EUNIDA

Das „European Network of Implementing Development Agencies“ (EUNIDA) ist ein Zusammenschluss europäischer nationaler Durchführungsorganisationen der internationalen Zusammenarbeit. Es hat die Rechtsform einer „Europäischen Wirtschaftlichen Interessenvereinigung“ (EWIV). Die GIZ als Gründungsmitglied ist seit dem Jahr 2000 im EUNIDA-Netzwerk.

EUNIDA bündelt die Ressourcen der Mitgliedsorganisationen für Aufgaben und Maßnahmen der internationalen Zusammenarbeit. Der Zusammenschluss ist Ansprechpartner für die Europäische Union (EU).

EU-Institutionen beauftragen EUNIDA direkt mit der Planung, dem Management und der Durchführung von Projekten und Programmen. Über die Leitung dieser Vorhaben wird anhand bestimmter Qualitätskriterien EUNIDA-intern entschieden. Alle Mitglieder sind grundsätzlich aufgerufen, sich an der Implementierung zu beteiligen. Das Sekretariat wählt für die optimale Umsetzung der jeweils anstehenden Projekte unter den Mitgliedsorganisationen diejenigen mit den passenden fachlichen und regionalen Kompetenzen aus. So kann der Verband komplexe Dienstleistungen anbieten, die ein Mitglied allein nur schwer erbringen könnte.

Elf EU-Mitgliedsländer sind im EUNIDA-Netzwerk über die folgenden Organisationen vertreten:

  • Agency for European Integration and Economic Development (AEI)  – Österreich
  • Belgian Technical Cooperation (BTC) – Belgien
  • Central Project Management Agency (CPMA) – Litauen
  • CrownAgents – Großbritannien
  • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH - Deutschland
  • European Public Law Centre (EPLC) – Griechenland
  • Hungarian International Development Assistance (HUN-IDA) – Ungarn
  • International-Ibero-american Foundation of Administration and Public Policies (FIIAPP) – Spanien
  • France Expertise Internationale (FEI) – Frankreich
  • Luxembourg Agency for Development Cooperation (Lux-Development) – Luxemburg
  • Netherlands Development Organisation (SNV) – Niederlande

Die Mitglieder wechseln sich in einem regelmäßigen Turnus in der Geschäftsführung und Präsidentschaft des Netzwerks ab. So stellte beispielsweise die GIZ in den Jahren 2010 und 2011 den Präsidenten. 2012 übernimmt ein Vertreter des britischen Partners Crown Agents dieses Amt, die Brüsseler Niederlassung der GIZ stellt den Vizepräsidenten. Damit gestaltet das Unternehmen weiterhin die Zukunft von EUNIDA maßgeblich mit.

EUNIDA ist offen für weitere Entwicklungsorganisationen anderer EU-Mitgliedstaaten. Je EU-Nation kann eine Institution Mitglied bei EUNIDA werden, die bestehenden Mitglieder entscheiden über die Aufnahme.

Weitere Informationen