Helfen. Aktivieren. Integrieren: Nachbetreuung der Siedlungen für Binnenflüchtlinge

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nachbetreuung der IDP-Siedlungen
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ukraine
Politischer Träger: Ukrainisches Ministerium des Inneren
Gesamtlaufzeit: 2015

Ukraine. Normalität und Schutz vor Gewalt. Kind auf dem Spielplatz der Siedlung für Binnenflüchtlinge in Kharkiw. © GIZ

Ausgangssituation

Über 2 Millionen Menschen sind vor dem Krieg im Osten der Ukraine geflohen. Mit deutscher Unterstützung wurden außerhalb der Kampfzone in sieben Städten Notunterkünfte für bis zu 3.500 Personen errichtet. Die Siedlungen waren zunächst als Übergangslösung geplant. Da sie die Hoffnung auf eine Rückkehr an ihren alten Wohnort nicht aufgegeben haben, bleiben die Bewohner jedoch länger als erwartet. Trotz erheblicher Hilfen von Freiwilligen und Behörden fehlt es an Mitteln und Erfahrungen für ein psychosoziales Begleitprogramm.

Ziel

Staatliche und zivilgesellschaftliche Organisationen sind in der Lage, die Notunterkünfte für Binnenflüchtlinge fachgerecht zu betreiben und zu warten. Die Unterkünfte sind barrierefrei und bieten Raum für das soziale Miteinander. Den Flüchtlingen wird ein Programm zur psychosozialen Betreuung und Integration angeboten.

Vorgehensweise

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hilft die GIZ dabei, die mit deutscher Unterstützung errichteten Siedlungen für ukrainische Binnenflüchtlinge behindertengerecht zu gestalten. Sie baut Spielplätze, liefert Spielmaterial für Kinder, schafft Interaktionsmöglichkeiten, zum Beispiel durch die Errichtung von Gemeinschaftsräumen, erstellt detaillierte Checklisten zur Wartung und zum energieschonenden Betrieb. Mitarbeiter der örtlichen Arbeitsämter und ausgewählter Freiwilligenorganisationen werden darin unterstützt, ihre Angebote für die Vertriebenen zu optimieren.

Darüber hinaus entwickelt die GIZ in Zusammenarbeit mit den örtlichen Partnern und Dienstleistern ein eigenes Programm zur psychosozialen Betreuung und zur Integration der Menschen. Dazu gehören Weiterbildungsangebote zu den Themen Computerfertigkeiten und Sprachen sowie Qualifikationen für einfache Dienstleistungsberufe. Von diesen Maßnahmen profitieren nicht nur Flüchtlinge, sondern auch die ortsansässige Bevölkerung.

Ukraine. Qualifizierungsbedarfe ermitteln, Menschen aktivieren und neue Perspektive entwickeln.  © GIZ

Wirkungen

Die Siedlungen an den sieben Standorten entlasten die Gemeinden bei ihrer Aufgabe, rasch Wohnraum für viele Menschen zu schaffen. In enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Arbeitsämtern, mit Agenturen für Weiterbildung und Dienstleistern wurden Integrations- und Qualifizierungsangebote geschaffen. So können Flüchtlinge neue Lebensperspektiven entwickeln.