Auf in neue Märkte mit dem Projektentwicklungsprogramm Südostasien

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Projektentwicklungsprogramm (PEP) Südostasien
Auftraggeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien
Land: Thailand, Vietnam, Myanmar
Gesamtlaufzeit: 2011 bis 2015

Ausgangssituation

Südostasien ist eine der dynamischsten Wirtschaftsregionen der Welt und von stark wachsendem Energiebedarf geprägt. Die Suche nach kosteneffizienten Alternativen zu fossilen Energieträgern sowie Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes spielen eine wichtige Rolle. Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch und das Interesse an deutschen Technologien und Know-how in der Region ist groß.

Herausfordernde Rahmenbedingungen in Südostasien hemmen die Marktentwicklung für innovative Produkte und Dienstleistungen – eine besondere Stärke und Alleinstellungsmerkmal der deutschen Anbieter. Hürden sind außerdem fehlende technische und betriebswirtschaftliche Ressourcen und Leistungsfähigkeit lokaler Partner sowie Intransparenz bei der aktuellen Marktsituation, Fördermöglichkeiten oder Veränderungen im Vertragsrecht.

Ziel

Die Erschließung der Märkte Südostasiens durch deutsche Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien ist fortgeschritten. Entwicklungs- und Schwellenländer profitieren davon durch Technologiekooperationen und Wissenstransfer.

Vorgehensweise

Das Projektentwicklungsprogramm (PEP) Südostasien unterstützt deutsche Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energiebranche beim Markteintritt in Thailand, Vietnam und Myanmar. Es begleitet bilaterale Unternehmenspartnerschaften und trägt zur Förderung nachhaltiger Marktstrukturen und zur Verbreitung erneuerbarer Energien bei. Für deutsche Unternehmen schafft PEP einen greifbaren Mehrwert: Das Programm fördert die Entwicklung qualitäts- und performanceorientierter Märkte für deutsche Spitzentechnologie. Gemeinsam mit den Geschäftspartnern baut das Programm zudem lokale Kompetenzen aus.

Der Markteintritt deutscher Unternehmen schafft eine Win-Win-Situation: Ihr Engagement trägt zum Technologie- und Wissenstransfer bei und unterstützt eine nachhaltige Entwicklung vor Ort.

Um seine Ziele zu erreichen, erbringt das Projektentwicklungsprogramm unterschiedliche Leistungen im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für die beteiligten Unternehmen in Deutschland und in den Zielländern: Informationsvermittlung und Kontaktanbahnung, Unterstützung von Leuchtturmprojekten sowie Marketing, Bewusstseinsbildung und Beratung zu Rahmenbedingungen.

PEP fördert Unternehmenspartnerschaften zwischen deutschen und lokalen Firmen und begleitet sie in den verschiedenen Phasen der Markterschließung und der Entwicklung von Referenzprojekten. Dabei unterstützt das Programm nachhaltige Marktstrukturen und die Verbreitung erneuerbarer Energien.

Da in den beteiligten Ländern bereits Strukturen der Außenwirtschaftsförderung existieren, stimmt PEP geplante Maßnahmen eng mit den Auslandshandelskammern (AHKs) ab. Synergien, Erfahrungen und Netzwerke von Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit werden so gebündelt.

Wirkung

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH setzt das Projektentwicklungsprogramm Südostasien im Auftrag des BMWi seit 2011 um. Neben der Informations- und Kontaktvermittlung für deutsche und lokale Unternehmen begleitet das Programm beispielsweise die Anbahnung kommunaler Erneuerbare-Energien-Projekte in Thailand. Es berät außerdem öffentliche Entscheidungsträger langfristig zur Einführung von Net-Metering-Modellen und zum Abbau administrativer Barrieren für die Umsetzung von Photovoltaik-Projekten in Indonesien und den Philippinen.

PEP Südostasien. Deutsche Photovoltaik-Unternehmen trainieren philippinische PV-Unternehmen auf der German Solar Training Week © GIZ