Interview mit Winfried Scheewe (Ökologischer Landbau, Kambodscha)

Was sind Sie von Beruf?

Ich bin Agrar-Ingenieur, außerdem habe ich eine kaufmännische Ausbildung durchlaufen.

Was ist Ihre Aufgabe als Entwicklungshelfer?

Ich berate seit Oktober 2010 die Cambodian Organic Agriculture Association (COrAA), einen Zusammenschluss von Genossenschaften, kleinen Unternehmern, Landwirten sowie Nicht-Regierungsorganisationen, die sich für die Förderung der ökologischen Landwirtschaft in Kambodscha einsetzen.

Warum haben Sie sich dafür entschieden, für die GIZ als Entwicklungshelfer zu arbeiten?

Für mich war das Engagement in der ländlichen Entwicklung ausschlaggebend.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitstag aus?

Da die Partnerorganisation relativ wenige Mitarbeiter hat, verbringe ich einen Teil meiner Arbeitszeit mit der Kommunikation mit Mitgliedern, aber auch mit anderen interessierten Gruppen und Personen, meist mittels Emails. Darüber hinaus berate ich die Kollegen und die Vorstandsmitglieder bei ihren zahlreichen und vielfältigen Aufgaben. Gelegentlich begleite ich Kollegen bei ihrer Arbeit mit den Mitgliedern auf dem Lande.

Wie ist es, als Entwicklungshelfer für den Entwicklungsdienst der GIZ zu arbeiten?

Nachdem ich schon einmal mit einer kleineren Entsendeorganisation gearbeitet habe, finde ich es von Vorteil durch eine größere Organisation entsandt zu werden, die bei Bedarf die Entwicklungshelfer Vorort direkt unterstützen kann.

Was ist Ihre wichtigste Erfahrung, seit Sie als Entwicklungshelfer arbeiten?

Die Arbeit ist sehr vielfältig und häufig entwickeln sich unerwartete Dynamiken, die wiederum zu Aufgaben führen, die nicht vorgesehen waren. So muss ich mir fortwährend neues Wissen aneignen.

Ihr Rat für jemanden, der als Entwicklungshelfer/in für den Entwicklungsdienst der GIZ tätig werden will?

Es ist natürlich wichtig, in fachlicher und beratungsmethodischer Hinsicht gut vorbereitet zu sein, aber ebenso wichtig ist es, geduldig und flexibel zu sein, um so auf unvorhergesehene Entwicklungen und Anforderungen eingehen zu können.