Gender in der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung

Junge Frauen vor Computern. Copyright GIZ

Nachhaltiges und breitenwirksames Wirtschaftswachstum ist eine Grundvoraussetzung zur Armutsminderung. Eine armutsmindernde Wirkung entfaltet sich nur dann vollständig, wenn Frauen wie Männer in gleichem Umfang an wirtschaftlichen Entwicklungs- und Wachstumsprozessen teilhaben. Wer jedoch kaum Zugang zu Bildung, Land, Finanzdienstleistungen und Technologien hat, ist von weiten Teilen des Arbeitsmarktes ausgeschlossen und ist oftmals gezwungen prekäre Beschäftigung zu menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen zu akzeptieren. Weltweit ist die gleichberechtigte wirtschaftliche Teilhabe der Geschlechter erst zu rund 58 Prozent sichergestellt.

Die Benachteiligung von Frauen und Männern in wirtschaftlichen Prozessen verstößt aber nicht nur gegen die Menschenrechte, sondern ist auch aus volkswirtschaftlicher Perspektive betrachtet sehr rückwärtsgewandt. Empirische Studien zeigen: Die Wachstumsrate steigt, wenn die ungleiche wirtschaftliche Teilhabe der Geschlechter abnimmt. Im Gegensatz dazu verursacht ein nicht ausgeschöpftes Potenzial beider Geschlechter immense volkswirtschaftliche Kosten. Jährlich gehen so mehrere Milliarden Dollar in Form von nicht realisiertem Wirtschaftswachstum verloren und auch öffentliche Haushalte leider unter Steuereinbußen oder fehlender Gegenfinanzierung für soziale Sicherungssysteme.

Die GIZ unterstützt beide Geschlechter darin, sich aktiv am wirtschaftlichen Fortschritt zu beteiligen und ihre Existenzen aus eigener Kraft zu sichern.