Projekte

Dr. Milad Karimi bei der Veranstaltung Religion matters- Zukunftsfragen neu denken

Verschiedene Projekte und Veranstaltungen sollen dazu beitragen, das Thema Werte, Religion und nachhaltige Entwicklung voranzubringen.

Die Dialogreihe „Religion Matters – Zukunftsfragen neu denken“ bringt bedeutende Religionsvertreter und andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zum Austausch mit politischen Entscheidungsträgern und zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammen, um einen Diskurs über Werte in der Entwicklungspolitik anzuregen. Bisher waren zu Gast: Dharam Singh Nihang Singh, hochrangiger Gelehrter der Sikh-Religion, der islamische Theologe Dr. Milad Karimi, Erzbischof Ignatius Kaigama und Emir Muhammadu Muazu.

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Religion matters - Zukunftsfragen neu denken

Religion und Kultur sind gesellschaftliche und politische Gestaltungskräfte, die Lebensstil, Weltsicht und Engagement vieler Menschen prägen. Eine Entwicklungspolitik, die den individuellen Menschen respektiert, muss sich auch mit dessen Blick auf die Welt auseinandersetzen.

Mit der DialogreiheReligion Matters – Zukunftsfragen neu denken“ laden das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die GIZ vierteljährlich zu einem Austausch von Religionsvertretern und anderen Persönlichkeiten mit politischen Entscheidungsträgern und zivilgesellschaftlichen Akteuren ein.

Nach dem Vortrag eines Gastredners über Religion, Werte und Entwicklung moderiert Nazan Gökdemir, bekannt vom ARTE Journal und aus der ZDF-Sendung „Forum am Freitag“ eine Diskussion mit einem kleinen Kreis geladener Gäste. Die Ergebnisse der Dialoge werden dokumentiert und verbreitet, um Impulse und Handlungsanregungen für die Zukunft zu geben.

Bisherige Veranstaltungen:

Reverend Andrea Zaki Stephanous und Scheich Usama al-Sayyid Al-Azhari, September 2016 (pdf, 0.34 MB, DE) Rabbi Awraham Soetendorp, Juni 2016 (pdf, 0.36 MB, DE) Dr. Ha Vinh Tho, April 2016 (pdf, 0.36 MB, DE) Erzbischof Kaigama und Emir Muazu, Oktober 2015 (pdf, 0.38 MB, DE) Dr. Milad Karimi, Juni 2015 (pdf, 0.35 MB, DE) Dharam Singh Nihang Singh, März 2015 (pdf, 0.36 MB, DE)
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Forschung trifft Praxis

Himmel auf Erden? Der Beitrag von Werten und Religion für nachhaltige Entwicklung

Im Namen der Religion morden und brandschatzen gewaltbereite Gruppen wie die Lord‘s Resistance Army und Boko Haram, gleichzeitig stellen religiöse Organisationen die medizinische Grundversorgung für die Hälfte aller Menschen in Subsahara-Afrika sicher. Die hier sichtbar werdende Ambivalenz lässt erkennen, in welchem Spannungsfeld sich die deutsche Entwicklungspolitik systematisch verorten muss.

Bisher wurde der Faktor Religion in der internationalen Zusammenarbeit nur unzureichend berücksichtigt. 80 Prozent der Menschen weltweit fühlen sich einer Religion zugehörig. Religion stellt einen Referenzrahmen für ihr Handeln dar. Vor diesem Hintergrund gab es in den letzten Jahren erste konkrete Bemühungen, die gestalterischen Potenziale von Religion in die entwicklungspolitische und internationale Zusammenarbeit einzubeziehen.

In der sozialwissenschaftlichen Forschung wird dem Einfluss von Religion für die Entwicklung eines Landes seit langem Bedeutung beigemessen. Doch wie kann theoretisches Wissen über Religion in die Praxis der internationalen Zusammenarbeit eingebracht und im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung umgesetzt werden? Ein Ansatz ist hierbei, die Kompetenz der Akteure im Umgang mit Religion zu fördern und das Wissen über Religion (religious literacy) ganz praktisch in die Programmarbeit einzubeziehen.

Vor diesem Hintergrund ging eine Veranstaltung in der Reihe „Forschung trifft Praxis“ folgenden Fragen nach: Was sind Herausforderungen und Risiken der Zusammenarbeit mit religiösen Akteuren? Welche Kompetenzen benötigen Mitarbeiter der internationalen Zusammenarbeit im Umgang mit Religionen? Wie kann es gelingen, zu einer gemeinsamen Werteorientierung zu kommen, die zu nachhaltiger Entwicklung beiträgt? Welchen konkreten Beitrag kann der Islam auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten?

Es diskutierten Dr. Milad Karimi, Professor für Kalam, islamische Philosophie und Mystik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Björn Zimprich, Mitarbeiter im Programm Verbesserung kommunaler Wassereffizienz durch Zusammenarbeit mit religiösen Autoritäten, GIZ Jordanien. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Jacqueline Boysen (Journalistin und Autorin). Die Dialogveranstaltung mit anschließendem informellem Austausch fand im Oktober 2015 statt.

Kontakt

Bitte wenden Sie sich an
ReligionMatters@giz.de


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