Wirtschaftliche Entwicklung fördern

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Perspektiven schaffen: Wirtschaft für Entwicklung (Ostafrika)
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Burundi, Kenia, Ruanda, Südsudan, Tansania, Uganda
Politischer Träger: Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC)
Gesamtlaufzeit: 2017 bis 2020

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Ausgangssituation

Ostafrika hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einer der dynamischsten Regionen weltweit entwickelt und ist heute ein attraktiver Markt mit hohen Wachstumsraten. Ob Textilindustrie, Landwirtschaft oder Nahrungsmittelindustrie: Praktisch alle Marktsegmente in Ostafrika sind ungesättigt und bieten gute Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichwohl ist die deutsche Wirtschaft bisher in allen ostafrikanischen Ländern noch unterrepräsentiert.
Das Wachstum kleiner und mittelständischer Unternehmen in der Region ist bisher noch begrenzt. Oftmals sind unternehmerisches Wissen und Erfahrung oder auch technische Kenntnisse in den Unternehmen nicht ausreichend vorhanden. Der Zugang zu Kapital ist für viele Unternehmer*innen sehr schwierig und es fehlt auch eine Anbindung an lokale oder regionale Lieferketten. Gleichzeitig drängen jedes Jahr viele tausend junge Menschen auf den Arbeitsmarkt der ostafrikanischen Länder, ohne dass es genügend Perspektiven für sie in ihrer Heimatregion gibt.

Ziel

Die wirtschaftlichen Perspektiven für ausgewählte kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) in Ostafrika sind verbessert.

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Vorgehensweise

Ausgewählte vielversprechende ostafrikanische Unternehmen aus verarbeitenden Sektoren mit passenden deutschen Unternehmen zusammenzubringen, die gemeinsam Perspektiven für Arbeitsplätze vor Ort schaffen - das ist das Ziel des Pilotprojekts vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). 
Politischer Partner ist die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC), weitere Umsetzungspartner in Ostafrika sind der Ostafrikanische Wirtschaftsdachverband (EABC) und seine nationalen Unternehmensverbände. Die GIZ arbeitet im Auftrag des BMZ an der Umsetzung und koordiniert alle Partner.
Kontakte und belastbare Partnerschaften sind die Grundlage für spätere Geschäfte. Mit Hilfe des Vorhabens erhalten deutsche Unternehmen Einblicke in die chancenreichen Marktsegmente der Region und knüpfen erste Kontakte. Mit ihrem Beitrag als Mentor für ostafrikanische Unternehmer*innen oder als Referent*innen in Trainings unterstützen sie den Austausch von Know-how. Gleichzeitig erschließen sich deutsche Unternehmen einen potentiellen Marktzugang und können Geschäftsideen vor Ort entwickeln.
Das Vorhaben spricht diejenigen ostafrikanischen Unternehmen an, die ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln wollen. Um sie auf potenzielle Partnerschaften mit deutschen Firmen vorzubereiten, erhalten sie Managementtrainings mit einem Fokus auf internationale Geschäftsentwicklung. Durchgeführt von deutschen Trainingsinstituten und lokalen Trainer*innen – mit praktischem Input deutscher Firmen – bieten sie den Unternehmen einen guten Mix aus Theorie und Praxis.
Um das Gelernte in die Praxis umzusetzen, sind individuelle Coachingeinsätze möglich. Auch spezifische technische Herausforderungen werden zusammen mit Expert*innen gelöst. Ist das Thema relevant für bestimmte Branchen, werden Gruppencoachings organisiert.
Nach einer Analyse der spezifischen Herausforderungen einzelner KMUs wird versucht, diese mit deutschen Unternehmen in einer Mentoring-Partnerschaft zusammenzubringen. Im Falle eines gemeinsamen Geschäftsinteresses können Ideen für ein Kooperationsprojekt erarbeitet werden.

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Wirkungen

Über 70 Unternehmen aus allen sechs EAC-Partnerländern sind Teil des Projekts. Zur Vorbereitung auf Mentoring-Partnerschaften und potenzielle Geschäftsbeziehungen („Matchings“) mit deutschen Firmen erhielten die ostafrikanischen Unternehmer*innen bereits einige maßgeschneiderte Trainings in der Region, unter anderem Managementtrainings mit Fokus auf Internationalisierung, durchgeführt von der Akademie des Instituts der Deutschen Wirtschaft.

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