Landwirtschaft und Klimawandel

Die Landwirtschaft zählt zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Sektoren. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung fallen regional sehr unterschiedlich aus und beeinträchtigen die Landwirtschaft vor allem durch die Zunahme klimatischer Extremereignisse, wie Dürreperioden und Überschwemmungen. Kleinbäuerliche Familien in Entwicklungsländern sind aufgrund der hohen Abhängigkeit von der Landwirtschaft am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen. Sie verfügen nicht über die nötigen finanziellen, institutionellen, technischen und personellen Ressourcen, um die Folgen des Klimawandels frühzeitig abzupuffern.

Die Landwirtschaft ist jedoch nicht nur von der globalen Erwärmung betroffen, sondern trägt durch die Emission von Treibhausgasen maßgeblich zu dieser bei. Rund 14 Prozent der weltweit emittierten Treibhausgase stammen aus der Landwirtschaft, 80 Prozent davon werden in Entwicklungsländern freigesetzt. Hinzu kommen Emissionen durch Landnutzungsänderungen. In der Landwirtschaft werden durch Einsatz von Düngemitteln, Bodenbearbeitung, Verbrennung von Ernterückständen und Nassreisanbau in hohem Maße Methan und Lachgas emittiert.

Minderung landwirtschaftlicher Treibhausgase und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels sind gleichberechtigte Ziele. Die Weiterentwicklung und Verbreitung von adäquaten Anpassungsmaßnahmen wird den Schlüssel zur Ernährungssicherung im 21. Jahrhundert darstellen und von der GIZ im Auftrag der Bundesregierung verfolgt.

Kontakt

Luis Waldmüller
rural.development@giz.de


Beratungs- und Dienstleistungsangebot

Hier erhalten Sie einen Überblick über unser fachlich-methodisches Leistungsangebot.