Bürgerbeteiligung und innovative Datenkonzepte für die Entwicklung Afrikas (Data-Cipation)

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Bürgerbeteiligung und innovative Datenkonzepte für die Entwicklung Afrikas
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Alle Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union
Politischer Träger: Büro des Vorsitzenden, AUK, Entwicklungsagentur der Afrikanischen Union
Gesamtlaufzeit: 2018 bis 2023

Ausgangssituation

Eine sinnvolle Beteiligung afrikanischer Bürger*innen an Governance-Räumen sowie eine verstärkte Nutzung innovativer Datenkonzepte, digitaler und nicht-digitaler Technologien bei der Bewältigung von Governance- und Entwicklungsherausforderungen in Afrika sind entscheidend für die Verwirklichung der afrikanischen Agenda 2063. Die Agenda 2063, die 2015 von allen Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union angenommen wurde, ist eine Vision und ein Aktionsplan für ein prosperierendes und geeintes Afrika.

In vielen afrikanischen Ländern unterstützen Bürger*innen aus allen Lebensbereichen – darunter Frauen, Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, Angehörige der afrikanischen Diaspora, der Privatwirtschaft, der Zivilgesellschaft, der Medien und der Wissenschaft – politische Entscheidungsträger*innen, indem sie ihre Bedürfnisse und Ideen in die Governance- und Entwicklungsagenda auf allen Ebenen einbringen. Gleichzeitig finden digitale Innovationen zur Unterstützung kontinentaler, regionaler und nationaler Governance- und Entwicklungsprogramme immer größere Verbreitung. Regierungspolitik wird zunehmend darauf ausgerichtet, die digitale Inklusion der Bürger*innen sicherzustellen und digitale Innovationen voranzutreiben.

Trotz dieser Fortschritte sind die Möglichkeiten für breitere Bürgerbeteiligung und digitale Innovation in Governance- und Entwicklungsräumen noch lange nicht ausgeschöpft. Kontinentalen und regionalen Organisationen wie der Afrikanischen Union (AU) und den regionalen Wirtschaftsgemeinschaften kommt eine enorm wichtige Rolle dabei zu, Verbindungen zwischen Entscheidungsträger*innen und Bürger*innen herzustellen, Akteur*innen der Innovation und des öffentlichen Sektors zusammenzuführen und innovative Datennutzungen und Methoden, neue Technologien und soziale Innovationen auf dem Kontinent zu fördern.

Ziel

Mit der Anwendung von Daten-, digitalen und nicht-digitalen Konzepten für Good Governance und Entwicklung hat sich das Miteinander von Organen, Mitgliedstaaten und Bürger*innen der AU verbessert.

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Vorgehensweise

Das Programm unterstützt die Organe der AU in ihrem Bestreben, die Bürgerbeteiligung und die Rolle von Daten-, digitalen und nicht-digitalen Konzepten in ihren Programmen und Initiativen zu stärken. Es wird in Zusammenarbeit mit der AU-Kommission (AUK) und der AU-Entwicklungsagentur (AUDA-NEPAD) durchgeführt. Politischer Partner des Programms ist das Büro des Vorsitzenden der AUK, was das hohe politische Engagement der AU für das Programm zeigt.

Im Rahmen des Programms wird ein systemischer Ansatz mit den folgenden drei Umsetzungsschwerpunkten verfolgt:

  • Verbindung politischer Entscheidungsträger*innen mit den Daten- und digitalen Innovator*innen Afrikas für Good Governance und Entwicklung durch verstärkte Zusammenarbeit und Kooperation der Organe und Mitgliedstaaten der AU mit dem afrikanischen Ökosystem für Daten- und digitale Innovationen.
  • Verbesserung der Bürgerbeteiligung an Good Governance und Entwicklung durch innovative Kommunikations- und Beteiligungsmethoden unter Anwendung von Daten-, digitalen und nicht-digitalen Konzepten.
  • Förderung der digitalen Transformation für Good Governance und Entwicklung in Afrika durch die verantwortungsvolle und progressive Nutzung entsprechender Daten und neuer Technologien.

Wirkungen

  • Fachliche Beratung der AUK und der AUDA-NEPAD im Hinblick auf ein AU-Konzept der Innovation für die Entwicklung Afrikas durch Datennutzung und Bürgerbeteiligung.
  • Verstärkte Zusammenarbeit und Kooperation zwischen der AU und dem Innovationsökosystem Afrikas durch Ausrichtung des Jahrestreffens der Innovationszentren in Afrika im Oktober 2019 als Wegweiser für die aktive Beteiligung des Innovationsökosystems Afrikas an der Umsetzung der Agenda 2063.
  • Bessere Ausrichtung innovativer Ansätze auf die Bewältigung der Herausforderungen Afrikas durch Unterstützung der ersten „African Union Humanitarian Innovation Challenge“ (AU-HIC) im Rahmen der Aktivitäten zum AU-Thema des Jahres der Flüchtlinge, Rückkehrer und Binnenvertriebenen.
  • Erhöhte Leistungsfähigkeit auf dem Gebiet der innovativen Datennutzung durch Unterstützung der AU-Jugendabteilung bei der Visualisierung des AU-Jugendberichts 2019 und bei der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse auf einem Webportal.
  • Verbesserte Bürgerbeteiligung durch Unterstützung des Büros der AU-Gesandten für die Jugend in dem Bemühen, mehr junge Menschen in Afrika zu erreichen und in die Governance- und Entwicklungsagenda der AU einzubinden.

 

Stand: Oktober 2020

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