Auf in neue Märkte mit dem Projektentwicklungsprogramm Subsahara-Afrika

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Projektentwicklungsprogramm (PEP) Subsahara-Afrika III
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien
Gesamtlaufzeit: 2015 bis 2018

Projektentwicklungsprogramm (PEP) Ostafrika. Solarinstallation Lamu Island, Kenia. © GIZ

Ausgangssituation

Der Energiebedarf in Schwellen- und Entwicklungsländern wächst rasant und Investitionen in die Energieversorgung dulden deshalb keinen Aufschub. Gleichzeitig haben die Zukunftsmärkte dort großes Potenzial für erneuerbare Energien und Energieeffizienzlösungen. Da die Kosten für die Technologien stetig sinken, sind erneuerbare Energien auch wirtschaftlich eine zunehmend interessante Alternative zur herkömmlichen Energieproduktion. Auch deutschen Unternehmen, weltweit bekannt durch die Vorreiterrolle Deutschlands beim Ausbau erneuerbare Energien, bietet die Region große Absatzchancen: Produkte und Serviceleistungen deutscher Unternehmen bieten zuverlässige, innovative und qualitativ hochwertige sowie an lokale Gegebenheiten angepasste ganzheitliche Lösungen.

Für kleine und mittlere Unternehmen ist der Schritt in neue Märkte, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländer, riskant. Das Potenzial für erneuerbare Energien und Energieeffizienzlösungen ist in Subsahara-Afrika und in Südostasien beachtlich – tatsächliche Märkte stehen jedoch noch ganz am Anfang. Um als ausländisches Unternehmen in diesen Ländern Fuß zu fassen, sind ein lokaler Partner, erste Referenzprojekte vor Ort und ein langer Atem unerlässlich.

Ziel

Deutsche Unternehmen nutzen die Unterstützung des Projektentwicklungsprogramms als einen wichtigen Baustein für den nachhaltigen Markteintritt in Entwicklungs- und Schwellenländer. In den beteiligten Ländern werden erneuerbare Energien und energieeffiziente Lösungen – made in Germany – verstärkt verbreitet.

Vorgehensweise

Das Projektentwicklungsprogramm der GIZ begleitet deutsche Unternehmen bei ihrem Schritt in vielversprechende, aber noch schwierige, wenig entwickelte Märkte. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), und im Rahmen der Exportinitiative Energie, begleitet es Unternehmen in den verschiedenen Phasen der Marktpositionierung und der Projektentwicklung. Das Programm unterstützt beim Transfer von Technologien und Know-how, fördert nachhaltige Marktstrukturen und damit die Verbreitung erneuerbarer Energien und energieeffizienter Lösungen.

Die Aktivitäten richten sich nach dem Angebot der klassischen Außenwirtschaftsförderung in den jeweiligen Ländern sowie den sich für die deutschen Unternehmen ergebenden Marktopportunitäten.

Das Projektentwicklungsprogramm führt einen lebendigen Branchendialog. Durch Delegationsreisen, Informations- oder Fachveranstaltungen werden bilaterale Unternehmenspartnerschaften angebahnt oder intensiviert. Vertrauenswürdige lokale Partner ermöglichen den Eintritt in afrikanische und südostasiatische Märkte. Darüber hinaus hilft das Projektentwicklungsprogramm dabei, Referenzprojekte anzubahnen und umzusetzen. Es leitet Ausschreibungen weiter und berät dazu bei Bedarf.

Kenia. Bau einer Solaranlage in Mombasa. © GIZ

In Workshops in den Zielländern kommen potenzielle Endkunden für deutsche Technologie- und Serviceleistungen mit deutschen Unternehmen vor Ort zusammen. Trainings deutscher Unternehmen für lokale Installateure und Akteure fördern frühe Kundenbindung und Vertrauen. Das Projektentwicklungsprogramm initiierte Arbeitsgruppen, in denen innovative, unter aktuellen Rahmenbedingungen schon wirtschaftliche Geschäftsmodelle diskutiert und Ideen zur Minimierung von Transaktionskosten und Risiken erarbeitet werden.

Um die Rahmenbedingungen in den Zielländern langfristig zu verbessern, berät das Programm, ergänzend zu den bilateralen Vorhaben der GIZ, vor allem zu technischen Themen, wie Grid-Codes oder Ausschreibungsstandards.

Das Projektentwicklungsprogramm setzt auf die Privatwirtschaft als Motor für Investitionen in eine zukunftsfähige Energieversorgung und unterstützt die Entwicklung nachhaltiger Märkte für deutsche Spitzentechnologie.