Unterstützung des SADC Regional Peacekeeping Training Centre (SADC RPTC)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Unterstützung des SADC Regional Peacekeeping Training Centre (SADC RPTC)
Auftraggeber: Auswärtiges Amt (AA)
Land: Southern African Development Community (SADC): Angola, Botsuana, Demokratische Republik Kongo, Lesotho, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Mosambik, Namibia, Sambia, Seychellen, Simbabwe, Südafrika, Swasiland, Tansania
Politischer Träger: Sekretariat der Southern African Development Community (SADC); Directorate for Politics, Defence and Security Cooperation
Gesamtlaufzeit: 2011 bis 2013

Harare, Simbabwe. Teilnehmende an einem Kurs für Gefängnispersonal des SADC RPTC. © GIZ

Ausgangssituation

Als eine von fünf regionalen Organisationen in Afrika ist die Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (Southern African Development Community, SADC) von der Afrikanischen Union (AU) mit der Aufgabe betraut worden, einen Beitrag für eine gemeinsame afrikanische Eingreiftruppe zu leisten. Beim Aufbau der SADC-eigenen Truppe wird das Sekretariat der SADC durch das SADC Regional Peacekeeping Training Centre (RPTC) unterstützt. Standort des SADC RPTC ist Harare, Simbabwe. Das RPTC ist eine SADC-Institution, die dem SADC-Sekretariat in Gaborone, Botswana untergeordnet ist. Dort wird ziviles, polizeiliches und militärisches Personal auf einen potenziellen Einsatz in einer Friedensmission vorbereitet.

Ziel

Das SADC RPTC etabliert sich als das regionale Exzellenzzentrum in der Region Südliches Afrika und bildet künftige afrikanische „Peacekeeper“ gemäß internationalen Standards für den Einsatz in Friedensmissionen aus.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt das SADC RPTC insbesondere durch Beratung bei der Konzeption und Durchführung von Trainingskursen speziell für Polizisten sowie durch sogenannte „multidimensionale“ Kurse, in denen Zivilisten, Polizisten und Soldaten gemeinsam auf den Einsatz in Friedensmissionen vorbereitet werden. Dabei werden den Kursteilnehmern und Kursteilnehmerinnen Inhalte wie Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und des humanitären Völkerrechts, Gender, Gesundheitsprävention und Schutz von Zivilisten in Krisengebieten nahegebracht. Durch eine Diversifizierung der Kurszielgruppe (Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus verschiedenen Mitgliedsstaaten und von Nichtregierungsorganisationen) und durch die multidimensionalen Kurse unterstützt das Vorhaben zudem den Erfahrungsaustausch zwischen Repräsentanten aus den SADC-Mitgliedsstaaten und die Bildung regionaler Fachnetzwerke.

Gleichzeitig stärkt das Projekt die Fähigkeiten der am Zentrum tätigen Fachkräfte durch Fortbildungen und Managementtrainings. Zudem fördert es den Austausch mit laufenden Friedensmissionen, anderen nationalen und regionalen Trainingszentren sowie mit der Afrikanischen Union, um regionale und panafrikanische Lernprozesse zu ermöglichen.

Darüber hinaus werden Ausstattungsmaßnahmen und Renovierungsarbeiten organisiert und finanziert, so dass die Teilnehmenden künftig in 30 Räumen im Zentrum selbst untergebracht werden können.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Ein regelmäßiger Austausch mit anderen nationalen und regionalen Trainingszentren, sowie insbesondere ein Besuch der UN-Mission in der Côte d’Ivoire und beim deutschen Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF), haben dazu beigetragen, die am Zentrum durchgeführten Kurse auf internationalen Standard anzuheben. Lehrinhalte konnten in neuen spezialisierten Pilotkursen entwickelt und angeboten werden, die in dieser Form auf dem afrikanischen Kontinent einzigartig sind.

Harare, Simbabwe. Teilnehmende am Wahlbeobachterkurs des SADC RPTC. © GIZ

In allen Kursen werden wichtige übergreifende Themen wie Gender und die Bekämpfung der Verbreitung von HIV/AIDS behandelt. 2011 wurden mehr als 150 Teilnehmende aus sämtlichen 14 amtierenden SADC-Mitgliedsstaaten am Zentrum ausgebildet, wovon ungefähr die Hälfte zivile Fachkräfte und mehr als ein Drittel Frauen waren. 2012 kann mit rund 250 Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern bereits von einer Auslastung des Zentrums ausgegangen werden.