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Afghanistan Carpenter ©Haas/GIZ
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Sauber Kochen

Zu Gast im kleinen Ort Sivinca Mayu im Südwesten Boliviens. Seit ein paar Monaten kocht Claudia Cespedes auf ihrem neuen Herd. Dadurch braucht sie fürs Kochen nur noch etwa die Hälfte an Feuerholz. „Früher habe ich auf einem Drei-Steine-Feuer gekocht. Jedes Mal musste ich husten und meine Augen tränten“, berichtet sie. „Damals war die Küche der hässlichste Ort im Haus. Jetzt haben wir die Wände neu gestrichen, es ist sauberer, weil der Herd nicht mehr rußt. Und ich muss keine Angst mehr haben, dass sich meine kleine Tochter am Feuer verbrennt.“

Dame Kocht an Herd.
Sauberes Kochen
Zugang zu Energie ist ein Schlüssel zur Armutsbekämpfung. Das internationale Vorhaben Energising Development (EnDev) unterstützt Bolivien dabei, auch die ländliche Bevölkerung mit moderner Energie zu versorgen. EnDev wird von Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Australien, Großbritannien, Irland und der EU finanziert. Eine flächendeckende Elektrifizierung nach europäischem Vorbild ist bei niedriger Bevölkerungsdichte nicht sinnvoll. Deshalb fördert die GIZ Netzverdichtung und wo es kein Netz gibt, den Ausbau von Photovoltaik Anlagen oder kleinen Wasserkraftwerken zur Stromerzeugung. In den letzten vier Jahren haben durch EnDev rund 500.000 Menschen Zugang zu moderner Energie erhalten.
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Licht ins Dunkel

Ein Mann steht im Dunkeln unter einer Lampe.
18 Uhr: Dunkelheit in Bolivien
„Das Leben ist viel besser geworden, seitdem wir Strom haben“, freut sich Pedro Huayllas. Vor kurzem erst wurde seine Hütte in den bolivianischen Yungas, jenen fruchtbaren Andentälern nordöstlich von La Paz, ans Stromnetz angeschlossen. Nun sitzen er und seine Frau Simona abends in der kleinen Hütte und genießen es, zu lesen. Früher nutzte das Ehepaar eine Petroleumlampe, die nur wenig Licht gab, dafür jede Menge Ruß produzierte.

Auch Claudia Cespedes wünscht sich Strom – und einen Zugang zum Internet, damit ihre Kinder besser lernen und vielleicht einmal studieren können.

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Energie für Haushalte

Familie steht um einen Kochtopf herum.
Verbesserte Verbrennung gleich weniger Rauch
Unsere Erfahrung zeigt, dass Maßnahmen zur Energiegrundversorgung für Haushalte die Lebensbedingungen vielfältig verbessern. So sinken durch den Einsatz neuer Technologien häufig die Ausgaben für Energie. In Honduras beispielsweise müssen die Familien nur noch 1,3 Dollar im Monat als Ratenzahlung für ihre kleine Solaranlage ausgeben. Um abends Licht zu haben, gaben sie vorher monatlich fünf Dollar für Petroleum und Kerzen aus.

Haushalte in Äthiopien, die einen effizienten Kochherd nutzen, sparten 2008 durch den geringeren Bedarf an Feuerholz monatlich im Durchschnitt fast zwei Euro. Das klingt wenig, kann aber für arme Haushalte bis zu zehn Prozent ihres Monatseinkommens ausmachen. Die Familien nutzen dieses Geld unter anderem für das Bezahlen von Nahrung, Wasser, Telefonrechnungen und Schulgebühren.

Verbesserte Verbrennung gleich weniger Rauch

Durch die verbesserte Verbrennung entsteht auch weniger Rauch. Davon profitieren besonders Frauen und kleine Kinder. Eine aktuelle Studie aus Peru zeigt, dass bei Familien, die auf einem effizienten Herd kochen, die Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen um etwa zwei Drittel gesunken sind.

In Bangladesch wurden mit Unterstützung der GIZ bereits mehr als 90.000 Solar Home Systems (SHS) verbreitet. Im Durchschnitt lernen Grundschüler in Haushalten mit SHS nun abends fast zwei Stunden. Die Nutzung moderner Medien wie Radio und Fernsehen eröffnet weitere Chancen für Bildung und politische Teilhabe. 62 Prozent der SHS-Haushalte berichten, dass sie sich nun besser über das aktuelle Tagesgeschehen informiert fühlen.