„Wirkung messen – Zu Wirkung beitragen“: Neuer Evaluierungsbericht der GIZ liegt vor

19.10.2015

Bonn. Die Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH wirkt. Das belegt der aktuelle Monitoring- und Evaluierungsbericht Wirkung messen – zu Wirkung beitragen, für den zwischen 2012 und 2014 mehr als 200 Projekte auf den Prüfstand gestellt wurden. Im Ergebnis werden drei Viertel der Projekte besonders positiv bewertet: 69 Prozent bekamen eine Zwei („gutes Ergebnis ohne wesentliche Mängel"), sechs Prozent sogar ein „Sehr gut".

Die Evaluierung erfolgt dabei nach weltweit einheitlichen Standards mit fünf Schlüsselkriterien, die durch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) beschlossen wurden: Relevanz, Effektivität, übergeordnete politische Wirkungen, Effizienz und Nachhaltigkeit. Hier konnte sich die GIZ im Vergleich zum letzten Evaluierungsbericht, der den Zeitraum zwischen 2010 und 2012 erfasst, im Gesamtwert von 2,4 auf 2,2 verbessern. Mit einer Note von 1,5 schneidet sie im Bereich Relevanz am besten ab.

Aber der Bericht soll keine Leistungsschau sein. „Wir möchten wissen, wo wir erfolgreich sind, und das auch nach außen tragen. Aber mindestens genauso wichtig ist für uns zu erfahren, was noch nicht so gut funktioniert", erklärt Christoph Beier, stellvertretender Vorstandssprecher der GIZ. „Um unsere Arbeit noch wirkungsvoller zu gestalten, müssen wir die Gründe für Erfolge und Misserfolge unserer Arbeit kennen, um Konsequenzen daraus zu ziehen."

Der Evaluierungsbericht zeigt, dass viele Projekte genau da ansetzen, wo sie gebraucht werden und effizient dabei helfen, Lebensbedingungen der Menschen vor Ort und auch global zu verbessern. Gleichzeitig konnte der Bericht auch Lernfelder identifizieren: Bei der Konzeption wird inzwischen die langfristige Verankerung der Projekte noch stärker in den Blick genommen, um eine dauerhafte Wirkung zu erreichen. Auch positive Ergebnisse zahlen auf die zukünftige Arbeit ein: Denn zu wissen, was erfolgreich ist, bestärkt die Motivation der GIZ, weltweit positive Veränderungen zu gestalten.

Ziel der GIZ sei es, so Beier weiter, zusammen mit Partnern, Lebensbedingungen von Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern dauerhaft zu verbessern. Die im Monitoring- und Evaluierungsbericht erfassten Ergebnisse leisteten daher einen wichtigen Beitrag zu einem transparenten und produktiven Lernprozess. Nur mit systematischer und strukturierter Analyse könne die GIZ ihre Dienstleistung kontinuierlich und zielgerichtet verbessern.

Der Bericht erscheint alle zwei Jahre und fokussiert in diesem Jahr vor allem auf die Themen Gesundheit, Bildung und ländliche Entwicklung, sowie auf die Frage, wie die Arbeit der GIZ noch mehr Menschen erreichen kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.

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GIZ-Pressekontakt, Jörn Leonhardt
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