf, den Lebensstil seiner Vorfahren zu bewahren. Prek betreibt mit seiner Familie ein Gästehaus. Drei Zimmer und zwölf Betten stehen zur Verfügung, Verpflegung ist inklusive. Buchen kann man telefonisch oder über das Internet. Auch einen Wäsche- und Bügelservice sowie Baby-Sitting kann man in Anspruch nehmen. Annehmlichkeiten wie einen Geldautomaten gibt es allerdings nicht. „Gäste sind willkommen, um zu lernen wie man sich selbst versorgt, vor allem im Winter“, schreibt Prek Harusha auf seiner Website. Nebenbei kümmert sich die Familie um ihre Weiden, ihre Bienenvölker und sie schützt den Wald mit seiner einzigartigen Pflanzenwelt.

Familie Harusha wirbt mit schönen Wanderungen in der Umgebung. Gerne arrangiert sie auch ein Picknick am Fluss oder bietet Natur- und Kulturführungen an. Das Gästehaus liegt in der Nähe des über 2.600 Hektar großen Theth-Nationalparks, der in den 1960er Jahren gegründet wurde, um den Reichtum an Flora, Fauna und geologischen Formationen zu schützen. Der Schutz ist dringend notwendig – illegale Abholzung und Jagd auf Wölfe, Gämse, Füchse, Dachse und Wildschweine sind große Probleme in Albanien. Umso wichtiger sind alternative Einkommensquellen, durch die der Anreiz steigt, die Natur zu schützen.

Dass es Gästehäuser wie das der Familie Harusha gibt, ist einem Projekt zu verdanken, dass die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seit 2006 durchführt. Um der Bergbevölkerung mehr Einkommensmöglichkeiten zu verschaffen, haben neun Familien Unterstützung bei der Modernisierung ihrer Steinhäuser bekommen. Die Häuser wurden mit Küchen und Sanitäranlagen ausgestattet, Dächer neu gedeckt, Doppelglasfenster eingesetzt, neue Betten und Möbel angeschafft. In manchen Häusern liefern Solaranlagen Warmwasser und Licht. Zuerst waren die Dorfbewohner skeptisch, doch mittlerweile gibt es einen regelrechten Wettbewerb, wer das beste Gästehaus führt. 22 Gästehäuser und zwei kleine Hotels mit über 300 Betten bieten heute Unterkunft und Verpflegung. Im Ort gibt es außerdem zwei Restaurants. Kamen 2006 gerade einmal 300 Gäste nach Theth, so waren es 2011 etwa 12.000, die meisten davon aus dem Ausland – im übrigen Land sind dreiviertel aller Touristen Albaner. Dem Dorf Theth bringt das zunehmende Interesse jährlich etwa 200.000 Euro ein. Die Einkommen der Bürger sind damit sieben- bis achtmal höher als die staatliche Sozialhilfe, von denen viele von ihnen zuvor abhängig waren.

Namhafte Reiseveranstalter bieten Reisen in die „Verwunschenen Berge“ Albaniens mit ihren wilden Hochgebirgslandschaften, ihrer großen Artenvielfalt und den entlegenen Dörfern, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Der Erfolg beruht auch darauf, dass die GIZ nicht nur Gästehäuser, sondern die Entwicklung der Infrastruktur gefördert hat. Wanderwege sind ausgebaut, mit Wegweisern und Orientierungskarten ausgestattet. Auch Wanderkarten sind entwickelt sowie lokale Bergführer ausgebildet worden. Dabei wurde der Bergtourismus auch über die Grenzen von Albanien hinaus gefördert. Wanderer können im Dreiländereck Albanien-Montenegro-Kosovo Halbtages- oder mehrtägige Touren unternehmen. Die zuständigen Behörden der drei Länder haben zusammen mit den Experten Regelungen für einen unbürokratischen Grenzübertritt geschaffen. So hat sich in den letzten sechs Jahren eine Menge entwickelt – und die Arbeit geht weiter. Im Aufbau befindet sich ein Sicherheitskonzept, das schnelle Hilfe und medizinische Versorgung bei Bergunfällen gewährleisten soll. Für die albanische Regierung haben die Bemühungen um wirtschaftliches Wachstum und Qualität im Tourismus strategische Bedeutung – sie sind ein Teil ihres Ziels, langfristig ein Teil der Europäischen Union zu werden.


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Albanian Mountains Peaks of the Balkans

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