Geschäftschancen in der Entwicklung von hybriden Mini-Grids in Kenia

Ankündigung der PEP-Informationsveranstaltung am 14. Oktober 2016

Anfang 2016 hatten etwa 40 Prozent der Gesamtbevölkerung Kenias Zugang zum Stromnetz, wobei der Anteil für die ländliche Bevölkerung nur bei etwa 5 Prozent liegt. Allerdings hat sich die kenianische Regierung bis 2020 eine vollständige Elektrizitätsversorgung auch in ländlichen Gegenden zum Ziel gesetzt. Um dieses Ziel zu erreichen, sind besonders Mini-Grids eine geeignete und in Kenia politisch gewünschte Alternative zu dem mitunter nicht kosteneffizienten Ausbau des nationalen Stromnetzes.

Die 2007 gegründete ländliche Elektrifizierungsbehörde (Rural Electrification Authority, REA) treibt diese Entwicklung mit einem besonderen Fokus auf Solarenergie voran. Während erst Anfang September 2016 fünfundzwanzig „Mini-Grid“-Projekte in einer durch die Weltbank finanzierten Ausschreibung vergeben wurden, stehen bereits für Ende 2016 und Anfang 2017 weitere Tender für bis zu 23 „Greenfield Mini-Grids“ an. Einige davon werden durch die KfW finanziert; andere werden von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ausgeschrieben. Zusätzlich ist die Hybridisierung von 23 bestehenden Inselnetzen des Energieversorgers Kenya Power (KPLC) bereits seit längerem geplant und wird nun kurzfristig angestrebt.

Zu den oben genannten Ausschreibungen wird die Informationsveranstaltung „Geschäftschancen in der Entwicklung von hybriden Mini-Grids in Kenia“ am 14. Oktober 2016 umfangreiche Hintergrundinformationen und Praxiseinblicke bieten und eine gleichnamige AHK-Konsortialgeschäftsreise vom 28. November bis 2. Dezember vorbereiten. Dazu stehen als Sprecher und Diskussionspartner hervorragend vernetzte Experten aus Kenia zur Verfügung. Ziel ist die Befähigung deutscher KMU zur Abgabe eines möglichst passgenauen Angebotes auf die genannten Ausschreibungen. Darüber hinaus geben – unabhängig von den staatlichen Ausschreibungen – Praxisberichte von privatwirtschaftlichen Initiativen im kenianischen „Mini-Grid“-Sektor Einblicke in die besonderen Herausforderungen dieses interessanten Investitionsfeldes.

Unternehmen mit Interesse an einer Teilnahme an der AHK-Konsortialgeschäftsreise „Geschäftschancen in der Entwicklung von hybriden Mini-Grids in Kenia“ sind gebeten, bereits bei der Informationsveranstaltung mit möglichen deutschen Partnern für ein Konsortium zur Bewerbung auf die oben genannten Ausschreibungen zu erscheinen. Für die Teilnahme an der Konsortialgeschäftsreise werden zwei vertikal integrierte Konsortien aus mindestens 3, maximal 4 Mitgliedsunternehmen zugelassen. Das Projektentwicklungsprogramm unterstützt bei der Bildung von Konsortien und begleitet die Vorbereitung der Reise eng durch Beratung bei der Angebotslegung.

Die Veranstaltung findet in der GIZ-Repräsentanz am Reichpietschufer 20 in Berlin statt. Die Teilnahme ist für Besucher kostenlos. Die Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch, alle Vorträge werden simultan übersetzt.

Kontakt

Simon Bittner
simon.bittner@giz.de

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