Klima

Dürren, Überschwemmungen, Stürme, Hitzewellen: Der Klimawandel hat bereits heute spürbare Auswirkungen auf der ganzen Welt. Entwicklungsländer sind von den negativen Folgen des Klimawandels besonders stark betroffen. Gleichzeitig tragen sie die geringste Verantwortung für die Klimaveränderungen.

Diesem Umstand trägt auch die internationale Klimapolitik Rechnung, deren Grundlage die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, kurz UNFCCC) ist. 2015 wurde in Paris ein neues Klimaabkommen vereinbart, das im November 2016, noch vor der Klimakonferenz in Marrakech, in Kraft trat. Die Vertragsstaaten, zu denen auch Deutschland gehört, haben sich zum Ziel gesetzt, die globale Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau auf unter 2 °C (möglichst 1,5°C) zu begrenzen. Das Kernstück des Parisabkommens sind die nationalen Beiträge zur Erreichung der globalen Klimaziele (s.u.). Jedes Land, welches das Parisabkommen ratifiziert hat, definiert seinen nationalen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele (Nationally Determined Contribution – NDC), hält diesen nach und berichtet über seine Umsetzung.

Die internationale Gemeinschaft hat sich zur Erreichung der Klimaziele folgendermaßen geeinigt: erstens sollen die globalen THG rasch ihren Höchststand erreichen und in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts auf netto null reduziert werden (sog. THG-Neutralität). Dafür müssen die Weltwirtschaft dekarbonisiert und verbleibende THG-Quellen durch Senken, wie z.B. den Wald, ausgeglichen werden. Zweitens erhält Anpassung an den Klimawandel erstmals dasselbe politische Gewicht wie Minderung von THG-Emissionen. Anpassungskapazitäten sollen erhöht, Resilienz soll gestärkt und Vulnerabilität gegenüber dem Klimawandel soll verringert werden. Drittens will die Staatengemeinschaft die Finanz-ströme umlenken und mit einer klimaresilienten und emissionsarmen Entwicklung in Einklang bringen.

Sowohl im Hinblick auf die Minderung von Treibhausgasemissionen als auch bei der Anpassung an den Klimawandel sind Entwicklungs- und Schwellenländer auf finanzielle Unterstützung durch die Industrieländer angewiesen. Letztere haben sich im Rahmen des Parisabkommens dazu verpflichtet, den Grünen Klimafonds (Green Climate Fund – GCF) mit finanziellen Mittel auszustatten, um Projekte zu fördern und zu finanzieren, die einen Transformationsprozess bewirken, hin zu einer kohlenstoffneutralen und klimaresilienten Gesellschaft und Wirtschaft.

Die GIZ hat sich im Jahr 2016 beim GCF akkreditiert und ist somit in der Lage, Projektvorschläge beim GCF einzureichen und bei genehmigter Finanzierung durch den GCF, diese in und mit den Partnerländern umzusetzen.

Im Auftrag der Bundesregierung leistet die GIZ durch vielfältige Aktivitäten im Klimabereich einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in den Partnerländern. Sie berät Regierungen und unterstützt Projekte in den Bereichen Minderung von Treibhausgasemissionen und Erhalt von Kohlenstoffsenken, Anpassung an den Klimawandel und Klimafinanzierung.

Aus unserer Arbeit

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Klimafinanzierung

Die GIZ unterstützt ihre Partnerländer bei der Entwicklung von Strategien und einem kohärenten Politikrahmen als Basis für die Finanzierung von Klimaprojekten.

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Minderung von Treibhausgasemissionen

Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, Anstrengungen zur Bekämpfung des Klimawandels weltweit zu fördern. Im Auftrag der Bundesministerien für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) berät und unterstützt die GIZ Partnerländer bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien, Politiken und Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasen, Anpassung an den Klimawandel und Klimafinanzierung.

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Proklima: Ozonschicht schützen – Klima schonen

Proklima unterstützt die Partnerländer bei der Einführung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien, die der Ozonschicht nicht schaden und die nicht zur globalen Erwärmung beitragen.

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