Themenservice Unternehmerische Verantwortung

Themenservice CSR Indien

Jede Gesellschaft braucht leistungsfähige Unternehmen. Umgekehrt funktionieren Unternehmen nur in einer stabilen und leistungsfähigen Gesellschaft. Diese Erkenntnis ist nicht neu, wohl aber Grund dafür, dass sich immer mehr Firmen mit dem Thema Corporate Social Responsibility (CSR) befassen. Besonders für global operierende Unternehmen, deren Wertschöpfungsketten in Schwellen- und Entwicklungsländer hineinreichen, stellt dies eine wachsende Herausforderung dar. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt Firmen dabei, ihr Handeln so auszurichten, dass unternehmerischer Erfolg einhergeht mit verbesserten Lebensbedingungen für die Menschen vor Ort.

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Der Themenservice für Journalisten informiert zu einem aktuellen Thema oder Ereignis mit Bezug zur internationalen Zusammenarbeit. Er umfasst Bilder, Hintergründe und Interviews, stellt Projekte vor und liefert weiterführende Links. Zu jedem Thema vermitteln wir gerne Interviewpartner.

Die Texte und Fotos aus diesem Themenservice stehen Redaktionen zum honorarfreien Abdruck zur Verfügung.

Textilindustrie: Veränderung durch Dialog

Maya Devi aus der indischen Stadt Jaipur wuchs in armen Verhältnissen auf. Sie heiratete jung und bekam früh Kinder. Weil sie keine gute Ausbildung hatte, begann sie in Textilfabriken zu arbeiten – meist für niedrigen Lohn und mit vielen Überstunden. So oder so ähnlich geht es vielen Arbeiterinnen in indischen Textilfabriken. Auch im Nachbarland Bangladesch ist es nicht anders. Zwar gibt es in beiden Ländern einen gesetzlichen Mindestlohn und Regularien gegen massive und unbezahlte Überstunden. Jedoch ist es nicht leicht, die Einhaltung der Gesetze zu kontrollieren. Um ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden, sind deshalb auch die internationalen Unternehmen gefragt, ihren Teil dazu beizutragen, die Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferfabriken zu verbessern.

Die Stiftung des Bekleidungsunternehmens C&A hat im Jahr 2011 die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit einem entsprechenden Programm beauftragt. Dessen Ziel war es, in acht Fabriken in Indien und Bangladesch, die für C&A und andere Marken produzieren, die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern, Überstunden zu reduzieren und die Löhne zu erhöhen. Finanziert hat das Programm die C&A Stiftung gemeinsam mit den involvierten Fabriken. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, gründete die GIZ in den Betrieben Arbeitsgruppen, die sich für nachhaltige Veränderungen einsetzen. Diese bestehen aus Vertretern von Arbeitern, der Personalabteilung und des mittleren Managements. Von der GIZ erhielten diese Teams ein intensives 18-monatiges Coaching zu Themen wie Arbeitsplatzsicherheit, Regelung von Abwesenheiten, Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung und Qualitätsmanagement. Grundlage aller Trainings ist der so genannte Dialogansatz. In dessen Fokus steht die Förderung eines konstruktiven und dauerhaften Dialogs zwischen Arbeitern und Vorgesetzten zu sämtlichen Unternehmensbelangen. Dieser bildet die Voraussetzung für einen kulturellen Wandel, um das Betriebsklima zu verändern und die Position der Arbeiter zu stärken.

In den Fabriken konnte damit viel bewirkt werden. Lakshminath, der im südindischen Bangalore in einer Fabrik der indischen Textilfirma Color Lines als Qualitätsprüfer arbeitet, sagt: „Früher war ich oft sehr wütend und schrie die Arbeiter an, wenn sie Fehler machten. Heute höre ich erst einmal zu, um zu erfahren, was sie zu sagen haben. So verstehe ich die Probleme der Arbeiter besser und finde passende Lösungen.“ Die Arbeiter fühlen sich nun mit ihren Anliegen ernst genommen. Sie können Ausschüsse gründen, um für sie wichtige Dinge selbst anzugehen, wie zum Beispiel einen Kantinenausschuss für die Sicherstellung einer ausgewogenen Ernährung. Durch die verbesserte Kommunikation ist es auch gelungen, eine stärkere Identifikation der Arbeiter mit ihrem Unternehmen zu erreichen. Maya Devi sagt dazu: „Die Vorgesetzten sind sich ihrer Verantwortung gegenüber den Arbeitern bewusst. Die Arbeiter wiederum bekommen die Veränderungen direkt mit und sind motivierter bei der Sache.“ Auch ganz persönlich hat Devi von den Neuerungen profitiert: Zwölf Jahre arbeitete sie als Fadenabschneiderin in der Fabrik der Firma Hues India in Jaipur. Sie sei ihrer Arbeit nachgegangen, ohne sich für die Firma als Ganzes zu interessieren. Zuletzt wollte sie sogar aufhören. Doch die positiven Veränderungen in ihrer Fabrik hätten sie letztlich dazu motiviert, selbst aktiver zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Heute leitet sie mehrere Mitarbeiter ihrer Abteilung an. „Durch das Programm habe ich sehr viel gelernt und das hat mich stärker gemacht“, sagt sie. Sie genießt die Anerkennung, die sie von ihren Vorgesetzten und ihren Kollegen erhält.

Der Schlüssel für bessere Arbeitsbedingungen lag in vielen Fabriken vor allem auch darin, die Produktionsprozesse zu optimieren. Wo beispielsweise vorher alle Teile, aus denen einmal fertige Kleidungsstücke entstehen sollten, kreuz und quer durcheinander lagen, einigten sich die Arbeiter mit ihren Vorgesetzten auf ein bestimmtes Ordnungssystem. Auch nahmen die Arbeitsgruppen die Produktionsplanung genauer unter die Lupe und stellten sicher, dass Verwaltung und Produktion nicht aneinander vorbei agierten. Dies wirkte sich spürbar auf die Arbeitszeit der Angestellten aus: Beispielsweise konnten in einer Fabrik von Color Lines die Überstunden von elf Prozent der Gesamtarbeitszeit auf fast null gesenkt werden, das entspricht einer Verbesserung um 90 Prozent. Und auch auf dem Gehaltszettel steht jetzt mehr, denn die höhere Produktivität der Fabriken sorgt auch für mehr Umsatz, den das Management in Form von Bonuszahlungen zum Teil an die Arbeiter weitergibt. Verdiente ein Arbeiter von Color Lines vor dem Programm 70 US-Dollar im Monat sind es heute 105 US-Dollar.

Für bessere Arbeitsbedingungen sorgt auch eine Krankenschwester in den Fabriken. Sie kümmert sich nicht nur um Krankheitsfälle, sondern schult die Arbeiter in Sachen Ernährung und Hygiene. Durch die Aufklärungsarbeit konnte die Zahl der monatlichen Behandlungen in der Fabrik von Color Lines von 1.000 auf 100 reduziert werden. Regelmäßig kommt auch ein Arzt in die Fabrik. Er betreut unter anderem Schwangere und führt Vorsorgeuntersuchungen durch. Frauen, die Kinder haben, können diese während der Arbeitszeit im Betriebskindergarten betreuen lassen.

„All diese Erfolge waren möglich, weil C&A und wir die Fabrikleitungen von dem unmittelbaren Nutzen für sie überzeugen konnten. Sie haben verstanden, dass sich durch Investitionen in die Verbesserung von Arbeitsbedingungen die Motivation der Arbeiter erhöht, was sich wiederum positiv auf die Produktion auswirkt“, sagt Barbara Mannert, die das Programm bei GIZ International Services koordiniert. Für die Fabrikanten sei das ein profitables Geschäftsmodell und der Ansatz damit entsprechend nachhaltig.

Was in acht Fabriken begann, weitet sich jetzt aus. Beispielsweise gründet Color Lines nun in fünf weiteren Betrieben Arbeitsgruppen, um die Erfolgsstory zu wiederholen.

Porträt: Mit Kind und Kegel nach Dhaka

Magnus Schmid fördert bessere Umwelt- und Sicherheitsstandards in Bangladeschs Textilindustrie. Eine Einsturzkatastrophe machte ihn zum Nothelfer. Er und sein Team unterstützten in dramatischen Stunden und kümmern sich nun auch um Jobs für behinderte Unglücksopfer.

Am Morgen des 24. April 2013 erhielt Magnus Schmid einen Anruf von Gewerkschaftsführerin Nazma Akter; etwas Schreckliches sei passiert: „Ein Gebäude mit fünf Fabriken ist eingestürzt, es gibt bereits acht Tote.“ Niemand konnte zu der Stunde ahnen, dass später über 1.100 Menschen, meist Frauen, die Katastrophe nicht überleben. Hunderte erlitten schwere Verletzungen, viele verloren einen Arm, ein Bein oder ihre Sehkraft.

Am Unglückstag spricht Schmid mit dem Chef der Feuerwehr, Ali Ahmed. Die zwei kennen sich gut, denn die Feuerwehr unterstützt das GIZ-Team bei Brandschutzseminaren für Textilfabriken. Ein paar Stunden später erhalten die Rettungskräfte von Schmid und Co. Wasser, Kekse und Dutzende von Taschenlampen, wenig später noch eine Wärmebildkamera, um Verschüttete aufzuspüren. Solch eine Kamera ist in Bangladesch eine Rarität. Die GIZ nutzt sie sonst, um lokale Berater im Bereich Energie-Effizienz in Fabriken auszubilden.

Mit 2,5 Millionen Euro vom Bundesentwicklungsministerium (BMZ) hilft das GIZ-Team nicht nur bei der medizinischen Behandlung der Unglücksopfer. „Wir fördern mit unseren Partnern berufliche und soziale Rehabilitierung, Umschulung, Jobvermittlung, barrierefreie Arbeitsplätze und kleine Existenzgründungen“, erläutert Schmid.

Magnus Schmid und Nazma Akter arbeiten seit zwei Jahren zusammen. Er leitet für die GIZ das Programm zur Förderung von Sozial- und Umweltstandards in der Textilindustrie und kooperiert eng mit der Awaj Foundation, die von der Gewerkschafterin gegründet wurde. „Gemeinsam betreiben wir 18 Frauencafés in Dhaka“, sagt der Bayer.

Er besucht heute solch einen Treff am Stadtrand. Drei Dutzend Arbeiterinnen sitzen in zwei schlichten Räumen auf Matten und Tüchern. Eine unterrichtet über die Bezahlung von Überstunden und Arbeitszeiten. In einem Nebenraum spielen Arbeiterinnen „Parcheesi“, eine Version von „Mensch ärgere Dich nicht“. Der Deutsche setzt sich dazu. Es wird gekichert, diskutiert und gelernt. Wer auf ein Feld mit Fragezeichen rückt, sollte sich im Arbeitsrecht ein bisschen auskennen. Denn wer falsch antwortet muss einmal beim Würfeln aussetzen. Das Spiel ist Teil des Trainings für die Frauen, die auch lernen, sich zu artikulieren und dem Chef gegenüber selbstbewusster aufzutreten.

„Wir haben einiges erreicht, auch Lohnerhöhungen, Frauen in höheren Positionen, Unterstützung durch Rechtsanwälte“, sagt Nazma Akter. Sie musste als 11-Jährige, als Kinderarbeit noch nicht verboten war, für einen Hungerlohn in einer Textilfabrik schuften. Auch heute gebe es noch Eigentümer, die sich nicht um die Sicherheit kümmern. Brennende und einstürzende Fabriken mit vielen Toten machen dann Schlagzeilen. Schmid sieht nach vorn: „Trotz vieler Probleme – es gibt Fortschritte auch bei Sicherheit und Arbeitsbedingungen.

In ein paar ruhigen Minuten erzählt der 43 Jahre alte Diplom-Agraringenieur aus seinem Leben: „Meine Familie gibt mir den nötigen Rückhalt für meinen Job, besonders auch in so schrecklichen Tagen wie im April.“ Der gebürtige Rosenheimer lebt mit seiner Ehefrau aus Hamburg und den drei Kindern im Alter zwischen 5 und 13 Jahren in der schnell wachsenden 15-Millionen-Metropole Dhaka. Vom Appartement der Schmids in einem Viertel mit Ausländern und Geschäftsleuten sind GIZ-Büro, Schule und Kindergarten nicht weit.

Schmid mag seinen Job. „Es ist wichtig, die Menschen in diesem armen Land zu unterstützen. Das liegt mir am Herzen.“ Sein Vater arbeitete viel im Ausland. So kam der Junior mit zehn Jahren nach Chile. „Das Leben dort hat mir wichtige soziale Impulse gegeben.“ Für die GIZ war Schmid bereits in Lateinamerika, Afrika und Asien aktiv. Er hat zum Beispiel Gemüsekooperativen in Guatemala beraten, für Bauern im Jemen Radiosendungen organisiert und in Angola geholfen Panzer- zu Traktorfahrern umzuschulen.

Heute freut er sich, dass es bei den Textilarbeiterinnen in Bangladesch langsam vorangeht. Durch die Arbeit von Multiplikatoren, durch Seminare, Trainingskurse und Fortbildung konnte der Dialog zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen auch in Konfliktfällen verbessert werden. „In bisher 450 Fabriken mit über 500.000 Beschäftigten hat dies für Verbesserungen gesorgt“, zieht Schmid Bilanz. Michael Meyer

Gemeinsam für nachhaltiges Palmöl

Es steckt in etwa der Hälfte aller Produkte im Supermarkt: in Margarine, Keksen, Schokolade, aber auch in Lippenstift, Waschmittel und Kerzen. Palmöl ist eines der wichtigsten Pflanzenöle der Welt. Jedes Jahr werden rund 54 Millionen Tonnen Palmöl produziert – und mit zunehmender Weltbevölkerung wächst auch der Bedarf an dem Rohstoff.

In Deutschland werden heute schon rund 1,6 Millionen Tonnen Palmöl im Jahr verbraucht. Doch nur etwa 40 Prozent davon ist zertifiziertes, also nachhaltig produziertes, Öl. Das soll sich jetzt ändern: Anfang September haben Vertreter aus Industrie, Handel, Nichtregierungsorganisationen und Bundesregierung das „Forum Nachhaltiges Palmöl“ gegründet. Ziel ist es, in Deutschland den Anteil nachhaltig produzierten Palmöls möglichst schnell auf 100 Prozent zu steigern.

Das Forum geht aus einer Initiative der Unternehmen Henkel AG, REWE Group und Unilever sowie dem WWF hervor und wird vom Bundesministerium für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft (BMELV) finanziell gefördert. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH betreibt im Auftrag des BMELV das Sekretariat.

Mittlerweile ist das Forum bereits auf 27 Mitglieder gewachsen, darunter namhafte Unternehmen wie Beiersdorf, Edeka, Kaufland, Nestlé oder die Drogeriemarktkette dm. „Alle haben sich mit ihrer Mitgliedschaft verpflichtet, bis Ende 2014 nur noch nachhaltig produziertes Palmöl zu verwenden. Das ist ein klares, aber auch herausforderndes Ziel“, erklärt Daniel May, GIZ-Experte und Generalssekretär des Forums.

Der Anbau von Ölpalmen wird oft kritisiert. Noch immer geht er mit der Zerstörung von Regenwald einher oder die Palmen werden auf ehemaligem Torfboden gepflanzt, wodurch große Mengen Kohlendioxid freigesetzt werden. Auch indigene Bevölkerungsgruppen werden zum Teil von ihrem Grund und Boden vertrieben, um Palmölplantagen aufzubauen. Aufgrund der weltweiten Kritik wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Zertifizierungssysteme entwickelt, um den Anbau der Ölpalmen nachhaltiger zu gestalten. Der am weitesten verbreitete Standard ist der des „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO). Neben dem RSPO-Standard gibt es auch noch andere Nachhaltigkeit-Standards wie der der Rainforest Alliance oder der ISCC (International Sustainability Carbon Certification).

All diese Standards werden vom Forum Nachhaltiges Palmöl akzeptiert. „Allerdings sind sich die Mitglieder einig, dass die Standards verbessert werden sollen. Genau daran arbeiten wir im Rahmen des Forums“, sagt May. Dabei geht es zum Beispiel um klare Reduktionsziele für Treibhausgase, um ein Verbot des Anbaus von Ölpalmen auf Torfböden und des Einsatzes von gefährlichen Pestiziden. „Das ist eine große Aufgabe und es ist wichtig hier voranzukommen. Ich bin froh, dass wir mit dem Forum auf dem Weg sind, diese Veränderungen anzugehen, auch wenn es noch viel zu tun gibt.“

Nicht zuletzt liegt es in der Hand der Verbraucher, nur noch solche Produkte zu kaufen, die nach nachhaltigen Kriterien produziert worden sind.

Basisstandard für nachhaltigen Kaffeeanbau

Nicht Bier ist das Lieblingsgetränk der Deutschen, sondern Kaffee. 150 Liter jährlich oder zweieinhalb Tassen täglich trinken wir pro Kopf im Jahr. Damit es ein ungetrübter Genuss bleibt, begleitet die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH seit 2003 die Initiative 4C. Die Abkürzung steht für „The Common Code for the Coffee Community”. Den Anfang machten der deutsche Kaffeeverband und die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Heute ist daraus eine 300 Mitglieder zählende Organisation erwachsen, darunter das Who is Who der internationalen Kaffeebranche. Rund zehn Prozent des weltweit vermarkteten Kaffees stammen bereits heute aus nachhaltigem Anbau. Das Ziel der 4C-Initiative ist es, dass innerhalb der kommenden fünf Jahre der Anteil von geprüftem und zertifiziertem Kaffee auf ein Viertel der Weltmarktproduktion steigt.

Mit Unterstützung der GIZ haben Industrie und Handel, Kaffeeproduzenten und Zivilgesellschaft unter dem Dach von 4C einen Basisstandard für den Anbau und die Verarbeitung von Kaffee entwickelt. Dieser wurde ergänzt durch Verpflichtungen für Industrie und Handel und ein weitreichendes Unterstützungsprogramm für die Produzenten, das von der Kaffeeindustrie der Importländer finanziert wird: Die Kaffeebauern erhalten Trainings zu nachhaltigen Anbaumethoden. Dadurch können sie zum Beispiel mit weniger Pestiziden umweltschonend eine bessere Qualität produzieren. Gleichzeitig steigern sie die Produktivität und damit ihre Einkünfte. 800.000 Bäuerinnen und Bauern in 21 Ländern profitieren bereits davon. Und natürlich auch die Konsumenten, die sicher sein können, dass der Anbau ihres Kaffees die Natur schont und vielen Menschen eine bessere Existenz sichert.

Philipp Schukat von der GIZ hebt hervor: „Der Basisstandard 4C ist für die Produzenten auch eine hervorragende Grundlage, um sich mit wenig Trainingsaufwand zusätzlich für weitere Standards zu qualifizieren. Damit können sie sich noch besser am Weltmarkt positionieren.“ Die 4C-Initiative arbeite dazu bereits mit Fairtrade International, Rainforest Alliance und UTZ Certified zusammen.

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