Treuhänderische Fondsverwaltung im Gesundheitssektor

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Treuhänderische Fondsverwaltung im Gesundheitssektor
Auftraggeber: Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM); Impfallianz GAVI
Finanzier: Globaler Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM); Impfallianz GAVI
Land: Demokratische Republik Kongo
Politischer Träger: Ministère de la Santé Publique
Gesamtlaufzeit: 2014 bis 2017

Ausgangssituation

Die Bevölkerung der Demokratischen Republik Kongo ist in weiten Teilen des Landes hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Neben Defiziten bei der Bekämpfung von verbreiteten Infektionskrankheiten, wie Aids, Malaria und Tuberkulose, ist der Zugang zu Impfungen gegen lebensbedrohliche Krankheiten wie Hepatitis B, Gelbfieber und Meningitis unzureichend.

Im Zuge der Reform der Gesundheitsfinanzierung im Kongo wurde 2009 im Gesundheitsministerium eine Geschäftseinheit gegründet, um externe Finanzierungen besser zu koordinieren und umzusetzen. Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) und die Impfallianz GAVI gehören zu den größten internationalen Gebern, die ihre Mittel über diese Geschäftseinheit abwickeln. Sie haben GIZ International Services beauftragt, ihre Mittel treuhänderisch zu verwalten.

Ziel

Das kongolesische Gesundheitsministerium verwendet die Mittel des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) und der Impfallianz GAVI transparent und regelkonform.

Vorgehensweise

Als treuhänderische Fondsverwalterin arbeitet die GIZ mit dem Gesundheitsministerium sowie mit den Gesundheitsämtern in allen 26 Provinzen des Landes direkt zusammen. In 14 Provinzen ist die GIZ in den dezentralen Gesundheitsämtern mit eigenem Personal vertreten.

Im Zentrum des Vorhabens steht die Stärkung der Kompetenzen des Gesundheitsministeriums beim Finanz-, Beschaffungs- und Organisationsmanagement. Die GIZ zeichnet die Konten des Gesundheitsministeriums gegen und erstattet GFATM und GAVI regelmäßig Bericht über Zahlungsausgaben, Beschaffungsvorgänge und Unregelmäßigkeiten.

Wirkungen

Die GIZ hat Verfahrenshandbücher zum Finanz-, Zahlungs- und Beschaffungsmanagement nach GFATM- und GAVI-Regeln sowie nach nationalen Bestimmungen entwickelt. Sie werden vom Gesundheitsministerium in allen 26 Provinzen des Landes konsequent angewendet. Dadurch ist es gelungen, transparente und effiziente Verwaltungsprozesse einzuführen, die die nicht abrechenbaren Kosten des Gesundheitsministeriums erheblich vermindert haben. Gleichzeitig sind die Mittelausgaben, und damit die Anzahl der umgesetzten Projektaktivitäten durch das Gesundheitsministerium, gestiegen.

Die GIZ hat wirksame Kontroll- und Monitoringmechanismen eingeführt, die die finanziellen Risiken von GAVI und GFATM signifikant minimieren. Dank der Unterstützung der GIZ erhalten beide Geber termingerecht Finanzstatusberichte vom Gesundheitsministerium.

In Zusammenarbeit mit den anderen internationalen Gebern im Gesundheitssektor hat die GIZ einen Plan zum Aufbau von Kompetenzen und Leistungsfähigkeit im Finanz- und Beschaffungsmanagement des Gesundheitsministeriums erstellt. Eine kontinuierliche Verbesserung des Gesundheitsministeriums beim Finanzmanagement ist in der Verwaltung in Kinshasa und in den 26 Provinzen messbar.