Unterstützung der Landwirtschaft und der ländlichen Wirtschaftsentwicklung in benachteiligten Bergregionen

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Gemeinsame deutsch-dänische Unterstützung der Landwirtschaft und der ländlichen Wirtschaftsentwicklung in benachteiligten Bergregionen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Albanien
Politischer Träger: Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Wasserwirtschaft
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2018

Ausgangssituation

Zu den beständigen Problemen in den Bergregionen Albaniens gehören Arbeitslosigkeit, niedrige Einkommen und große Armut. Für die Bauern ist Zugang zu den Märkten schwierig, während sie gleichzeitig mit einem harten Wettbewerb und stetig wachsender Nachfrage nach Qualität konfrontiert sind. Als Reaktion auf diese Probleme hat das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Wasserwirtschaft eine Intersektorale Strategie für die Landwirtschaft und ländliche Entwicklung verabschiedet (ISARD), mit der nachhaltiges und inklusives Wachstum gefördert werden soll. Erreicht werden soll dies durch die Schaffung der Rahmenbedingungen für einen effizienten, innovativen und tragfähigen Agrar- und Nahrungsmittelsektor, der die Anforderungen des EU-Marktes erfüllt, Ressourcen nachhaltig nutzt und Existenzgrundlagen, Beschäftigung und soziale Inklusion in den ländlichen Regionen fördert.

Ziel

Die Ziele der Intersektoralen Strategie (ISARD 2014–2020) wurden erreicht, die Rentabilität der ländlichen Wirtschaft in benachteiligten Bergregionen wurde verbessert.

Vorgehensweise

Die deutsche und die dänische Regierung unterstützen gemeinsam die albanische Regierung bei der Umsetzung der ISARD. Das dänische Außenministerium übernimmt die Kofinanzierung des Projekts im Rahmen ihres Nachbarschaftsprogramms.

Das Vorhaben umfasst die Entwicklung von Wertschöpfungsketten in sechs Bergregionen: Shkodër, Kukës, Dibër, Korçë, Berat und Elbasan. Es konzentriert sich auf die vier wichtigsten Wertschöpfungsketten in diesen Regionen, das heißt kleine Nutztiere, Obstbäume und Nüsse, Arznei- und Aromapflanzen sowie Agrartourismus. Der Wertschöpfungskettenansatz wird mit der Förderung der lokalen und regionalen Wirtschaftsentwicklung kombiniert. Die Aktivitäten lassen sich in vier miteinander zusammenhängende Bereiche einteilen:

  • Fazilität zur Investitionsbeihilfe. Das Vorhaben wird Zuschüsse in einer Gesamthöhe von 7 Millionen Euro auszahlen. Dadurch soll die Position der Akteure der Wertschöpfungsketten gestärkt werden, indem man ihnen hilft, Effizienz und Qualität ihrer Produktion und Dienstleistungen zu verbessern. Vor allem die Partizipation von Bäuerinnen und Unternehmerinnen sowie von jungen Bauern und Unternehmern soll gefördert werden. Die Investitionen helfen zudem, Beziehungen zum Finanzsektor aufzubauen.
  • Diversifizierung der ökonomischen Aktivitäten. Das Vorhaben fördert sowohl landwirtschaftliche als auch nichtlandwirtschaftliche Diversifizierung als Antwort auf den Bedarf des Marktes. Hierfür werden Qualitätsverbesserungsprogramme durchgeführt, um die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Wertschöpfungsketten zu steigern, sowie neue und verbesserte Technologien eingeführt, um Neuerungen im Produktspektrum einzuführen und schon existierende Produkte zu verbessern.
  • Beziehungen entlang der Wertschöpfungsketten. Das Vorhaben fördert engere Verbindungen zwischen den verschiedenen Akteuren der Wertschöpfungsketten, indem Kleinbauern und Unternehmer gestärkt und ihre Verhandlungsmacht gegenüber den größeren Akteuren gestärkt werden. Es fördert zudem die Schaffung informeller Geschäftsnetzwerke sowie formeller Verbände.
  • Dialog zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor. Ziel des Vorhabens ist es, durch die Förderung eines Dialogs das lokale Geschäftsklima für die an den ausgewählten Wertschöpfungsketten beteiligten Bauern und Unternehmen zu verbessern. Dazu gehören Maßnahmen, um die Markenbildung der Produkte durch EU-Kennzeichnungsprogramme zu verbessern (geschützte Ursprungsbezeichnung – g.U.; geschützte geografische Angabe – g.g.A.; garantiert traditionelle Spezialität – g.t.S.).