Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ)
Land: global
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2017 

Ausgangssituation

Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für ein breitenwirksames, ökologisches und beschäftigungswirksames Wachstum bilden eine Grundvoraussetzung dafür, dass Einkommen geschaffen und Armut dauerhaft reduziert werden kann. Auch im internationalen Diskurs stehen Fragen, wie ein sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Wachstum gefördert werden kann, zunehmend im Mittelpunkt. Beispiele hierfür sind die Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung oder Inclusive Green Growth, breitenwirksames und ökologisch nachhaltiges Wachstum.

Dabei wird verschiedenen Nachhaltigkeitsaspekten im Rahmen der Wirtschaftspolitik eine wachsende Bedeutung beigemessen – darunter Einkommensverteilungsfragen, Breiten- und Beschäftigungswirksamkeit, regionale wirtschaftliche Integration, Struktur- und Industriepolitik sowie Strategien zur wirtschaftlichen Entwicklung in rohstoffreichen Ländern. Auch die Privatwirtschaft soll in wirtschaftspolitische Entscheidungen und Strategiebildung eingebunden werden.

Im wirtschaftspolitischen Kontext sind solche Fragen der nachhaltigen Entwicklung bislang noch ungenügend ausgearbeitet. Es besteht daher die Notwendigkeit, das wirtschaftspolitische Profil der deutschen Entwicklungszusammenarbeit hinsichtlich der drei Nachhaltigkeitsdimensionen (sozial, ökologisch und ökonomisch) weiter zu schärfen.

Ziel

Das wirtschaftspolitische Profil der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ist hinsichtlich der drei Nachhaltigkeitsdimensionen geschärft.

Vorgehensweise

Das Sektorvorhaben berät das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) dabei, Fachthemen weiterzuentwickeln, vor allem zu Fragen der Struktur- und Industriepolitik, des ökologischen Wirtschaftswachstums und der wirtschaftlichen Entwicklung in rohstoffreichen Ländern. Darüber hinaus unterstützt es das BMZ dabei, Konzepte, Instrumente und Positionen zu Nachhaltigkeitsfragen im Bereich Wirtschaftspolitik zu entwickeln und die deutsche EZ in nationalen und internationalen Gremien und Prozessen zu positionieren.

Zudem leistet das Sektorvorhaben einen Beitrag dazu, sektorale Vorgaben für den Schwerpunkt Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung im Portfolio der deutschen EZ umzusetzen und innovative Förderansätze im Schwerpunkt zu verankern. Konzepte und Instrumente zu relevanten Themen werden weiterentwickelt und in Umsetzungs- und Kommunikationspapiere des BMZ, in die sektorale Profilbildung, Schwerpunktstrategiepapiere oder Regional- und Länderkonzepte sowie in die Beratung der Länder- und Regionalbereiche eingebracht. Projekte werden im Rahmen von Qualifizierungsmaßnahmen der internationalen Zusammenarbeit darin unterstützt, ihre Partner themenspezifisch fortzubilden und eigene Fortbildungsangebote zu konzipieren und gegebenenfalls durchzuführen.

Wirkungen

Das Sektorvorhaben „Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“ konnte in der Vergangenheit bereits wichtige Themen im Schwerpunkt weiterentwickeln oder zu deren Umsetzung beitragen, beispielsweise 2013 die Ausrichtung des Inclusive Business Forum zu ‘Green and Inclusive Business – Exploring and Developing Markets for Sustainable Growth’.

Darüber hinaus unterstützte es das BMZ, sich politisch zu positionieren; zum einen, indem Konzepte und Förderstrategien zu den genannten Themen inhaltlich weiterentwickelt wurden. Zum anderen wurden die Projekte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in den Kooperationsländern im Bereich Wirtschaftspolitik beraten.

Das Sektorvorhaben leistete einen Beitrag dazu, BMZ-Strategiepapiere qualitativ zu bewerten. Auf diese Weise wurden die vom Sektorreferat „Nachhaltige Wirtschaftspolitik; Finanzsektor“ als vorrangig eingestuften Themen stärker im Portfolio verankert. Gleichzeitig trug dies dazu bei, den konzeptionellen Qualitätsstandards des Sektorreferates Rechnung zu tragen.

Zudem unterstützte das Sektorvorhaben dabei, Strategiedokumente zentraler Akteure der internationalen Entwicklungszusammenarbeit auszuwerten, und beriet das BMZ-Sektorreferat in seiner Positionierung in internationalen Gremien, beispielsweise im Donor Committee for Enterprise Development und in einer Arbeitsgruppe der Development Working Group der G20. Darüber hinaus konnte das Sektorreferat die Dienstleistungen des Sektorvorhabens dazu nutzen, den fachlichen und politischen Dialog auf internationaler Ebene maßgeblich zu beeinflussen und sich im Rahmen von Geberinitiativen fachlich zu positionieren.

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