Klimawandel und Landnutzung in ASEAN

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Nachhaltige Landnutzung und Klimaschutz in der ASEAN-Region
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Länder: Regional, Südostasien
Politischer Träger: ASEAN Sekretariat
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2020

Ausgangssituation

Für die Länder in Südostasien sind die Auswirkungen des Klimawandels äußerst problematisch. Die Region zählt zu den wichtigsten Erzeugern von landwirtschaftlichen Produkten und sie ist Heimat von großen Waldlandschaften. Ein großer Teil der Bevölkerung in der Region ist abhängig von Landwirtschaft, Fischerei und Waldwirtschaft für ihren Lebensunterhalt. Gleichzeitig sind die Staaten entscheidend, um Treibhausgase durch den Kampf gegen Entwaldung, die Schädigung von Wäldern und bestimmte landwirtschaftliche Praktiken zu reduzieren. 

Die Mitgliedsstaaten des Verbandes Südostasiatischer Nationen (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN) haben sich dazu verpflichtet, die Herausforderungen der Nahrungsmittelsicherheit und des Klimawandels in Land- und Forstwirtschaft anzugehen. ASEAN hat bewiesen, dass der Verband eine wichtige Rolle als Mediator zwischen internationalen und nationalen Klimapolitikprozessen einnehmen kann. Dennoch stehen die Mitgliedsstaaten und Arbeitsgruppen noch vor großen Herausforderungen bei der Umsetzung von regionalen und nationalen Klimazielen und Aktionsplänen. Zudem muss das internationale Engagement von ASEAN weiter unterstützt werden, um gemeinsame politische Positionen zu erarbeiten und den Einsatz der Mitgliedsländer für Klimaschutz und Anpassung in der Land- und Forstwirtschaft sichtbarer zu machen.

Ziel

ASEAN-Gremien koordinieren erfolgreich regionale Beiträge zu internationalen und nationalen Klimapolitikprozessen für eine klimafreundliche Landnutzung. Dadurch ist die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel der ASEAN-Mitgliedsstaaten verbessert.

Vorgehensweise

Das Projekt hat sich folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsstaaten im Bereich Land- und Forstwirtschaft soll sich verbessern. 
  • Ebenfalls verbessern soll sich die Arbeit zwischen Mitgliedsstaaten in internationalen Klimapolitikprozessen für diesen Bereich. 
  • Außerdem soll das Zusammenwirken von ASEAN-Arbeitsgruppen, die sich mit Klimawandel und Landnutzung befassen, erhöht werden.

Um diese Ziele zu erreichen, unterstützt das Projekt ASEAN dabei, Informations- und Wissensaustausch zwischen verschiedenen Interessengruppen zu fördern. Hierzu zählen ASEAN-Arbeitsgruppen, das ASEAN Climate Resilience Network (ASEAN-CRN), Entscheidungsträger*innen und Praktiker*innen aus ASEAN-Mitgliedsstaaten, wissenschaftliche Institutionen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen und Unternehmen, die zu Landnutzung und Klimawandel in der Region arbeiten. Durch Workshops, Trainings, Kommunikationsmaßnahmen und Netzwerkbildung unterstützt das Vorhaben klimafreundliche und -angepasste Praktiken in Land- und Fortwirtschaft. Außerdem fördert es die Entwicklung von gemeinsamen politischen Positionen durch ASEAN sowie deren Einbringung in internationale Foren wie die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen.

Gemeinsam mit Arbeitsgemeinschaften und Netzwerken unterstützt das Projekt die Entwicklung von Richtlinien und Empfehlungen mit Bezug zu Landnutzung und Klimawandel durch ASEAN-Gremien und Netzwerke. Zudem setzt es sich für deren Umsetzung in den Mitgliedsstaaten ein. Weiterhin vermittelt das Vorhaben zwischen dem Bedarf an Unterstützung bei den Ländern und den vorhandenen Angeboten zur Umsetzung von klimafreundlicher und -angepasster Landnutzung. Die Projektaktivitäten tragen zum Erreichen der Ziele der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung sowie des Paris-Abkommens bei.

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