Offizielle Eröffnung des NFA Girls Centre auf dem Gelände des namibischen Fußballverbands (NFA)

©BMZ/Stefan Oosthuizen

(25.03.2016)

Nachdem der erste Spatenstich im Oktober 2014 vollzogen war, wurde nun am 15. März 2016 das „NFA Girls Centre“ in Windhuk offiziell eröffnet. Es sprachen die stellvertretende Ministerin für Sport, Jugend und Kultur Agnes Tjongarero, der Präsident des namibischen Fußballverbands (NFA) Frans Mbidi, der deutsche Botschafter in Namibia Christian Schlaga, der Leiter des BMZ-Referats „Bildung und digitale Welt“ Roland Lindenthal sowie der 1. Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) Dr. Rainer Koch und der Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW), Hermann Korfmacher. 

In ihren Redebeiträgen betonten die namibischen und deutschen Partner die Bedeutung des „NFA Girls Centre“ für Mädchen und junge Frauen. Ein sicherer Ort, wo sie sich treffen und frei entfalten und viele sportbezogene Angebote nutzen können. Wegen dieser Vorzüge hat die Frauenabteilung des NFA den Frauenfußball in Namibia aktiv gefördert.

Viele Gäste aus Politik und Sport sowie Repräsentanten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen sowie von HIV-Organisationen nahmen an der Eröffnungszeremonie des Zentrums teil. Jackie Gertze, Mitarbeiterin der NFA-Frauenfußballabteilung, hieß die Gäste herzlich willkommen. 

Roland Lindenthal unterstrich die Relevanz von Sport für die Erreichung entwicklungspolitischer Ziele. Das „Girls Centre“ sei ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie unterschiedliche Akteure aus Sport, Zivilgesellschaft und Politik zusammenwirken können, um einen sicheren Ort für junge Frauen zu schaffen. 

Dr. Rainer Koch sprach von der Vielzahl an Möglichkeiten, die der Fußballsport insbesondere für Mädchen mit sich bringt. Fußball stärkt das Selbstvertrauen, fördert das Verständnis für Gleichberechtigung und für die Bedeutung von Gesundheitsthemen. Dr. Koch beendete seine Rede mit dem Satz: „Lasst die Mädchen spielen!“ 

Der Präsident der NFA, Frans Mbidi, bedankte sich bei der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowie bei DFB und FLVW für das fortlaufende Engagement und die Unterstützung. Er bewertete das neue Mädchensport- und Gemeindezentrum als „Meilenstein für die Beziehung zwischen jungen Frauen und Fußball“.

Der deutsche Botschafter Christian Schlaga beschrieb die solide Partnerschaft zwischen der Deutschen Bundesregierung und der Republik Namibia und wies darauf hin, dass Deutschland seit 1990 ca. 800 Millionen Euro (ungefähr 13 Milliarden Namibische Dollar) zur Entwicklung Namibias beigetragen hat. Namibia erhält die höchste Pro–Kopf-Unterstützung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in ganz Afrika. 

Die namibische Vizeministerin Tjongarero schließlich betonte die Bedeutung der Jugendlichen für die Verwirklichung der Vision 2030 der namibischen Regierung. Das „Girls Centre“ wird dazu beitragen, „die jungen Mädchen in eine Generation zu verwandeln, die in der Lage ist, ihr volles Potential auszuschöpfen und erfolgreich Karriere zu machen“. Talentierte Mädchen haben nun die Möglichkeit, mit ausgebildeten Trainerinnen und Trainern in einem guten Lernklima zu trainieren. Dies werde einen „positiven Einfluss auf den nationalen Fußball, die Entwicklung der Individuen, der Gemeinde und der ganzen Nation haben“. 

Nach der Danksagung des NFA-Generalsekretärs Barry Rukoro wurden die Ehrengäste eingeladen, ihre Fußballkünste an einer speziell für die Eröffnung angefertigten Torwand zu testen. Sie konnten sich dabei mit Zenata Coleman, einer Spielerin der Brave Gladiators, und der ehemaligen deutschen Nationalspielerin und Galz&Goals-Botschafterin Nia Künzer messen. Zum Schluss wurde die Veranstaltung mit einer Führung durch das neueröffnete Centre und einem kleinen Turnier auf dem angrenzenden Fußballplatz abgerundet.

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    Rahmenprogramm der Eröffnung des NFA Girls Centre. ©BMZ/Stefan Oosthuizen
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    Junge Mädchen nehmen gemeinsam mit der Galz&Goals-Botschafterin Nia Künzer an der Eröffnung des NFA Girls Centre teil. ©BMZ/Stefan Oosthuizen
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    V.l.n.r.: Roland Lindenthal, Christian-Matthias Schlaga, Hermann Korfmacher, Frans Mbidi, Zenatha Coleman, Agnes Tjongarero, Barry Rukoro, Maureen Hinda, Nia Künzer und Dr. Rainer Koch. ©BMZ/Stefan Oosthuizen

Kontakt

Olaf Handloegten
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