Ansatz

solar trade fair / © GIZ 2012

Die GIZ unterstützt seit 30 Jahren die Verbreitung von energiesparenden Technologien und angepassten Lösungen zur Energieversorgung. So wurden 2,5 Millionen effiziente Herde allein in den letzten sechs Jahren mit Hilfe der GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erfolgreich produziert und vermarktet. Sie sparen bis zu 60 Prozent der zuvor verbrauchten Biomasse ein und entwickeln im Vergleich zu traditionellen Herden nur wenig Rauch. Auch kleine Solaranlagen, Biogas und Kleinwasserkraft helfen, den Grundbedarf an Energie von Haushalten, sozialen Einrichtungen und Kleinunternehmen zu decken. Jedoch muss eine verbesserte Energieversorgung durch neue oder effizientere Technologien immer auch an die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Nutzer angepasst sein. Nur so ist sie langfristig erfolgreich.

Viele effiziente Technologien zur Energiegrundversorgung werden in Entwicklungsländern bereits erfolgreich eingesetzt. Eine flächendeckende Elektrifizierung nach europäischem Vorbild ist bei niedriger Bevölkerungsdichte nicht sinnvoll. Deshalb fördert die GIZ Netzverdichtung und, wo es kein Netz gibt, den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen oder kleinen Wasserkraftwerken zur Stromerzeugung. Doch fehlt es häufig an ausgereiften Konzepten für eine breitenwirksame, nachhaltige Einführung und Verbreitung dieser Technologien. So liegt etwa die Verbreitungsrate effizienter Kochherde in vielen Ländern unter zehn Prozent.

Auch politische Strategien zur nachhaltigen Nutzung der Ressourcen sind wichtige Elemente einer nachhaltigen Energieversorgung. Sie werden in vielen Ländern noch wenig beachtet.