Integriertes Management des grenzübergreifenden Wassereinzugsgebiets des Rio Libón in der Dominikanischen Republik und Haiti

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Integriertes Management des grenzübergreifenden Wassereinzugsgebiets des Rio Libón in Dominikanische Republik / Haiti
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Dominikanische Republik, Haiti
Politischer Träger: Dominikanisches und haitianisches Planungsministerium
Gesamtlaufzeit: 2010 bis 2013

Ausgangssituation

Im Grenzgebiet zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti nehmen Waldflächen und Baumbestand stark ab. Die Folgen sind eine zunehmende Degradierung der natürlichen Ökosysteme und die Reduzierung von Einkommensmöglichkeiten aus der Nutzung der natürlichen Ressourcen. Aber gerade die wachsende Armut breiter Bevölkerungsgruppen und das Fehlen von Einkommensalternativen verstärken den Druck auf die natürlichen Ressourcen. Im grenzüberschreitenden Einzugsgebiet des Flusses Libón gefährden Entwaldung, Erosion und der Verlust fruchtbaren Bodens zunehmend die Lebensbedingungen und Perspektiven armer Bevölkerungsgruppen.

Die Dominikanische Republik hat 1997 das nationale Wiederaufforstungsprogramm Quisqueya Verde und 2008 gemeinsam mit Haiti das Programm Frontera Verde ins Leben gerufen. Das Konzept von Frontera Verde umfasst neben der Wiederaufforstung auch die Verbesserung der Lebensbedingungen. Bisher mangelt es jedoch an partizipativ entwickelten und an den Bedarfen der Zielbevölkerung sowie auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Ansätzen und Modellen.

Ziel

Im grenzübergreifenden Einzugsgebiet des Flusses Libón sind entwaldete Flächen regeneriert, von Degradierung bedrohte Flächen stabilisiert und Ressourcen schonende Bewirtschaftungsmethoden verstärkt umgesetzt.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt das grenzüberschreitende Programm Frontera Verde. Es umfasst grenzübergreifende Aufforstung, die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Bewirtschaftungsmodelle in den Grenzgemeinden und die Stärkung institutioneller staatlicher und nichtstaatlicher Ressourcen und Leistungsfähigkeit, insbesondere zur grenzübergreifenden Kooperation.

Die Leistungen des Vorhabens sind darauf ausgerichtet, klar definierte Veränderungsprozesse unter Federführung der Partner zu entwickeln, umzusetzen und auf ihre Wirkung hin zu überprüfen. Die lokalen Erfahrungen sowie methodischen Ansätze sollen auf nationaler Ebene bereitgestellt und im Rahmen der bestehenden Programme Quisqueya Verde und Frontera Verde verbreitet werden.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Das Projekt stärkt die Kompetenzen der Umweltministerien, der Gemeinden sowie von Basisorganisationen zur Wiederherstellung von degradierten Flächen. Auf kommunaler Ebene werden die Umweltministerien befähigt, den Ansatz des nationalen Aufforstungsprogramm Quisqueya Verde effizienter an den spezifischen Bedarfen der Zielgruppen in beiden Ländern auszurichten und Gemeinden und Basisgruppen besser in die Umsetzung einzubeziehen. Daneben werden die Kompetenzen zur Kooperation, sowohl zwischen der nationalen und lokalen Ebene, als auch in der grenzüberschreitenden Abstimmung gestärkt. Dadurch können die natürlichen Ressourcen und die Biodiversität erhalten, die Desertifikation vermindert sowie die Einkommensarmut und die Konfliktpotenziale reduziert werden.

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