Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Abwassersektor

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Reform der Berufsbildung in Vietnam – Handlungsfeld: Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Abwassersektor
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 
Land: Sozialistische Republik Vietnam
Politischer Träger: Ministry of Labour, Invalids and Social Affairs (MoLISA)
Laufzeit: 2013 bis 2014 (2017)

Ausgangssituation

Vietnam strebt bis 2020 die Entwicklung zum Industrieland auf einem „grünen“ Wachstumspfad an. Die Berufsbildung spielt dabei eine zentrale Rolle, denn der Bedarf an kompetenten Arbeitskräften steigt stetig mit fortschreitendem Wachstum, neuen fachlich-technischen Herausforderungen und mit Blick auf die regionale und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Einerseits herrscht Mangel an Facharbeitern und Technikern mit praxisorientierter Berufsausbildung, andererseits treten jährlich etwa 1,4 Millionen Menschen in den Arbeitsmarkt ein. Zurzeit verfügen nur etwa 27 Prozent der Beschäftigten über eine ihrer Tätigkeit entsprechende Ausbildung. 15 Prozent haben eine formale Berufsausbildung durchlaufen.

Die Regierung Vietnams hat daher Beschäftigungsförderung und berufliche Qualifizierung zu ihren zentralen entwicklungspolitischen Zielen erklärt. Bis 2020 soll der Anteil an ausgebildeten Arbeitskräften von derzeit 30 auf 55 Prozent steigen. Außerdem soll sich die Berufsausbildung stärker am Bedarf einer „grünen“ Wirtschaft orientieren.

Ziel

In einer ausgewählten Berufsbildungseinrichtung sind die inhaltlichen, personellen, konzeptionellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine bedarfsorientierte Ausbildung im Abwassersektor geschaffen.

Vorgehensweise

Das Vorhaben entwickelt Berufsstandards, Aus- und Fortbildungsmodule und Qualifizierungskonzepte im Bereich Abwassertechnik weiter und verankert sie systemisch in der beruflichen Erstausbildung. Es stimmt Regelungen zu Formen kooperativen Zusammenwirkens ab, setzt sie um und verankert Kommunikationsstrukturen zwischen der Wirtschaft, weiteren relevanten Sozialpartnern, der Berufsschule und staatlichen Verantwortlichen.

Bildungspersonal und Schulmanagement der Piloteinrichtung sowie Vertreterinnen und Vertreter relevanter Institutionen der beruflichen Bildung werden qualifiziert und nutzen ihre verbesserten aufgabenbezogenen Qualifikationen für die Umsetzung einer beschäftigungsorientierten beruflichen Ausbildung im Abwassersektor.

Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit der Pilotmaßnahmen sind außerdem Imagekampagnen, Informationsmaterialien und Websites mit dem Ziel, die gesellschaftliche Anerkennung von Berufsausbildung im Abwassersektor zu verbessern.

Die ARGE GOPA-PLANCO wurde mit der Umsetzung der Aktivtäten des Handlungsfelds „Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Abwassersektor“ beauftragt.