Umwelt-Monitoring-Systeme

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Umwelt-Monitoring-Systeme in Russland
Auftraggeber: Technisches Hilfsprogramm der Europäischen Union für die Gemeinschaft unabhängiger Staaten und die Mongolei (TACIS)
Land: Russische Föderation
Politischer Träger: Ministerium für Natürliche Ressourcen der Russischen Föderation
Gesamtlaufzeit: Januar 2001 bis Dezember 2003

Ausgangssituation

Die Zusammenarbeit im Bereich nationaler Umwelt-Monitoring-Systeme (UMS) genießt bei den europäischen Entscheidungsträgern hohe Priorität. Besonderes Augenmerk gilt dabei einer vereinheitlichten Datenerfassung, die die objektive Bewertung der Umweltzustände und damit auch länderübergreifende Umweltschutzmaßnahmen effektiv ermöglichen soll. Bezüglich der gewünschten Vereinheitlichung besteht in Russland Nachholbedarf: Das ehemals stark zentralisierte UMS wurde reformbedingt in regionale Systeme zerteilt und nicht adäquat finanziert. GTZ International Services berät die russische Regierung daher beim Aufbau einer einheitlichen Umwelt-Datenerhebung, die den internationalen Standards entspricht und mit den europäischen Systemen kompatibel ist.

Ziel

Ziel des Projektes ist es, eine Umwelt-Datenerhebung in Russland zu etablieren, die den Anforderungen der Aarhus-Konvention entspricht. Demnach sollen das nationale Management-System sowie die Richtlinien zu Datenerhebung und Berichterstattung einen einheitlichen Standard erfüllen, der den länderübergreifenden Datenaustausch reibungslos ermöglicht.

Vorgehensweise

Die Aktivitäten des Projektes konzentrierten sich auf mehrere Teilaspekte von Umwelt-Monitoring-Systemen auf föderaler und regionaler Ebene. So haben wir bestehende Systeme zur Vereinheitlichung der Datenerfassung analysiert und kommentiert und die Implementierung eines einheitlichen Systems methodisch wie fachlich unterstützt – zum Beispiel erneuerten wir die technische Ausstattung der beteiligten Institutionen, um eine möglichst reibungslose Systemeinführung sicherzustellen. Bei der Implementierung standen zwei Pilotregionen mit verschiedenen Beobachtungsschwerpunkten im Mittelpunkt des Interesses: In der Region Kaluga richteten wir ein System zur Überwachung von Oberflächenwasser ein, in der Region Perm ein System zur Kontrolle der Luftreinheit.

Um das entstehende Monitoring-Netzwerk zudem für alle Beteiligten nutzbar zu machen, förderten wir den Informationsaustausch zwischen den nationalen und internationalen Institutionen – zum Beispiel durch eine Internet-Präsenz oder die Etablierung von regionalen Informations- und Analysezentren in den Pilotregionen.