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GIZ veröffentlicht „Fortschrittsbericht Nachhaltigkeit“

17.03.2016 – 25 Nachhaltigkeitsziele hatte sich die GIZ gesetzt. Die Bilanz im Fortschrittsbericht fällt positiv aus.

Soziale Verantwortung, ökologisches Gleichgewicht, politische Teilhabe und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – in all diesen Bereichen hat sich die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH der Nachhaltigkeit verpflichtet. Wie das konkret aussieht, lässt sich im „Fortschrittsbericht Nachhaltigkeit“ nachlesen, der kürzlich erschienen ist. „Darin ziehen wir Bilanz über das, was wir seit Erscheinen des Nachhaltigkeitsberichts 2013 erreicht haben“, erklärt die Nachhaltigkeitsbeauftragte der GIZ, Elke Siehl. Der Fortschrittsbericht ergänzt den integrierten Unternehmensbericht 2014, in den bereits zahlreiche Nachhaltigkeitsaspekte aufgenommen wurden.

Die Bilanz fällt äußerst positiv aus: Im Nachhaltigkeitsbericht 2013 hatte sich das Unternehmen 25 Ziele gesetzt. Zum Beispiel sollten Männer und Frauen in allen betrieblichen Funktionen, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert waren, gleichgestellt werden. Die GIZ hat hier in den vergangenen Jahren eine kontinuierlich positive Entwicklung erreichen können. Schon heute sind mehr als ein Drittel der Führungskräfte Frauen; auf der Führungsebene unterhalb des Vorstandes sind es sogar rund 50 Prozent. Die GIZ hat im vergangenen Jahr die Women's Empowerment Principles unterzeichnet, ein Regelwerk der Vereinten Nationen, mit dem die Position von Frauen in Unternehmen gestärkt werden soll. 2015 wurde außerdem ein Gleichstellungsplan verabschiedet, der weitere konkrete Ziele festschreibt.

„Nachhaltigkeit ist Leitprinzip des Handelns der GIZ“, unterstreicht Siehl. Deshalb sei das Thema auf höchster Leitungsebene verankert. Vorstandssprecherin Tanja Gönner ist Vorsitzende des Sustainability Board, das über die strategische Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements im Unternehmen berät. Ziel der GIZ ist es, sich in allen Nachhaltigkeitsdimensionen kontinuierlich zu verbessern.

Wichtigstes Werkzeug in diesem Prozess ist der sogenannte Corporate Sustainability Handprint®, CSH. Mit ihm werden zum einen die zentralen Nachhaltigkeitskennzahlen der GIZ in den Partnerländern systematisch erfasst, zum Beispiel die Kohlendioxidemissionen aus Dienstreisen, der Wasserverbrauch in den Büros oder eben der Frauenanteil in Führungspositionen. Zum anderen setzen sich die Mitarbeitenden in lokalen CSH-Teams landesspezifische Ziele und engagieren sich damit an ihrem Arbeitsplatz für Nachhaltigkeit. Mit ihrem Engagement für Nachhaltigkeit hat die GIZ 2015 beim Corporate Responsibility Index der Bertelsmann Stiftung nicht nur als „CR-Champion“ abgeschnitten – der Corporate Sustainability Handprint® wurde zusätzlich als eines von fünf Best-Practice-Beispielen ausgezeichnet.

Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm 2016-2020 hat sich die GIZ anspruchsvolle neue Ziele gesteckt. Diese werden nun in die Unternehmensstrategie integriert. „Nachhaltigkeit ist unser Kerngeschäft und dieser Tatsache verleihen wir mit der Integration in unsere Strategie sowie unsere Berichterstattung Nachdruck“, so Siehl. Für das laufende Jahr hat sich die GIZ unter anderem vorgenommen, mittels des CSH sämtliche Kohlendioxidemissionen im Unternehmen weltweit zu erfassen. Denn um sich der Herausforderung der Reduktion von Emissionen zu stellen, muss man erst einmal wissen, wie viele man verursacht.