Finanzsystementwicklung und Versicherung

Jede effiziente Wirtschaftsordnung basiert auf einem Finanzsystem, das den Bedürfnissen von Bevölkerung und Unternehmen gerecht wird. So fördert der Zugang zu bedarfsgerechten Finanzdienstleistungen Privateigentum, unternehmerische Initiative und die Mobilisierung lokaler wirtschaftlicher Ressourcen. Deshalb bilden Finanzsysteme das Rückgrat einer funktionierenden Marktwirtschaft.

Finanzsystementwicklung

Bestehende Finanzsysteme in unseren Partnerländern spiegeln in der Regel die vorherrschende ordnungspolitische Konzeption wider. Haben wirtschaftliche Akteure eingeschränkte Möglichkeiten zur Entscheidung und nehmen Staat oder einzelne Interessensgruppen zu starken Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen, schlägt sich das negativ auf die Funktionsfähigkeit von Finanzinstitutionen und damit des gesamtes Finanzsektors nieder. Im Ergebnis sind dann nicht selten die Finanzsysteme fragil und große Bevölkerungsgruppen vom formalen Finanzsystem ausgeschlossen.

Reformen im Finanzsektor zielen daher darauf ab, das Finanzsystem als solches zu stabilisieren. Auch geht es darum, ein nachhaltiges Angebot an Finanzdienstleistungen für breitere, bisher nicht oder nur unzureichend bediente Bevölkerungsteile zu schaffen.

Neben Mikrokrediten und anderen Mikrofinanzdienstleistungen wie Mikrosparprodukten und Mikroversicherungen engagiert sich die GIZ in zusätzlichen Bereichen wie Digital Finance. Hier bietet sich eine große Chance für die Teilhabe von zahlreichen bisher ausgeschlossenen Menschen an finanziellen Dienstleistungen, es stellt unsere Partner aber in Hinblick auf Regulierung und Datenschutz auch vor neue Herausforderungen.

Beim G20 Gipfel 2010 in Seoul, Korea, wurde die „Global Partnership for Financial Inclusion“ ins Leben gerufen. Sie soll diesem ganzheitlichen Ansatz der finanziellen Inklusion Rechnung tragen. Die Alliance for Financial Inclusion (AFI), Consultative Group to Assist the Poor (CGAP) und die International Finance Corporation (IFC) sind damit beauftragt, die Ziele dieser globalen Initiative dauerhaft umzusetzen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit orientiert sich in der Finanzsystementwicklung an der „Sektorstrategie Finanzsystementwicklung“ und dem BMZ-Konzept „Kleine Beiträge – große Sicherheit - Mikroversicherungen in der Finanzsystementwicklung“.

Der in den fachlichen Leitlinien beschriebene Ansatz bezieht dem Partnerland entsprechend alle Ebenen und Akteure des Finanzsystems ein. So lassen sich nachhaltige Struktureffekte erzielen. Zu diesem Zweck kann auf deutscher Seite auch auf die Unterstützung langjähriger Kooperationspartner wie der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation und dem Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V., der Bankenaufsicht Bafin oder der Bundesbank zurückgegriffen werden.

Aus unserer Arbeit

MEHR SCHLIESSEN

Finanzsystementwicklung im Detail

Zusätzliche Informationen zu den fünf Kernthemen, Hintergründen und den von uns verfolgten Ansätzen finden Sie hier.
Mehr zu diesem Thema

Kontakt

Bitte wenden Sie sich an
financial.systems@giz.de


Symposium on Economic and Social Development, Employment

Dokumentation

Beratungs- und Dienstleistungsangebot

Hier erhalten Sie einen Überblick über unser fachlich-methodisches Leistungsangebot.

Logo des Bundesminsteriums für wirtschaftiche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)