Gemeinsam für Arbeitsplätze und Wachstum in Ruanda

Projektkurzbeschreibung

Bezeichnung: Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung: Jobpartnerschaften und Mittelstandsförderung in Ruanda
Auftraggeber: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Land: Ruanda
Politischer Träger: Ministerium für Handel und Industrie
Gesamtlaufzeit: 2019 bis 2023

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Ausgangssituation

Trotz der COVID-19-Pandemie verzeichnet Ruanda nach wie vor eine der höchsten Wachstumsraten in Afrika. 2020 wurde ein Wirtschaftswachstum von fast 2 Prozent prognostiziert. Dies ist vor allem auf die schnelle Reaktion Ruandas auf die Ausbreitung des Coronavirus zurückzuführen.

Schon vor der Pandemie erwies sich Ruanda als ein zunehmend relevanter Standort für wirtschaftliche Aktivitäten und Investitionen in der Region. Das Land belegte im Ease of Doing Business Index den zweithöchsten Rang unter allen afrikanischen Ländern. Seit dem Beitritt zur Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) im Jahr 2007 hat Ruanda sein Wirtschaftsvolumen gesteigert. Ausländische Direktinvestitionen haben sich zwischen 2008 und 2018 fast verdreifacht. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Ruanda die ehrgeizigen Ziele, die es sich in seiner Nationalen Transformationsstrategie gesetzt hat, mit Nachdruck verfolgt.

Demnach plant die ruandische Regierung, zwischen 2017 und 2024 1.500.000 Arbeitsplätze im Land zu schaffen. Unter der Marke Invest for Jobs unterstützt die Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung dieses Unterfangen.

Ziel

Afrikanische und europäische Unternehmen wachsen und schaffen neue Arbeitsplätze in Ruanda.

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Vorgehensweise

Förderung von Investitionen
Invest for Jobs unterstützt das Rwanda Development Board beim Aufbau und bei der Stärkung von Partnerschaften mit afrikanischen und europäischen Unternehmen, die ihre wirtschaftlichen Aktivitäten und Investitionen auf dem ruandischen Markt ausweiten wollen. Durch die gemeinsame Ermittlung und Reduzierung bestehender Hindernisse für die Investitionspläne der Unternehmen bietet Invest for Jobs bedarfsorientierte Dienstleistungen an, die Unternehmen branchenübergreifend unterstützen und Wachstum, Auslandsinvestitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen fördern.

Unterstützung lokaler Unternehmen
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind das Rückgrat der ruandischen Wirtschaft. Ihr kontinuierliches Wachstum bietet Potenzial für Wohlstand im Land und Beschäftigung vor Ort, insbesondere für junge Menschen und Frauen. In gemeinsamen Projekten fördert Invest for Jobs KMU durch die Ausbildung von Mitarbeiter*innen oder neuen Bewerber*innen, die Steigerung der Produktqualität und Beratung zur Geschäftsentwicklung. Letztlich steigern diese Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit der KMU, vergrößern ihre Reichweite über bereits bediente Märkte hinaus und schaffen neue Arbeitsplätze.

Stärkung von Sonderwirtschaftszonen
Um inländische Hindernisse für den Privatsektor abzubauen, fördert Invest for Jobs die weitere Entwicklung ruandischer Sonderwirtschaftszonen (SWZ). Der Schwerpunkt liegt dabei auf der bereits etablierten Kigali Special Economic Zone in der Hauptstadt des Landes. Gemeinsam mit ansässigen Unternehmen will Invest for Jobs geschäftsorientierte Dienstleistungen und andere Angebote des Parkmanagements der SWZ verbessern. Der Ausbau dieser Leistungen innerhalb des Ökosystems der SWZ erhöht Wachstum und Investitionen, während gleichzeitig Arbeitsplätze geschaffen und Arbeitsbedingungen für Beschäftigte verbessert werden.

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Wirkungen

Gemeinsam mit einem ruandischen Trainingsanbieter bildete Invest for Jobs über 300 junge Menschen im „Internet der Dinge“ fort. Das „Internet der Dinge“ verbindet physische Objekte mit der virtuellen Welt, was den Weg zu innovativen Geschäftsmodellen eröffnet. Die Fortbildung erhöhte die Beschäftigungsfähigkeit der Trainees durch die neu erlernten Fähigkeiten und verbesserte die Verfügbarkeit qualifizierten Personals für internationale Investoren.

Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie begannen Invest for Jobs und die ruandische Tourismuskammer mit der Fortbildung von 960 Personen im Gastgewerbe. Die Fortbildung umfasst vier operative Bereiche des Gastgewerbes sowie ein Modul zu COVID-19-Anpassungen. Das Training hilft den Teilnehmer*innen, beschäftigungsfähig zu bleiben oder sich nach einer erzwungenen Arbeitspause wieder in einen Job zu integrieren. Bislang haben 240 Personen die Fortbildung absolviert.

Letzte Aktualisierung: Januar 2021