Anpassung landwirtschaftlicher Anbaumethoden der Karimojong an den Klimawandel in der Subregion Karamoja

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Anpassung landwirtschaftlicher Anbaumethoden der Karimojong an den Klimawandel in der Subregion Karamoja (Entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Uganda
Politischer Träger: Büro des Premierministers Uganda
Gesamtlaufzeit: 2011 bis 2016  

Uganda.   © GIZ

Ausgangssituation

In der semiariden Region Karamoja im Nordosten Ugandas herrschen schwierige klimatische Bedingungen. Die Region wurde durch Jahrzehnte andauernde interne Konflikte destabilisiert. Viele der Karimojong, traditionell Viehnomaden, verloren so ihr Vieh, verließen die Region oder versuchten ihre Lebensgrundlagen auf Ackerbau umzustellen. Während die internen Konflikte in den vergangen Jahren zurückgegangen sind, wirkt sich der Klimawandel immer stärker aus. Dürreperioden und ungewöhnliche Regenfälle treten häufiger auf und bedrohen damit die Ernährungssicherheit der vom Ackerbau abhängigen Bevölkerung.

Seit 2009 unterstützt die GIZ gemeinsam mit dem Büro des Premierministers Uganda die Stabilisierung der Lebensgrundlagen der Karimojong durch das Vorhaben „Förderung der Ernährungssicherheit und Stärkung friedlicher Konfliktbearbeitung in der Subregion Karamoja“. Im Jahr 2011 wurde die GIZ zudem vom BMZ mit der Durchführung des Vorhabens „Anpassung landwirtschaftlicher Anbaumethoden der Karimojong an den Klimawandel“ beauftragt.

Ziel

Die Lebensgrundlagen der von den negativen Auswirkungen des Klimawandels in ihrer Existenz gefährdeten Bevölkerung sind durch die Etablierung gemeindebasierter Katastrophenvorsorge, angepasster landwirtschaftlicher Methoden und Maßnahmen zum nachhaltigen Ressourcenmanagement verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben unterstützt die Bevölkerung im Projektgebiet in folgenden Bereichen:

  • Stärkung lokaler Kapazitäten in der Katastrophenvorsorge
  • Nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen
  • Wasser für landwirtschaftliche Produktion
  • Landwirtschaftliche Produktion mit Viehhaltung

Das Vorhaben baut auf den Erfahrungen des Ernährungssicherungsvorhabens auf. Es verfolgt einem partizipativen Ansatz und bezieht nicht nur die politischen Partner, sondern auch die Zielgruppe systematisch in alle Planungs- und Implementierungsschritte ein. Dabei dienen Ansätze der gemeindebasierten Katastrophenvorsorge als Rahmen, in dem die Projektaktivitäten implementiert werden. Es werden Strukturen zur Selbsthilfe der Bevölkerung gebildet und gefördert und die Zusammenarbeit der Bevölkerung mit den lokalen Regierungsstrukturen wird unterstützt. Zudem wird die Bevölkerung befähigt, ihre landwirtschaftliche Produktion an die klimatischen Bedingungen anzupassen. Dabei wird ein schonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen gefördert, und zwar sowohl auf Seiten der Bevölkerung als auch auf Seiten der Distriktregierung. Innovative und umweltschonende Methoden werden eingeführt und verbreitet.

Uganda. Use of participatory theatre in field extension work, November 2013 in Napak District Photo by Jessika Loeser, © GIZ CCA Karamoja

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

Zu den zentralen wirtschaftlichen Aktivitäten der Karimojong – dem Brennen von Kohle und Ziegelsteinen – wurden Alternativen geschaffen. Frauengruppen wurden in der Herstellung von energieeffizienten Herden ausgebildet und werden im Verkauf unterstützt. 400 Jugendliche erlernten eine Technik zur Herstellung von Ziegelsteinen, welche nicht gebrannt werden müssen.