EU-weites Netzwerk zur Reform des Wärmeenergiesektors (RegEnergy)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: EU-weites Netzwerk zur Reform des Wärmeenergiesektors (RegEnergy)
Auftraggeber: Bundesministerium der Finanzen (BMF)
Land: Deutschland, Dänemark, Griechenland, Ungarn, Spanien, Italien, Lettland, Litauen, Polen, UK, Russland
Gesamtlaufzeit: 2005 bis 2007

Ausgangssituation

Laut Europäischer Kommission ist die Wärmeversorgung der größte Einzelverbraucher von überwiegend fossilen und importierten Brennstoffen. Gemeinden und Kommunen haben bei der Bereitstellung von Wärme und Kälte eine wichtige Rolle als Versorger von (Fern-)Wärme, aber auch als Regulatoren, Gesetzgeber, Planer, Investoren und Konsumenten. Besonders die neuen EU-Mitgliedsstaaten und die angrenzenden Regionen sind bei den ausgedehnten Fernwärmesystemen jedoch mit erheblichen finanziellen, technischen und institutionellen Problemen konfrontiert, beispielsweise uneinheitliche Entscheidungsstrukturen oder fehlende Finanzmittel.

Um regionale Entwicklung, insbesondere in strukturschwachen Regionen, voranzutreiben, ist es notwendig, eine sichere, umweltgerechte und erschwingliche Wärmeenergieversorgung aufzubauen. Die Europäische Union förderte diesen Prozess mit dem Projekt „Erfahrungsaustausch von EU-Regionen und Kommunen auf dem Gebiet innovativer Lösungen für Wärmeenergie“ (RegEnergy). Es handelte sich um ein Netzwerk aus 18 Partnern, wie Kommunen, Regionen, Energieversorger, Regionalentwicklungsorganisationen und Forschungseinrichtungen, aus zehn verschiedenen EU-Ländern und Russland. Es wurde vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) geleitet und durch die GTZ unterstützt.

Ziel

Politische Entscheidungsträger orientieren sich an klaren Handlungsempfehlungen, wie Kommunen mit politischen und strukturellen Maßnahmen sowie gezielten Finanzierungsinstrumenten ihren Energiesektor bei der Wärmeenergieversorgung reformieren und regionale Entwicklung für neue Arbeitsplätze anstoßen können.

Vorgehensweise

RegEnergy ist ein konkretes Beispiel für die Reduzierung der Treibhausgase in der Europäischen Union und leistete einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das Projekt bündelte die Erfahrungen zahlreicher internationaler Partner. In Seminaren, Workshops und Pilotprojekten standen der Einsatz regenerativer Energieträger und die Erhöhung der Energieeffizienz im Vordergrund.

Studien wurden erstellt, Möglichkeiten zum Informationsaustausch geschaffen und Instrumente zur Verbesserung der institutionellen Strukturen sowie der Investitionspotenziale entwickelt. Beispielsweise gibt es nun eine computergestützte Orientierungshilfe für Kommunen, die die Auswahl geeigneter Projekte und Maßnahmen im Wärmesektor ermöglicht. Praxisbeispiele dienten zur Veranschaulichung und die Kommunen erhielten konkrete Handlungsempfehlungen und detaillierte Leitfäden für eigene Projekte.

Wirkung – Was bisher erreicht wurde

RegEnergy bot den beteiligten Partnern verschiedene Plattformen für einen regen Informationsaustausch und intensive Lernprozesse. Die Ergebnisse wurden als webbasierter Leitfaden auf der Internetseite des Projekts zur Verfügung gestellt. Regionale und kommunale Politiker können sich Anregungen für die Durchführung eigener nachhaltiger Projekte zur Wärme- und Kälteversorgung holen.

Das Projekt wurde 2007 erfolgreich abgeschlossen. Es war 2009 Finalist im EU-Wettbewerb um den RegioStar, mit dem die innovativsten Projekte im Rahmen der EU-Kohäsionspolitik ausgezeichnet werden.