Verbesserung der Qualität und Effizienz von Gesundheitsdiensten

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Verbesserung der Qualität und Effizienz von Gesundheitsdiensten in der Republik Moldau
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Republik Moldau
Politischer Träger: Gesundheitsministerium der Republik Moldau (Ministerul Sănătății al Republicii Moldova)
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2017 

Ausgangssituation

Die Republik Moldau zählt zu den ärmsten Ländern Europas. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung ist mangelhaft, die Lebenserwartung bei Geburt ist die niedrigste Europas. 2013 hat das Land per Gesetz eine nationale Entwicklungsstrategie für den Zeitraum bis 2020 verabschiedet. Sie stellt zwar das Wirtschaftswachstum in den Vordergrund, Gesundheit wird jedoch neben Kultur, sozialer Sicherung und Umweltschutz als ein für die nachhaltige Entwicklung Moldaus wichtiger Sektor benannt.

Ein zentrales Element der aktuellen Gesundheitspolitik des Landes ist die Trennung der drei Funktionen Leistungserbringung, Qualitätssicherung und Gesundheitsfinanzierung. Die Gesundheitsversorgung wird durch Gesundheitseinrichtungen erbracht, deren Leistungen durch den nationalen Akkreditierungsrat bewertet und bei ausreichender Güte für fünf Jahre akkreditiert werden. Aus den Einnahmen einer obligatorischen Krankenversicherung für alle Arbeitnehmer und aus staatlichen Zuschüssen bezahlt die nationale Krankenversicherung die akkreditierten Einrichtungen für die erbrachten medizinischen Leistungen.

Die langfristige Strategie zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung sieht einerseits die Stärkung der primären Gesundheitsversorgung durch Familienärzte und Krankenpflege vor und andererseits die substanzielle Umorganisation der Krankenhausversorgung. Flexible und effiziente Netzwerke von Dienstleistern sollen die bisherigen starren Strukturen der ehemaligen sowjetischen Planung ersetzen.

Die Verbesserung der Krankenhausinfrastruktur, die Bereitstellung von moderner Ausrüstung und die Umwidmung von Akutbetten in Betten für Langzeitpflege sind dabei notwendige Schritte einer Strategie, die die bisherige Gesundheitsarchitektur grundlegend verändern soll.

Ziel

Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung sind in ausgewählten Krankenhäusern verbessert.

Vorgehensweise

Das Vorhaben konzentriert sich auf die modellhafte Verbesserung der Versorgung in ausgewählten Akutkrankenhäusern der zweiten Versorgungsebene. Diese dienen als Referenz für die erste Versorgungsebene (Gesundheitszentren, Arztpraxen, Gesundheitsposten) und als Überweisungsinstanz für die tertiäre Versorgungsebene und die Rehabilitationszentren.

Dazu etabliert das Vorhaben Qualitätszirkel mit Vertretern der verschiedenen Ebenen. Qualitätsindikatoren sind die Senkung der Verweildauer, die Abnahme nicht indizierter Einweisungen, die Zunahme der zufriedenstellenden Behandlungen und die Zufriedenheit der Nutzer.

Die Verbesserungsvorschläge der Qualitätszirkel können nur zum Teil alleine vom Gesundheitspersonal umgesetzt werden. Daher wird die Umsetzung der erarbeiteten Vorschläge durch eine gezielte Kommunikation mit Entscheidungsträgern aus dem Gesundheitsministerium, der moldauischen Krankenkasse und den regionalen Entwicklungsräten sowie durch punktuelle Finanzierungszuschüsse gefördert.

Dabei entstehen beispielhafte Ansätze, die vom Gesundheitsministerium aufgenommen und an diverse Institutionen – zum Beispiel das Nationale Zentrum für Gesundheitsmanagement, Fortbildungseinrichtungen des Gesundheitsministeriums und den Nationalen Akkreditierungsrat – zur Entwicklung eines Qualitätsmanagementsystems weitergeleitet werden.

Die GFA Consulting Group stellt auf Anfrage und nach Bedarf nationale und internationale Berater für die Entwicklung und Umsetzung der Qualitätszirkel ein, und unterstützt das Vorhaben bei der Beratung des Gesundheitsministeriums in Fragen der Qualitätssicherung in öffentlichen Krankenhäusern.