Themenservice Rohstoffe

Mine Oyu Tolgoi, Mongolei

Der weltweite Rohstoffverbrauch verdreifacht sich bis 2050 auf jährlich 140 Milliarden Tonnen. Das sagen Schätzungen der Vereinten Nationen voraus. Gründe sind das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum. Als rohstoffarmes Land ist Deutschland auf eine langfristig sichere Versorgung mit Energierohstoffen, Metallen und Mineralien angewiesen. Über 160 Länder beliefern Deutschland, darunter viele Entwicklungsländer, in denen die Rohstoffindustrie ein enormes Potenzial für nachhaltige Entwicklung birgt. Der Rohstoffsektor stellt die Herkunftsländer gleichzeitig vor große Herausforderungen. Im Auftrag der Bundesregierung berät die GIZ 30 Partnerländer dabei, rechtliche, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den Rohstoffsektor zu entwickeln, und diese wirksam umzusetzen.

In Ghana ändert der Bergbau die Lebensbedingungen der Menschen in einigen Regionen grundlegend. Als Ausgleich erhalten die Gemeinden einen festgelegten Teil der Rohstoffeinnahmen des Staates und Bergbauunternehmen verpflichten sich dazu, den Aufbau der lokalen Infrastruktur mitzufinanzieren. Ähnlich ist das auch in der Mongolei in der Bergbaustadt Zaamar Soum. Die Gemeinde bekommt Gelder, um eigenständig Perspektiven für ihren Ort zu schaffen. Für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung reicht es jedoch nicht, wenn sich ein Staat allein auf Einnahmen aus Rohstoffexporten verlässt. Denn im Bergbau direkt entstehen nur begrenzt Arbeit und Einkommen für die lokale Bevölkerung. Der Aufbau von Zulieferbetrieben für den Bergbau und von Betrieben zur Weiterverarbeitung von Rohmaterialien kann deutlich mehr Beschäftigungsmöglichkeiten schaffen als der Bergbau selbst. Ein Beispiel dafür ist der Norden von Afghanistan, wo viele Familien von der Verarbeitung der dort abgebauten Edelsteine zu Schmuck leben. Mit Unterstützung der GIZ haben die dort lebenden Juweliere wieder einen Beruf mit Zukunft, da sie an Weiterbildungen zu neuen Verarbeitungstechniken teilnehmen konnten.

Information

Der Themenservice für Journalisten informiert zu einem aktuellen Thema oder Ereignis mit Bezug zur internationalen Zusammenarbeit. Er umfasst Bilder, Hintergründe und Interviews, stellt Projekte vor und liefert weiterführende Links. Zu jedem Thema vermitteln wir gerne Interviewpartner.

Die Texte und Fotos aus diesem Themenservice stehen Redaktionen zum honorarfreien Abdruck zur Verfügung.

Weitere Informationen

Mongolei: Bergbaugemeinden

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch fremdsprachige Satzteile eingebaut (AVAIL® and Wefox™ are testing aussi la Kerning), um die Wirkung in anderen Sprachen zu testen. In Lateinisch sieht zum Beispiel fast jede Schrift gut aus. Quod erat demonstrandum. Seit 1975 fehlen in den meisten Testtexten die Zahlen, weswegen nach TypoGb. 204 § ab dem Jahr 2034 Zahlen in 86 der Texte zur Pflicht werden. Nichteinhaltung wird mit bis zu 245 € oder 368 $ bestraft.

Genauso wichtig in sind mittlerweile auch Âçcèñtë, die in neueren Schriften aber fast immer enthalten sind. Ein wichtiges aber schwierig zu integrierendes Feld sind OpenType-Funktionalitäten. Je nach Software und Voreinstellungen können eingebaute Kapitälchen, Kerning oder Ligaturen (sehr pfiffig) nicht richtig dargestellt werden. Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks.

Für die Mongolen steht fest: Einen Ausverkauf ihrer Rohstoffe ohne Nutzen für die Bevölkerung soll es nicht geben. Mit deutscher Unterstützung arbeiten Bergbaugemeinden und der Staat daran, den Reichtum im Boden für die eigene Entwicklung zu nutzen.

Erdenetungalag ist Lehrerin in Zaamar Soum, einer Bergbaugemeinde mit 5.400 Einwohnern, etwa 200 Kilometer nordwestlich der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar. Nachmittags trifft sie sich mehrmals in der Woche mit ihrer Gruppe „Ireedui“, die sie Anfang des Jahres 2013 zusammen mit sieben anderen Frauen gegründet hat. Ireedui bedeutet Zukunft. „Wir haben diesen Namen gewählt, weil wir hoffen, mit der Gruppe unsere Zukunft selber gestalten und verbessern zu können“, sagt sie.

In der Bergbaugemeinde Zaamar Soum wird seit 20 Jahren in großem Umfang Gold und Eisenerz abgebaut. 22 Bergbauunternehmen arbeiten vor Ort, die das wirtschaftliche Leben dominieren. Vom Reichtum im Boden haben die Bewohner lange Zeit nicht profitiert. Im Gegenteil: Über 2.000 Hektar Land sind durch den Rohstoffabbau zerstört worden. Bergbauunternehmen haben den Fluss Tuul umgeleitet, um besser Gold waschen zu können. Die Stellen, wo Nomaden ihre Tiere getränkt haben, sind dadurch ausgetrocknet. So haben viele Menschen ihre Existenzgrundlage verloren, denn Viehzucht ist neben dem Bergbau der wichtigste Wirtschaftszweig in der Region.

Die Frauengruppe um Erdenetungalag  will die Lebensbedingungen in ihrer Gemeinde verbessern. Zum Beispiel haben sie sich vorgenommen, sich für eine bessere Wasserqualität einzusetzen. „Dazu säubern wir den Brunnen in unserer Straße und setzen einen Wasserfilter ein“, berichtet sie. Gemeinsam haben sie einen Projektantrag erarbeitet, den sie bei verschiedenen Bergbauunternehmen einreichen. Bis vor einiger Zeit stellten die Unternehmen der lokalen Verwaltung ein Budget für kommunale Entwicklungsaufgaben bereit, doch diese investierte die Gelder ohne die Bevölkerung einzubeziehen. Heute ist das anders: Bei einem Runden Tisch tauschen sich Bürger, Verwaltung und Bergbauunternehmen aus und arbeiten eng zusammen. Unterstützung erhalten sie dabei von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Vorhaben „Integrierte Mineralische Rohstoffinitiative“ durchführt und dabei auch die wirtschaftliche und soziale Entwicklung von Bergbaugemeinden wie Zamaar Soum fördert.  Der Bedarf dafür ist hoch: „Durch das Leben als Nomaden und das seit der Ära des Kommunismus bestehende Misstrauen gegenüber Kollektiven hat dazu geführt, dass es wenig Zusammenhalt gibt.“, weiß Stefan Hanselmann, der das  Vorhaben leitet.

Die Mongolei ist reich an Gold, Kupfer, Kohle, Uran, Erdöl, Wolfram, Molybdän und Flussspat. 80 Prozent der Exporteinnahmen stammen aus Rohstoffen. Dennoch lebt rund ein Drittel der Bevölkerung in Armut. Um die Ressourcen besser zugunsten der Bevölkerung einzusetzen, fehlen dem Land Rahmenbedingungen und Kompetenzen. Außer der Unterstützung der Zivilgesellschaft durch Gemeindearbeit bildet die GIZ vor allem Mitarbeiter in den staatlichen Institutionen, Behörden und Ministerien weiter, damit sie technische Expertise in Rohstofffragen, in der Bewertung von Rohstoffvorkommen oder bei der Aushandlung von Investitions- und Handelsabkommen entwickeln.

Seitdem sich Erdenetungalag  in der Frauengruppe in Zaamar Soum engagiert, hat sich ihr Leben verändert: „Vorher hatten wir Lehrer keine Möglichkeiten, uns zu Fragen der Gemeindearbeit zu informieren oder weiterzubilden.  Niemand hat uns beraten, wie wir unsere Ideen umsetzen und etwas für unsere Gemeinden tun können. Heute kann ich moderieren, präsentieren und mich viel besser ausdrücken. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung und Motivation.“ Die GIZ hat zwei einheimische Fachkräfte als Gemeindeentwickler eingestellt, die den Gruppen helfen, zu erkennen, was ihre Gemeinde braucht und Projekte auf den Weg zu bringen. In Planung sind eine Bushaltestelle, ein Brunnen und mehrere Zäune rund um das Gemeindeland. Die Bürger machen sich auch Gedanken, wie sie zusätzliche Einkommensmöglichkeiten schaffen können, zum Beispiel durch den Aufbau einer Druckerei.

Die GIZ arbeitet bei dem Projekt mit dem „Mongolian Youth Development Services Center“ zusammen, einer einheimischen Nichtregierungsorganisation (NGO), die vor allem Jugendliche fördert. Die NGO bekommt Unterstützung, um die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Verwaltungen und Bergbauunternehmen zu koordinieren. „Damit alle an einem Strang ziehen, vermittle ich den Mitarbeitern unter anderem Grundlagen des Projektmanagements“, berichtet GIZ-Entwicklungshelferin Kathrin Raabe. Da die ländlichen Gemeinden kaum die Möglichkeit haben, sich um die Jugendlichen kümmern, hat die NGO in der Region 25 Jugendklubs für 13- bis 16-Jährige eröffnet. Tuul, eine Schülerin der 9. Klasse in Zaamar Soum nutzt das Angebot: „Unser Jugendklub heißt Blumen der Zukunft und hat 26 Mitglieder. Ich freue mich jedes Mal, dort hinzukommen, meine Freunde und unsere Jugendklubleiterin zu sehen und etwas Neues zu lernen. Durch den Jugendklub bin ich viel offener und selbstsicherer geworden. Ich traue mich, vor anderen zu reden und meine Standpunkte zu vertreten.“ Die Jugendlichen hatten zuvor wenige Möglichkeiten, sich außerhalb der Schule zu treffen. Gemeinsam mit ihren Freunden hat Tuul eine von einer Bergbaufirma finanzierte Aktion durchgeführt, um den Viehzüchtern in Zaamar Soum beim Überwintern zu helfen. Andere Jugendklubs haben Müllsammelaktionen gestartet und Unterricht in Verkehrssicherheit in Schulen und Kindergärten organisiert. „In den Schulen gibt es viel Frontalunterricht. Fähigkeiten wie Teamarbeit, Diskutieren, Präsentieren und Moderieren lernen sie im Jugendklub“, sagt Kathrin Raabe.

Die Projekte in der Gemeinde- und Jugendarbeit sind ein wichtiger Bestandteil des Vorhabens „Integrierte Mineralische Rohstoffinitiative“. Aber es geht auch um Transparenz, Nachhaltigkeit und um die Frage, wie der Rohstoffreichtum für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes genutzt werden kann. Erste Voraussetzungen sind geschaffen worden: Die Mongolei wirkt Korruption und Missmanagement entgegen, indem sie Bergbauunternehmen und den Staat dazu verpflichtet hat, Zahlungen offenzulegen, über die Verwendung der Mittel Rechenschaft abzulegen sowie Sozial- und Umweltstandards im Rohstoffsektor einzuhalten – gemäß den Anforderungen der Rohstoff-Transparenzinitiative EITI (Extractive Industries Transparency Initiative). Mit dem „German Center of Excellence“ hat die Rohstoffinitiative außerdem eine Kontaktstelle für deutsche Investoren geschaffen. „Noch sind die Unternehmen zurückhaltend, doch Bergbautechnologie aus Deutschland könnte dazu beitragen, dass Rohstoffe im Land weiterverarbeitet werden und so eine Industrie mit vielen qualifizierten Arbeitsplätzen und Einkommensmöglichkeiten für die Menschen in den Bergbaugemeinden entsteht“, sagt Projektleiter Stefan Hanselmann.

Integrierte Rohstoffinitiative Rohstoffreichtum – auch die Bevölkerung soll profitieren

Ghana: Reformpolitik

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch fremdsprachige Satzteile eingebaut (AVAIL® and Wefox™ are testing aussi la Kerning), um die Wirkung in anderen Sprachen zu testen. In Lateinisch sieht zum Beispiel fast jede Schrift gut aus. Quod erat demonstrandum. Seit 1975 fehlen in den meisten Testtexten die Zahlen, weswegen nach TypoGb. 204 § ab dem Jahr 2034 Zahlen in 86 der Texte zur Pflicht werden. Nichteinhaltung wird mit bis zu 245 € oder 368 $ bestraft.

Genauso wichtig in sind mittlerweile auch Âçcèñtë, die in neueren Schriften aber fast immer enthalten sind. Ein wichtiges aber schwierig zu integrierendes Feld sind OpenType-Funktionalitäten. Je nach Software und Voreinstellungen können eingebaute Kapitälchen, Kerning oder Ligaturen (sehr pfiffig) nicht richtig dargestellt werden. Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks.

Diamanten, Bauxit, Manganerze und vor allem Gold, Erdöl und Erdgas sind die Schätze Ghanas. 40 Prozent der Exporterlöse stammen aus der Rohstoffförderung. Im Südosten Ghanas laufen seit Jahren die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme eines weiteren großen Goldabbaugebiets.

Das Förderunternehmen Newmont schätzt das Goldvorkommen in der Region New Abirem auf sieben Millionen Unzen mit einem Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar. Der Rohstoffabbau wird das Leben der Menschen in und um New Abirem tiefgreifend verändern und das macht sie misstrauisch. Die Menschen hatten seit Beginn der ersten Erkundungen Bedenken, und das nicht ohne Grund: Rund 1.900 Hektar Land werden durch das Abbaugebiet zerstört, davon 74 Hektar eines wertvollen Waldschutzgebietes. 1.500 Menschen müssen umsiedeln. Das Förderunternehmen sucht den Dialog mit der Bevölkerung, um Akzeptanz für das Projekt zu gewinnen. Eine Menge Fragen stehen im Raum: Wie werden die Menschen für ihr Land entschädigt? Wie werden die Umweltschäden kompensiert? Was wird langfristig aus der Region? Wird das Förderunternehmen mehr hinterlassen als eine Mondlandschaft? Andererseits  bietet das Unternehmen der lokalen Bevölkerung Arbeitsplätze und Ausbildung: In der Vorbereitungsphase wurden 3.000 Mitarbeiter benötigt, während der Förderphase gibt es Arbeit für 1.500 Mitarbeiter, die die schweren Maschinen bedienen können. Etwa 200 lokale Arbeitskräfte haben eine vierjährige Ausbildung bei Newmont durchlaufen, um sich für die Aufgaben zu qualifizieren. Die betroffenen Gemeinden haben zudem  von Newmont Unterstützung beim Aufbau von Kommunikationsinfrastruktur, Gesundheitsversorgung und einer Polizeistation erhalten.  Trotz dieser Angebote sind die Sorgen der Menschen verständlich. Die Gemeinden fordern einen angemessenen Anteil an den Einnahmen aus dem Rohstoffgeschäft und Ausgleichsmaßnahmen.

In Ghana erhalten Bergbaugemeinden einen Teil der Abgaben, die Förderunternehmen an den Staat zahlen müssen. Die Unternehmen geben fünf Prozent ihrer Einnahmen als Schürfrechte an den Staat ab. Neun Prozent der Gesamtsumme fließen nach einem festen Verteilungsschlüssel an die Distrikte. Diese Regelung setzt voraus, dass auch transparent ist, was Bergbauunternehmen dem Staat zahlen. Das war in Ghana lange Zeit nicht der Fall, und so gab es immer wieder kontroverse Debatten über die Verteilung der Mittel.

Um diese Debatten zu entschärfen, trat Ghana 2003 der Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (EITI) bei. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Ghana seit 2006 bei der Umsetzung der EITI-Standards zur Offenlegung von Zahlungsströmen im Rohstoffsektor. „Die GIZ berät das Finanzministerium und das Steuerungskomitee der ghanaischen EITI-Initiative, in dem Ministerien, Behörden, die Bergbaukammer und Nichtregierungsorganisationen vertreten sind“, berichtet GIZ-Programmleiter Harald Küppers.

Moderne Technik kommt dabei auch zum Einsatz: So hat der deutsche Software-Konzern SAP im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft mit der Wirtschaft, die die GIZ im Auftrag des BMZ durchgeführt hat, ein IT-System für die ghanaische EITI-Initiative eingeführt. Sowohl Bergbauunternehmen als auch die Regierung nutzen es, um Daten zu Rohstoffeinnahmen einheitlich zu erfassen, zu prüfen und auszuwerten.

Die GIZ arbeitet im gemeinsamen Engagement für Transparenz auch mit Nichtregierungsorganisationen zusammen, zum Beispiel mit der ghanaischen Abteilung der internationalen „Publish-What-You-Pay“-Initiative. Sie fordert Bergbauunternehmen auf, alle Informationen über Steuern, Erträge, Gebühren und andere Zahlungen an Regierungen detailliert offenzulegen. Die GIZ unterstützt Workshops für Bürger und Parlamentarier, damit sie sich bei den Gesetzen und Möglichkeiten gut auskennen, um Transparenz von ihrer Regierung zu fordern – auch über die Verträge mit den Bergbauunternehmen.

Die ghanaische EITI-Initiative wird darüber hinaus weiterhin die Aufgabe haben, Förderunternehmen, Regierung und die vom Rohstoffabbau betroffene Bevölkerung an einen Tisch zu bringen, um die Interessen der Menschen in Bergbaugemeinden wie New Abirem zu wahren.  Noch ist die EITI-Initiative für Förderunternehmen freiwillig. „Damit EITI nachhaltig wird, sollte die Teilnahme gesetzlich verpflichtend sein“, ist GIZ-Seniorberater Allan Lassey überzeugt.

Staatseinnahmen aus dem Rohstoffabbau haben in Ghana großes Potenzial. Der erste ghanaische EITI-Bericht von 2004 ergab, dass nur zwei von acht Bergbauunternehmen Körperschaftssteuer bezahlt hatten. Dies löste eine Diskussion über die zu hohen Steuervergünstigungen aus und inzwischen sind die Einnahmen deutlich gestiegen. In 2011 stammten immerhin 700.000 Ghanaische Cedi – das sind umgerechnet etwas mehr als eine viertel Million Euro – der Staatseinnahmen aus den Steuern und Abgaben von Bergbauunternehmen und 1,2 Millionen Ghanaische Cedi, etwas weniger als eine halbe Million Euro, aus Erdöleinnahmen.

Verbesserung der öffentlichen Finanzen/Good Financial Governance

Afghanistan: Wiederaufbau

Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks oder Handgloves, um Schriften zu testen. Manchmal Sätze, die alle Buchstaben des Alphabets enthalten – man nennt diese Sätze »Pangrams«. Sehr bekannt ist dieser: The quick brown fox jumps over the lazy old dog. Oft werden in Typoblindtexte auch fremdsprachige Satzteile eingebaut (AVAIL® and Wefox™ are testing aussi la Kerning), um die Wirkung in anderen Sprachen zu testen. In Lateinisch sieht zum Beispiel fast jede Schrift gut aus. Quod erat demonstrandum. Seit 1975 fehlen in den meisten Testtexten die Zahlen, weswegen nach TypoGb. 204 § ab dem Jahr 2034 Zahlen in 86 der Texte zur Pflicht werden. Nichteinhaltung wird mit bis zu 245 € oder 368 $ bestraft.

Genauso wichtig in sind mittlerweile auch Âçcèñtë, die in neueren Schriften aber fast immer enthalten sind. Ein wichtiges aber schwierig zu integrierendes Feld sind OpenType-Funktionalitäten. Je nach Software und Voreinstellungen können eingebaute Kapitälchen, Kerning oder Ligaturen (sehr pfiffig) nicht richtig dargestellt werden. Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie Hamburgefonts, Rafgenduks.

Der Abbau von Edelsteinen und mineralischen Rohstoffen kann ein Motor für die Entwicklung Afghanistans werden. Neben Arbeitsplätzen und den wichtigen Staatseinnahmen durch den Bergbau entwickelt sich wirtschaftliches Leben, zum Beispiel im Schmuckhandwerk.

Im rohstoffreichen Afghanistan werden seit 7.000 Jahren Edelsteine abgebaut. Ihre Verarbeitung ist ein traditionsreiches Handwerk. So leben allein im Distrikt Dawlatabad in der nordafghanischen Provinz Balkh rund 1.300 Familienbetriebe teilweise oder ganz von der Schmuckproduktion. Unter ihnen ist der 33-jährige Sakhi Murad. Wie vielen anderen Juwelieren fehlten ihm moderne Werkzeuge, um hochwertigen Schmuck herzustellen. Kürzlich hat er ein sechsmonatiges Training abgeschlossen, auf das er zufrieden zurückblickt: „Ich kann jetzt Schmucksteine in verschiedene Formen schleifen und professionell polieren. Auch neue Designs entwerfe ich selbst.“ Für den Vater von vier Kindern haben diese Fertigkeiten wirtschaftliche Vorteile. Früher verkaufte er zum Beispiel eine 38 Zentimeter lange Kette für 50 Afghani, das sind etwa 86 Eurocent. Jetzt haben seine Produkte eine viel höhere Qualität und er verdient das Doppelte.

Das neue Trainingszentrum, in dem sich Sakhi Murad weitergebildet hat, ist mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aufgebaut worden. Es ist Teil einer Strategie, die Wirtschaft in ländlichen Regionen Afghanistans zu fördern, indem die Voraussetzungen für mehr und bessere Arbeitsplätze geschaffen werden. Juwelier ist in Afghanistan wieder ein Beruf mit Zukunft geworden. Das Schleifen, Fassen, Facettieren und Einsetzen der Edelsteine in Silber- und Goldschmuck erfordert Geschick und Erfahrung. Die Ausbildung umfasst Edelsteinkunde und Verarbeitungstechnik, die Schulung an modernen Maschinen und Design-Grundlagen. Heute gibt es sechs Trainingszentren in den nördlichen Provinzen Balkh, Kunduz, Takhar und Badakhshan. Etwa 400 Juweliere haben sich seit 2011 weitergebildet, derzeit sind 150 eingeschrieben.

Afghanistan ist nicht nur reich an Edelsteinen, auch Kupfer, Gold, Kohle, Lithium und weitere Rohstoffe schlummern in den Böden des Landes. Vor allem auf den mineralischen Rohstoffen ruhen große Hoffnungen, weil sie dem Staat – derzeit zu 90 Prozent von internationalen Gebern abhängig – dringend benötigte, eigene Einnahmen ermöglichen. Der Wert der Rohstoffe wird auf eine bis drei Billionen US-Dollar geschätzt. Genau bestimmen kann dies aber noch niemand. Dafür ist mehr Expertise im Land erforderlich, um Rohstoffvorkommen zu erkunden und zu bewerten. Ein erster Schritt in diese Richtung war der Aufbau des Afghanischen Geologischen Dienstes im Bergbauministeriums, den die GIZ von 2008 bis 2011 im Auftrag der Weltbank unterstützt hat. 200 Geologinnen und Geologen haben sich weitergebildet in der Kartierung, Untersuchung und Bewertung mineralischer Rohstoffe, in Grundlagen der Geowissenschaften sowie in Umwelt- und Sozialstandards. Seit Anfang 2013 unterstützt die GIZ außerdem eine Sondierungsmission für die Erkundung von Technologie-Rohstoffen, die in den Industrieländern zum Beispiel für die Herstellung von Solarzellen, Glasfaserkabeln, Mikrochips oder LCD-Monitoren benötigt werden.

Die GIZ unterstützt den Rohstoffsektor im Auftrag des BMZ mit vielfältigen Maßnahmen und dem Ziel, dass die Bevölkerung vom Reichtum im Boden profitiert. Dies setzt voraus, dass alle Zahlungen und Verträge im Rohstoffsektor transparent sind. Seit 2009 unterstützt die GIZ in Afghanistan die Vorgaben der Initiative für Transparenz im Rohstoffsektor (EITI) umzusetzen. 2010 begann die GIZ, die Regierung bei der Gestaltung der Bergbaupolitik zu beraten, die unter anderem den Verkauf und die Pacht von Rohstoffminen regelt. Die GIZ unterstützt auch den Aufbau einer Bergaufsicht, durch die Gesetze und Vorschriften erst wirksam umgesetzt und kontrolliert werden. Dazu gehören die Kontrolle aller Tätigkeiten, Abläufe und Anlagen in einer Mine sowie die Förderung der Betriebs- und Arbeitssicherheit.

Die Wirtschaftszweige rund um den Bergbau bieten ebenfalls vielfältige wirtschaftliche Perspektiven, die noch ausgeschöpft werden können so wie beim Schmuckhandwerk. Qualifizierte Handwerker wie der Juwelier Sakhi Murad blicken optimistisch in die Zukunft.

Nachhaltiges Wirtschaftswachstum für Afghanistan: Wirtschaft als Motor für Entwicklung Offener Politikberatungsfonds: Politische Reformen fördern