Geschichte

Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) war der Vorgänger des heutigen Entwicklungsdienstes der GIZ. Gegründet 1963 nach dem Vorbild des US-amerikanischen „Peace Corps“ blickt er auf eine lange Geschichte zurück.

Blick zurück: Entsendung von Entwicklungshelfer*innen seit 1963

Nah dran und Partnerschaft auf Augenhöhe sind Stichworte, die das Engagement von Entwicklungshelfer*innen der GIZ beschreiben. Als staatliche Entsendeorganisation führt sie das Engagement des früheren DED fort. 48 Jahre lang leistete er Hilfe zur Selbsthilfe bei der Überwindung von Armut. Dabei stellte er den Partner vor Ort in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit lokalen Organisationen entwickeln Entwicklungshelfer*innen bis heute Lösungen, zugeschnitten auf den jeweiligen Bedarf im Partnerland. Dabei arbeiten sie vorrangig auf kommunaler und regionaler Ebene und sind häufig in lokalen Strukturen der Zivilgesellschaft verankert.

 

Gründung Deutscher Entwicklungsdienst (DED)

 

Am 24. Juni 1963 wurde der DED mit einer feierlichen Zeremonie gegründet. Vorbild war das „Peace Corps“ der USA. Dementsprechend freuten sich Bundespräsident Heinrich Lübke, Bundeskanzler Konrad Adenauer und Walter Scheel als zuständiger Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, zur Gründungsfeier den US-Präsidenten John F. Kennedy begrüßen zu können. Auf seine Initiative war zwei Jahre zuvor das amerikanische Friedenscorps gegründet worden.

Bereits 1964 reisten die ersten 110 Entwicklungshelfer*innen nach Tansania, Libyen, Afghanistan und Indien aus. 1966 waren 1000 Entwicklungshelfer*innen in 20 Ländern im Einsatz. Den/Die 10.000. Entwicklungshelfer*in entsandte der DED 1994.

 

Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG)

 

Der rechtliche Status wurde mit der Verabschiedung des Entwicklungshelfer-Gesetzes 1969 geklärt. Entwicklungshelfer*in ist seitdem, wer „in Entwicklungsländern ohne Erwerbsabsicht Dienst leistet, um in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Fortschritt dieser Länder beizutragen.“ 

Heute entsenden sieben Organisationen, darunter die GIZ als einzige staatliche, auf Basis dieses Gesetztes Entwicklungshelfer*innen. Sie haben sich in der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD) zusammengeschlossen.

 

GIZ führt Engagement als Entsendeorganisation für Entwicklungshelfer*innen weiter

 

Im Jahr 2011 verschmolz der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und der Inwent - Internationale Weiterbildung und Entwicklung – zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. Damit greift die GIZ als Entsenderin von Entwicklungshelfer*innen (EH) auf die Expertise und das Wissen des DED zurück. Von 1963 bis 2010 entsandte der DED als Vorgängerorganisation der GIZ über 16.000 Fachkräfte in 72 Partnerländer.

 

Personenzahlen des DED

 

Im letzten Jahr des DED 2010 waren 1.111 Entwicklungshelfer*innen in 48 Partnerländer tätig. Fast 300 Mitarbeiter*innen waren in der Bonner Zentrale beschäftigt. Das Engagement in der Nachwuchsförderung wurde mit 100 Entwicklungsstipendiat*innen sichtbar, darüber hinaus beschäftigte der DED 700 einheimische Fachkräfte vor Ort und war für mehr als 800 Freiwillige unter 23 Jahre verantwortlich, die über „weltwärts mit dem DED“ in Projekten der Partnerländer mitarbeiteten.

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