Irak

Im Auftrag der Bundesregierung führt die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH seit 2011 Projekte im Irak durch. Mit dem ersten Vorhaben wurden die kurdische Regionalregierung in Erbil und die Zentralregierung in Bagdad dabei unterstützt, die Qualität der Ausbildung zu verbessern und den Dialog mit der Wirtschaft zu fördern.

Seit dem Ausbruch der Syrienkrise im Jahr 2011 und dem Vormarsch des sogenannten Islamischen Staates (IS) sind mehr als drei Millionen Iraker auf der Flucht im eigenen Land. Zu diesen Binnenvertriebenen kommen etwa 250.000 syrische Flüchtlinge hinzu, die vorwiegend in der autonomen Region Kurdistan im Norden Schutz suchen. Insgesamt waren in dem Land Ende des Jahres 2016 mehr als elf Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Durch den bewaffneten Konflikt wurde die Infrastruktur sowie die Wasser- und Stromversorgung weitgehend zerstört.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die GIZ seit 2014 Gemeinden im Nordirak dabei, die Flüchtlinge und Vertriebenen zu versorgen. Hier ist es Ziel, die Lebenssituationen der Geflüchteten und der lokalen Bevölkerung zu verbessern. Der Zuwachs an Menschen belastet die Infrastruktur und die Verwaltungen vor Ort. Die Behörden müssen neue öffentliche Angebote zur Gesundheits- und Trinkwasserversorgung und Bildung schaffen. Seit 2016 fördert die GIZ in fünf Vorhaben Menschen dabei, die Basisgrundversorgung zu verbessern und durch berufliche Qualifizierungsmaßnahmen und Cash for Work Aktivitäten wieder ein eigenes Einkommen zu verdienen und damit ihre Existenz zu sichern bzw. aufzubauen.

Im Auftrag des Auswärtigen Amtes unterstützt die GIZ die irakische Regierung dabei, die vom IS befreiten Gebiete im Zentralirak zu stabilisieren. Um die Lebensgrundlagen der Bevölkerung zu verbessern, muss die Infrastruktur wieder hergestellt werden. Die GIZ steht der irakischen Regierung bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Seite und hilft ihr, die verschiedenen Geber besser zu koordinieren.

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