Portraits: Wir entwickeln Zukunft

Was ist eigentlich ein Zukunftsentwickler? Auf diese Frage gab es bei der zweiten Kontakt- und Informationsbörse „Engagement Fairbindet“ im Mai 2012 vielfältige Antworten. Rund 100 Akteure der Internationalen Zusammenarbeit gaben im Park des ehemaligen Bundeskanzleramtes in Bonn einen Einblick in ihre Arbeit. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die Engagement Global gGmbH, KfW und GIZ hatten zu der Veranstaltung eingeladen.

Zukunftsentwickler, das sind vor allem Menschen, die sich mit großem persönlichem Engagement für die Internationale Zusammenarbeit einsetzen. In Portraits und kurzen Gesprächen berichteten bei „Engagement Fairbindet“ auch mehrere GIZ-Mitarbeiter, wie ihr persönlicher Beitrag für die Welt von morgen aussieht.

Marx

Jolanthe Marx, Gruppe Europa / Projektleiterin, GIZ

Mein Beitrag für die Welt von morgen:

Als Projektleiterin der Informations- und Beratungsstelle für Praxiserfahrung im Ausland (IBS) trage ich zum internationalen Austausch und Dialog bei. Wir fördern die Mobilität in der beruflichen Weiterbildung und machen Menschen fit für den internationalen Arbeitsmarkt.

Für mich hat die Zukunft begonnen, wenn jeder Mensch Zugang zu Bildung und Auslandsqualifizierungsmaßnahmen hat.

Zimmermann

Lutz Zimmermann, Leiter Bereich Deutschland, GIZ

Mein Beitrag: Ich hole Zukunftsdenker zu einem Dialog nach Deutschland.

Was mich motiviert: Durch Internationale Zusammenarbeit zur Lösung globaler gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen zu können.

Drei Dinge, die ich unbedingt in die Welt von morgen mitnehmen möchte...
... unseren konstruktiven Gestaltungswillen
... die Leidenschaft für die Sache
... unsere zahlreichen Verbündeten.

Wradak

Dr. Yahya Wardak, Integrierte Fachkraft in Afghanistan, Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)

Für mich hat Zukunft begonnen, wenn jeder Mensch im Westen, Osten, Norden und Süden gleiche Chancen zur Bildung, Gesundheit und Entfaltung seiner Persönlichkeit hat.

Auch in Zukunft müssen wir Lösungsansätze und Projekte aus den Gegebenheiten und Problemen vor Ort entwickeln, dazu das lokale Wissen und die lokalen Methoden nutzen und immer zuerst die Basis und die Infrastrukturen schaffen.

Derya_Donmez

Derya Dönmez, 2007-2008 Teilnehmer des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP)

Durch meine Teilnahme am PPP und der damit verbundenen Rolle als „Mini-Botschafter“ konnte ich den interkulturellen Austausch mit den USA fördern.

Das Glück, in einer der führenden Industrienationen aufgewachsen zu sein, motiviert mich, das erlangte Wissen mit benachteiligten Gruppen zu teilen.

Die Zukunft hat begonnen, wenn jeder Mensch ein wenig selbstloser wird und sich an den kleinen Dingen im Alltag erfreut.

Dressel

Silja Dressel, Abteilung Umwelt und Klima, GIZ

Ich bin überzeugt, dass ich als Zukunftsentwicklerin verstärkt „um mehrere Ecken“ und über sektorale „Tellerränder“ hinaus denken muss und möchte. Auch eine gute Portion Humor erweist sich von Vorteil, denn ein Lächeln öffnet weltweit die Türen für eine konstruktive Zusammenarbeit.

Die Zukunft hat begonnen, wenn jeder Mensch sich mehr als Teil einer Gemeinschaft versteht, mit den gleichen Chancen ins Leben startet und im Einklang mit der Natur lebt.

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