Handbuch: Sport für Arbeitsmarktbefähigung

Mädchen und Jungen im Blaumann mit Ausbilder ©GIZ/Ashraf Dowani

Handbuch „Sport für Arbeitsmarktbefähigung“ in den Palästinensischen Gebieten veröffentlicht. (30.08.2016)

Im gesamten Westjordanland wird Fußball zur Schulung von wichtigen Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt genutzt. Erkenntnisse und Erfahrungen aus Trainingseinheiten mit Jugendlichen und das Feedback palästinensischer Trainer wurden nun in einem Handbuch gebündelt. Am Montag, den 29. August 2016, feierten das Palästinensische Arbeitsministerium und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Veröffentlichung des sportpädagogischen Handbuchs „Kicking Youth Competences“ im Festsaal des Orthodoxen Sportvereins in Ramallah. Das Handbuch stellt die gemeinsamen Bemühungen lokaler und internationaler Experten zur Unterstützung der Arbeitsmarktbefähigung von jungen Menschen durch Sport in Palästina dar. 

Der Vize-Arbeitsminister Naser Qatami eröffnete die Veranstaltung mit den Worten: „Solch ein Handbuch ist nicht nur wegen seines positiven Einflusses auf die Entwicklung persönlicher und sozialer Fähigkeiten von Jugendlichen wichtig, sondern dient auch als ein attraktives Instrument für die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen und zur Förderung der technischen und beruflichen Aus- und Weiterbildung (Technical Vocational Education and Training, TVET) sowie der besseren Abstimmung auf die Ansprüche des Arbeitsmarktes. Dr. Rachel Folz, Auslandsreferentin des BMZ fügte hinzu: „Deutschland freut sich, solch einen innovativen Ansatz der Jugendarbeit in Palästina zu unterstützen und Mittel zur Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit bereitzustellen.“

Das Handbuch „Kicking Youth Competences“ wurde vom Deutschen Fußball-Bund e.V. (DFB) und der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH entwickelt. Die Partner bündelten ihre Erfahrung und teilten sie mit dem Arbeitsministerium, der Al-Quds-Universität und der Nichtregierungsorganisation (NRO) Palestine Sports for Life. So wurde ein praxisnahes Handbuch entwickelt, das Jugendlichen durch Sport wichtige Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt vermittelt. 

Es ist so gestaltet, dass es jeder nutzen kann, der mit Jugendlichen arbeitet, wie zum Beispiel Berufsbildungsberater, Lehrer und Sozialarbeiter. Organisationen, die sich ebenfalls in der Jugendförderung engagieren, wurden im Rahmen der Veranstaltung eingeladen, an der nächsten Fortbildung zum Ansatz „Sport für Arbeitsmarktbefähigung“ teilzunehmen. Im Oktober und November 2016 wird es hierzu zwei dreitägige Workshops geben.

Vertreter des Arbeitsministeriums, des Ministeriums für Bildung und höhere Bildung sowie von Universitäten, Berufsbildungszentren, NROs und internationalen Organisationen nahmen an der Veranstaltung teil. Sie endete mit einer interaktiven Trainingseinheit, die von palästinensischen Jugendlichen durchgeführt wurde. Diese wurden von Trainern der NRO Palestine Sports for Life geschult, die ihrerseits zuvor durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit dem Ansatz „Sport für Arbeitsmarktbefähigung“ ausgebildet worden waren. 

Seit Ende 2014 implementiert die GIZ im Auftrag des BMZ Programme im Bereich „Sport für Entwicklung“ in den Palästinensischen Gebieten. In diesem Kontext soll Sport dazu beitragen, berufliche Bildung attraktiver zu gestalten, und damit gleichzeitig weitere Programme und Trainingseinheiten der deutschen EZ im Bereich der beruflichen Bildung unterstützen. Richtig eingesetzt kann Sport ein Instrument zur Schulung persönlicher und sozialer Fähigkeiten (Soft Skills) wie Teamwork, Kommunikation und Entscheidungsfähigkeit sein – Werte, die grundlegend für die berufliche Entwicklung sind.

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    Sportpädagogische Programme tragen dazu bei, Jugendliche für eine Berufsausbildung zu begeistern. ©GIZ/Ashraf Dowani
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    Im Rahmen der Maßnahmen der deutschen EZ können Mädchen und Jungen ihr Stärken unter anderem im handwerklichen Bereich erproben. ©GIZ/Ashraf Dowani

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