Wertschöpfungsketten

© GIZ/Klaus Wohlmann

Wirtschaftliches Wachstum ist unabdingbar für eine erfolgreiche Armutsminderung in Entwicklungsländern. Die für die ländliche Bevölkerung wichtigsten Möglichkeiten zur Wertschöpfung liegen in hochwertigen Agrar- und Naturprodukten und in der arbeitsintensiven Be- und Verarbeitung.

Das Konzept der Wertschöpfungskette umfasst die miteinander verbundenen Stufen der Erzeugung, des Handels, der Verarbeitung und des Vertriebs bzw. Exports von Agrarprodukten. Die öffentliche Förderung von Wertschöpfungsketten ist vor allem dort notwendig, wo Märkte schwach organisiert sind und keine Handelsklassen und Standards definiert sind, die Preisbildung intransparent ist, Technologie, Infrastruktur und Dienstleistungsangebote fehlen oder der Marktzugang eingeschränkt ist. Für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg auf dem Weltmarkt wird die Koordinierung von Produktion und Vermarktung immer bedeutender. Oft hängt die Wettbewerbsposition der Produzierenden von den anderen an der Erstellung eines hochwertigen Produkts beteiligten Unternehmen ab. Mit der Entwicklung von Wertschöpfungsketten soll die Wettbewerbsfähigkeit in nationalen und internationalen Märkten verbessert und die Wertschöpfung innerhalb des Landes oder einer Region erhöht werden. Das Hauptkriterium hierbei ist ein Einkommenszuwachs, der arme Bevölkerungsgruppen möglichst begünstigt, zumindest aber ihre relative Situation nicht verschlechtert. Die GIZ berät ihre Partner im Auftrag der Bundesregierung hinsichtlich der Gestaltung von Wertschöpfungsketten .